BVB-Aktie mit Kursfeuerwerk? Borussia Dortmund verdreifacht Gewinn – Transfergeschäfte als Goldesel!

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Borussia Dortmund schockt die Börse – im positiven Sinne! Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/2026 (1. Juli bis 31. Dezember 2025) katapultierte der einzige börsennotierte Bundesligist sein Konzernergebnis vor Steuern (EBT) um satte 14,4 Millionen Euro nach oben – von 8,8 Millionen auf 23,2 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von 164 Prozent!

Für Anleger, die sich mit Sportaktien beschäftigen, ist das ein beachtliches Signal. Während andere europäische Fußballclubs wie Manchester United oder Juventus Turin mit finanziellen Turbulenzen kämpfen, zeigt der BVB: Solide Wirtschaftsführung und clevere Transferpolitik zahlen sich aus. Das Konzernergebnis nach Steuern stieg ebenfalls deutlich – von 7,7 Millionen auf 18,7 Millionen Euro, ein Plus von 11 Millionen Euro oder rund 143 Prozent.

Das operative Ergebnis (EBITDA) legte um beeindruckende 23 Millionen Euro auf 81,7 Millionen Euro zu (Vorjahr: 58,7 Millionen). Diese Zahlen dürften selbst skeptische Analysten überzeugen: Der BVB ist nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich auf Erfolgskurs.

Transfergeschäfte explodieren: 54,9 Mio. Euro – fast 33 Mio. mehr als im Vorjahr

Der eigentliche Gewinn-Booster liegt im Transfergeschäft: Mit 54,9 Millionen Euro Ergebnis aus Spielerverkäufen katapultierte sich der BVB um satte 32,7 Millionen Euro über das Vorjahresniveau (22,2 Millionen). Das ist mehr als eine Verdoppelung und zeigt: Die Dortmunder Talentschmiede funktioniert weiterhin prächtig.

Zwar werden im Halbjahresbericht keine konkreten Transfers genannt, doch Börsianer wissen: Der BVB hat sich in den letzten Jahren als cleverer Verkäufer etabliert. Spieler werden entwickelt, sportlich gefördert und dann mit erheblichem Gewinn veräußert. Ein Geschäftsmodell, das wirtschaftlich Sinn macht – auch wenn es sportlich manchmal schmerzt.

Die Bruttokonzerngesamtleistung, die sich aus Umsatzerlösen plus Brutto-Transferentgelten zusammensetzt, stieg um 34,6 Millionen Euro auf 316,5 Millionen Euro (Vorjahr: 281,9 Millionen). Das zeigt: Die Einnahmenbasis des BVB wird breiter und stabiler.

Umsatzerlöse leicht gestiegen – TV-Gelder und Werbung als starke Säulen

Die Konzernumsatzerlöse legten um 1,9 Millionen Euro auf 246,4 Millionen Euro zu (Vorjahr: 244,5 Millionen). Auf den ersten Blick wirkt das moderat, doch die Struktur ist interessant:

TV-Vermarktung führt das Feld an: Mit 104,6 Millionen Euro (Vorjahr: 98,2 Millionen) sprudeln die Fernsehgelder kräftig – ein Plus von 6,4 Millionen Euro. Die Teilnahme an der Champions League macht sich hier deutlich bemerkbar. Zum Vergleich: Clubs außerhalb der Königsklasse müssen mit deutlich geringeren TV-Erlösen auskommen.

Werbung auf Wachstumskurs: Die Werbeeinnahmen kletterten von 73,0 Millionen auf 75,7 Millionen Euro – ein Plus von 2,7 Millionen. Die internationale Präsenz des BVB und die treue Fanbasis machen den Club für Sponsoren attraktiv.

Spielbetrieb leicht rückläufig: Mit 24,6 Millionen Euro (Vorjahr: 25,4 Millionen) gingen die Einnahmen aus dem Spielbetrieb minimal zurück. Das könnte an weniger Heimspielen im betrachteten Zeitraum oder geringfügig niedrigeren Ticketerlösen liegen.

Merchandising schwächelt: Die Merchandising-Erlöse sanken von 23,1 Millionen auf 20,6 Millionen Euro – ein Rückgang von 2,5 Millionen. Hier scheint Nachholbedarf zu bestehen. Andere Top-Clubs wie Bayern München oder internationale Giganten wie Real Madrid erzielen hier deutlich höhere Margen.

Conference & Catering unter Druck: Auch die Erlöse aus Conference, Catering und Sonstigem gingen von 24,8 Millionen auf 20,9 Millionen Euro zurück – minus 3,9 Millionen. Möglicherweise ein Indiz für weniger Veranstaltungen oder Events im Signal Iduna Park.

