BioNTech CureVac im Vergleich – beide mit „Vertrag zur Pandemievorsorge“, aber die Einzelheiten zeigen die „Hackordnung“.

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BioNTech CureVac beide mit Zukunft?

Biontech Aktie ist – auch wenn mehr als 50 % unter gesehenen Hochs handelnd – ist eine Erfolgsstory. Operativ mit Multimilliardenumsätzen „quasi aus dem Stand“ und zweistelligem Milliardengewinn und KGV vobn unter 5. CureVac ehemals gehypt, ist immer noch den Beweis schuldig, dass man „liefern“ kann.

Im Rahmen der Pandemievorsorge sichert sich die Bundesregierung – aus Schaden klug geworden – inländische Produktionskapazitäten zur Herstellung von (mRNA-)Impfstoffen. Bis 2027 respektive bis 2029 – unter den berücksichtigten Partnern sind die beiden deutschen Biotech’s BioNTech und CureVac, die zu beginn der Pandemie sich einen Wettlauf um die erste Zulassung eines Covid-19-Impfstoffs zu liefern schienen, was aber im Nachhinein ein Start-Ziel-Lauf BionTech’s war. Bis heute hat CureVac keine Zulassung für einen Impfstoff – die erste Forschungskooperation mit Bayer ist mittlerweile eingestellt – und den Impfstoff „der zweiten Generation“ entwickelt man mit GSK und befindet sich mit diesem in den Zulassungsphasen. Erst am 30.03.2022 meldete CureVac, dass der „erste“Proband einer klinischen Phase 1-Studie mit dem COVID-19-mRNA-Impfstoffkandidaten der zweiten Generation, CV2CoV, geimpft wurde .

Kapazität von 80 Mio Impfdosen jährlich vorhalten  – bringt Geld vom Bund. Für CureVac BioNTech.

Bei BionTech liest sich das wie folgt: „Im Rahmen der Vereinbarung wird BioNTech Produktionskapazitäten für die Herstellung von mindestens 80 Millionen mRNA-basierten Impfstoffdosen pro Jahr vorhalten. Der Rahmenvertrag gilt zunächst für fünf Jahre.“ (Unternehmensmeldung BioNTech vom 08.04.2022). Und kommentiert wurde es folgendermassen aus Mainz:

„Es weist immer mehr darauf hin, dass virale Pandemien noch über Jahre hinweg eine Herausforderung für die öffentliche Gesundheit darstellen wird. Dieser Rahmenvertrag mit der deutschen Regierung wird die Lieferung von Impfstoffdosen sicherstellen, um so potenzielle Gefährdungen für die öffentliche Gesundheit bis 2027 zu adressieren“, sagte Sean Marett, Chief Business und Chief Commercial Officer bei BioNTech. „Wir sind stolz darauf, ein langfristiger Partner für Deutschland zu sein, und halten an unserem Engagement fest, weiterhin in Forschung und Entwicklung zu investieren, um neue Impfstoffkandidaten gegen Infektionskrankheiten auf den Markt zu bringen und unseren COVID-19-Impfstoff an potenzielle neue und aufkommende Varianten anzupassen.“  

CureVac muss sich erst bewähren – dann gilt der Vorsorgevertrag auch für 5 Jahre

Bei CureVac heisst es: „Im Anschluss an eine maximal zweijährige Qualifizierungsphase gewährt der Vertrag der Bundesregierung bis 2029 Zugang zu CureVacs Produktionskapazität, um 80 Millionen Dosen mRNA-basierter Impfstoffe während der aktuellen Pandemie oder bei künftigen Ausbrüchen von Infektionskrankheiten schnell zur Verfügung stellen zu können.“  UND „Innerhalb des Vertrags wird die Bundesregierung CureVac und GSK nach erfolgreicher Beendigung der Qualifizierungsphase für die ständige Bereitstellung ihrer Produktionskapazitäten eine jährliche Bereitschaftsgebühr zahlen.“(Unternehmensmeldung CureVac, 11.04.2022). Aus Tübingen folgermassen kommentiert:

„Die COVID-19-Pandemie hat in den vergangenen zwei Jahren unser gesamtes gesellschaftliches und wirtschaftliches Leben sowie die globalen Gesundheitssysteme und medizinischen Versorgungsinfrastrukturen auf eine harte Probe gestellt“, sagte Dr. Franz-Werner Haas, Vorstandsvorsitzender von CureVac. „Dies hat gezeigt, wie wichtig der Zugang zu innovativen Technologieplattformen wie der mRNA-Technologie sowie entsprechend solide Produktionskapazitäten für die rasche Entwicklung und Bereitstellung lebensrettender Impfstoffe sind – insbesondere im Hinblick auf zukünftige Ausnahmezustände bei einem Ausbruch von Infektionskrankheiten. Angesichts des unvorhersehbaren und variantengesteuerten Verlaufs der COVID-19-Pandemie sind wir fest entschlossen, die öffentliche Gesundheit zu schützen, heute und in Zukunft.“

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„Wir begrüßen die Ankündigung der deutschen Bundesregierung, die nationale Vorsorge für Pandemien zu stärken“, sagte Roger Connor, President of Vaccines and Global Health bei GSK. „Unser gemeinsames mRNA-Entwicklungsprogramm mit CureVac könnte dank der hohen Anpassungsfähigkeit der mRNA-Technologie und ihrer potenziell schnellen Reaktionsfähigkeit in Kombination mit unserer großen Expertise in der Impfstoffherstellung eine Schlüsselrolle für die Pandemievorsorge spielen.“

Zweiklassen – BioNTech CureVac in verschiedenen Ligen.

Während CureVac weiterhin Verluste einfährt – normal für ein forschendes Unternehmen ohne zugelassene Wirkstoffe. erwiesen sich die Mainzer bereits als sprudelnde „Gewinnquelle“ mit einer wachsenden Pipeline neuer Wirkstoffe und klaren Plänen. So gilt die Frage: BioNTech Aktie- jetzt Einstiegskurse oder besser abwarten? Wann lieber Abwarten, warum sollte man einsteigen und wie geht’s kurzfristig weiter? Zuerst: Die Börsen sind verunsichert, hochvolatile Zeiten liegen vor uns. Einige erwarten weitere, kräftige Kursrückschläge, andere sehen die aktuellen Kurse eher als Einstiege. Im Folgenden geht es um einen Einzelwert. Und dieser Einzelwert – BioNTech – ist wohl kaum durch steigende Rohstoffpreise, konjunkturelle Eintrübungen oder Lieferkettenprobleme betroffen. Und das was man eigentlich – nach eigener Aussage will und wirklich kann – hat man noch gar nicht „an den Markt“ gebracht: „Wegbereiter für individualisierte Immuntherapien“.

BioNTech Aktie – Mainzer zahlen Dividende und planen Rückkauf – insgesamt rund 1,8 Mrd EUR für die Aktionäre

BioNTech SE (ISIN: US09075V1026) hat mit seinem mRNA-Impfstoff gegen Covid-19 gepunktet. Erster Covid-19-Impfstoff und erster mRNA-Impfstoff überhaupt. Im Hoch wurde die Aktie bei 463,67 USD noch im August gehnadelt und dann ging es letztendlich runter auf 121,32 USD im Tief an der NASDAQ. Aktuell handelt die Aktie bei 176,70 USD, rund 37,28  Mrd USD Market-Cap. Bei einem Gewinn von 15 Mio EUR in 2020, einem NETTO-Gewinn von 10,3 Mrd EUR zum 31.12.2021. Und für 2022 werden – mit Unsicherheit – ähnliche Grössenordnungen erwartet, zumindest die Umsatzerwartung von 13 bis 17 Mrd EUR könnte einen Gewinn im oberen einstelligen Milliardenbereich wahrscheinlich machen. Selbst bei den angekündigten erhöhten Froschungs- und Entwikclungsaufwendungen eine sehr wahrscheinliche Variante. Also unter klassischen Bewertungskriterien wie beispielsweise KGV wäre die BioNTech Aktie derzeit ein Schnäppchen. Aber offensichtlich zweifelt der Markt derzeit an der Nachhaltigkeit der Umsätze und an dem Erfolg von „Folgeprodukten“.