Kostenseite im Griff – Personalaufwand steigt moderat

Bei den Kosten zeigt sich der BVB diszipliniert: Die Personalaufwendungen stiegen von 118,1 Millionen auf 129,3 Millionen Euro – ein Plus von 11,2 Millionen oder rund 9,5 Prozent. Angesichts der allgemeinen Gehaltsinflation im Profifußball und möglicher Neuverpflichtungen ist das ein vertretbarer Anstieg.

Die Abschreibungen kletterten von 49,6 Millionen auf 57,7 Millionen Euro – ein Plus von 8,1 Millionen. Das ist im Fußballgeschäft normal, da Spielertransfers über die Vertragslaufzeit abgeschrieben werden. Je aktiver ein Club am Transfermarkt ist, desto höher fallen die Abschreibungen aus.

Positiv: Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken von 80,5 Millionen auf 78,8 Millionen Euro – eine Einsparung von 1,7 Millionen. Hier scheint das Management erfolgreich Effizienzpotenziale gehoben zu haben.

Das Finanzierungsergebnis verschlechterte sich leicht von minus 0,3 Millionen auf minus 0,7 Millionen Euro. Ein marginaler Effekt, der angesichts der Gesamtentwicklung zu vernachlässigen ist. Die Steuerbelastung stieg von 1,1 Millionen auf 4,6 Millionen Euro – logische Folge des deutlich höheren Vorsteuerergebnisses.

Borussia Dortmund im Branchen-Vergleich: Solide aufgestellt in volatiler Sportbranche

Im Vergleich zu anderen börsennotierten Sportclubs steht der BVB gut da. Während beispielsweise Manchester United mit schwankenden Ergebnissen und hoher Verschuldung kämpft, zeigt Dortmund eine solide Bilanz. Auch im Vergleich zu anderen deutschen Nebenwerten aus dem Entertainment-Sektor punktet der BVB mit seiner einzigartigen Positionierung: Eine treue, internationale Fanbasis, regelmäßige Champions-League-Teilnahmen und ein funktionierendes Geschäftsmodell.

Natürlich bleibt das Risiko: Der Fußball ist volatil. Sportlicher Misserfolg kann schnell zu finanziellen Einbußen führen. Das Ausscheiden aus der Champions League in der Gruppenphase würde Millionen kosten. Auch die Abhängigkeit von Transfererlösen ist ein zweischneidiges Schwert – verkauft man die besten Spieler, schwächt das mittelfristig die sportliche Konkurrenzfähigkeit.

Ausblick: Kann der BVB das Niveau halten?

Die vorgelegten Halbjahreszahlen sind stark, doch die entscheidende Frage lautet: Ist das nachhaltig? Das hohe Transferergebnis von 54,9 Millionen Euro ist nicht in jedem Halbjahr wiederholbar. Vielmehr hängt es davon ab, ob der BVB weiterhin Spieler gewinnbringend verkaufen kann.

Die TV-Gelder bleiben stabil, solange die Champions-League-Teilnahme gesichert ist. Aktuell steht der BVB in der Bundesliga gut da und hat in der Königsklasse noch Chancen aufs Weiterkommen. Ein Ausscheiden würde die Erlöse im zweiten Halbjahr deutlich schmälern.

Positiv: Der BVB hat bewiesen, dass er auch in schwierigen Zeiten schwarze Zahlen schreiben kann. Die Kostenstruktur ist im Griff, das Management agiert solide. Für Anleger, die an die langfristige Entwicklung des Profifußballs und speziell an die Marke BVB glauben, könnte die Aktie interessant bleiben.

Allerdings sollte man sich bewusst sein: Fußballaktien sind hochvolatil und stark abhängig vom sportlichen Erfolg. Wer hier investiert, braucht Nervenstärke und sollte nur Kapital einsetzen, dessen Schwankungen man emotional verkraften kann.

Borussia Dortmund Fazit: Starke Zahlen, aber Vorsicht bei der Bewertung

Die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA liefert ein beeindruckendes erstes Halbjahr ab: Gewinnverdreifachung, explodierende Transfererlöse und solides operatives Geschäft. Für Fans und Anleger gleichermaßen erfreuliche Nachrichten.

Dennoch gilt: Die hohen Transfererlöse sind nicht nachhaltig planbar. Das operative Geschäft (ohne Transfers) entwickelt sich solide, aber ohne spektakuläres Wachstum. Die TV-Gelder hängen an der Champions-League-Teilnahme, Merchandising und Catering zeigen Schwächen.

Für spekulative Anleger, die auf die Kraft der Marke BVB und weiterhin erfolgreiche Transfergeschäfte setzen, könnte die Aktie Potenzial bieten. Konservative Investoren sollten die Volatilität und Unwägbarkeiten des Fußballgeschäfts im Blick behalten. Die BVB-Aktie bleibt ein Spezialwert für Fans und Sportbegeisterte – mit allen Chancen und Risiken, die das Geschäft mit dem runden Leder mit sich bringt.

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