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BioNTech CureVac kein Vergleich. Zuerst ein Blick auf die Zahlen aus Mainz, dann „in die zukünftige Fähigkeit“ weitere Zulassungen und potentielle Blockbuster im Portfolio zu haben

Zuerst zu BioNTech: Abgesehen davon, dass noch auf Jahre, möglicherweise Jahrzehnte, Impfungen gegen immer neue Varianten des Corona-Virus notwendig sein sollten, haben die Mainzer eine ganze Pipeline von „Hoffnungsträgern“, die Dank des Covid-Impfstoffs „durchfinanziert bis zu einer möglichen Zulassung sind“. Also könnte BioNTech, anders als viele andere „forschende BioTech’s“, die auf Forschungsgelder, Milestonezahlungen schon in einem frühen Entwicklungsstadium angewiesen sind, erst viel später, zu wesentlich günstigeren Konditionen Partner an Bord holen. Möglicherweise auch ganz ohne Partner eine Zulassung stemmen. Basis dafür sind die Covid-19-Impfstoffumsätze:

Kennzahlen für das vierte Quartal und das Geschäftsjahr 2021

Beeindruckende umsatzzahlen, Zahlen die dazu führten, dass beispielsweise Rheinland-Pflaz mit einem Wirtschaftswachstum von über 9,6 % in 2021 weit vor allen Bundesländern (Bundesdurchschnitt 2,9 %) liegt – zum grössten Teil BioNTech geschuldet.

In Millionen, außer Angaben pro Aktie Viertes Quartal 2021 Viertes Quartal 2020 Geschäftsjahr 2021 Geschäftsjahr 2020
Umsatzerlöse1 5.532,5 Euro 345,4 Euro 18.976,7 Euro 482,3 Euro
Nettogewinn 3.166,2 Euro 366,9 Euro 10.292,5 Euro 15,2 Euro
Verwässerter Gewinn pro Aktie 12,18 Euro 1,43 Euro 39,63 Euro 0,06 Euro

„Angetrieben von der kontinuierlichen weltweiten Auslieferung unseres COVID-19-Impfstoffs freuen wir uns, sowohl im vierten Quartal als auch für das gesamte Geschäftsjahr 2021 ein starkes Finanzergebnis berichten zu können. Unsere COVID-19-Impfstoffumsätze im Jahr 2021 wurden maßgeblich von den außerordentlichen Umständen der andauernden Pandemie beeinflusst“, sagte Jens Holstein, CFO von BioNTech.

MHP Hotel AG sieht operativ in 2022 und den folgenden Jahren die Überwindung der pandemiebedingten Umsatzschwäche und weitere Expansion.
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„Der finanzielle Erfolg im Jahr 2021 ermöglicht es uns, in den kommenden Jahren erhebliche Investitionen in unsere Forschung- und Entwicklung zu tätigen. Wir beabsichtigen, im Geschäftsjahr 2022 zwischen 1,4 Milliarden Euro und 1,5 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung auszugeben, was einer Steigerung von etwa 50 % gegenüber 2021 entspricht. In den kommenden Jahren planen wir, diese Ausgaben weiter zu erhöhen. Damit möchten wir die zahlreichen prophylaktischen und therapeutischen Möglichkeiten unserer Technologien  weiter nutzen. Zudem beabsichtigen wir, ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 1,5 Milliarden US-Dollar zu initiieren. Wir möchten so unsere Aktionäre an dem Erfolg teilhaben lassen und für anstehende Ausgleichsverpflichtungen im Rahmen von anteilsbasierten Vergütungsvereinbarungen vorsorgen. Wir werden zudem eine Sonderdividende von 2,00 Euro pro Aktie auf unserer kommenden Hauptversammlung 2022 vorschlagen.“

Kritikpunkt: Warum werden 1,5 Mrd USD und 486 Mio EUR „an die Aktionäre abgegeben und nicht investiert“.

Durch Rückkaufprogramm und Sonderdividende werden 2 Mrd EUR Liquidität den Mainzer Konzern „verlassen“, was Kritiker auf den Plan ruft, dass BioNTech nicht in der Lage sei, Mehrwert mit diesen Mitteln für die Aktionäre „im Unternehmen“ zu schaffen. Soll ein Zeichen von fehlenden sinnvollen Investitionsprojekten sein. Dieser Vorwurf erscheint in Anbetracht eines Forschungsbudgets von 1,4 bis 1,5 Mrd EUR in 2022 und geplanten Aufstockungen in den Folgejahren zumindest „diskutabel“.

Es wird eine Lücke geben zwischen den derzeit extrem hohen Covid-Umsätzen und dem Zeitpunkt wenn weitere Zulassungen erteilt werden – wohl einige Jahre

Die Umsätze des Covid-19-Impfstoffes werden für 2022 in einer Bandbreite von 13-17 Mrd EUR angenommen und werden voraussichtlich in den Folgejahren weiter sinken. Und bis die aktuell 16 klinischen Programme im Bereich Onkologie, von denen 9 mit klinischen Studien in 2022 beginnen, neben Milestonezahlungen Umsätze generieren, werden noch Jahre vergehen.

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Zuletzt am 05,01,2022 gab es eine eigentliche „Hammermeldung“ – Pfizer und BioNTech schliessen Forschungs-, Entwicklungs- und Kommerzialisierungsvereinbarung für einen potentiellen neuen Blockbuster. Erster mRNA-basierter Impfstoff zur Vorbeugung von Gürtelrose. Damit steht die dritte Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen. Neben der überaus erfolgreichen Covid-19 Kooperation arbeiten beide bereits seit 2018 an einem Grippeimpfstoff. Mit der Kombination von Pfizers Antigen-Technologie und BioNTech’s mRNA-Plattformtechnologie will man bei geteilten Forschungskosten bereits in der zweiten Jahreshälfte 2022 mit den klinischen Studien beginnen.

Dazu kommt eine geplante Diversifizierung der Therapiegebiete, um das Potenzial aller Technologieplattformen in den Bereichen Autoimmunerkrankungen, Entzündungskrankheiten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, neurodegenerative Erkrankungen und regenerative Arzneimittel voll auszuschöpfen.

Wo gibt es dann schon: Ein Forschungsunternehmen mit teilweise weit fortgeschrittenen Programmen, einem „Blockbuster“ bereits in der Umsatzphase und einer wohl durchfinanzierten Forschungspipeline auf Jahre. Keine „teuren Kapitalerhöhungen“, um die weitere Entwicklung zu ermöglichen. Starke Kooperationspartner, ein neuartiger Ansatz (mRNA) der sich bereits in der Praxis in einer Anwendung als überlegen erwiesen hat.
Gefahren? Sorgloser Umgang „mit dem Geld“. Überschätzen der eigenen Fähigkeiten. Verrennen in „Liebhabereien“, weil das Geld da ist. Natürlich vorhanden. Aber insgesamt scheint die BionTech-Aktie, wenn man an die mRNA-Methode als erfolgversprechenden Ansatz zum Einsatz in diversen Anwendungsbereichen glauben will, nicht zu teuer.
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Biontech curevac im Vergleich
BioNTech | Powered by GOYAX.de

CureVac | Powered by GOYAX.de

BioNTech CureVac kein Vegleich – CureVac kaum Umsätze, hohe Verluste – Scheitern des Impfstoffs erster Generation war teuer. Hoffnungsträger nun GSK-Kooperation

ZAHLEN ZUM 30.09.2021 BETRACHTET BEI CUREVAC: Wegen der Bedeutung für die CureVac Aktie beginnen wir mit den Zahlungsmittenl und Zahlungsmitteläquivalenten, die verringerten sich zum 30. September 2021 auf 1.061,0 Mio EUR gegenüber 1.322,6 Mio EUR zum 31. Dezember 2020. In den ersten neun Monaten des Jahres 2021 wurden die Mittel hauptsächlich für die Förderung aller Forschungs- und Entwicklungs-Aktivitäten für CVnCoV, den COVID-19-Impfstoffkandidaten der ersten Generation, verwendet. CureVac hat im Oktober 2021 CVnCoV aus dem behördlichen Zulassungsverfahren bei der EMA zurückgezogen.

Die Mittelzuflüsse betrafen vor allem die Einwerbung von Nettoerlösen in Höhe von 404 Mio EUR im Rahmen einer Follow-On-Finanzierung im ersten Quartal des Jahres, einer im Mai 2021 erhaltenen Vorauszahlung in Höhe von 75 Mio EUR im Zusammenhang mit der Zusammenarbeit mit GSK beim COVID-19-Impfstoffkandidaten der zweiten Generation, CV2CoV, sowie 38,3 Mio EUR aus der Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Umsatzerlöse – BionTech CureVac liegen Welten auseinander

Die Umsatzerlöse beliefen sich in den drei und neun Monaten bis zum 30. September 2021 auf 29,3 Mio EUR bzw. 61,8 Mio EUR, was einem Anstieg von 24,1 Mio bzw. 19,0 Mio oder 463 % bzw. 44 % gegenüber 5,2 Mio EUR bzw. 42,8 Mio EUR in den gleichen Zeiträumen im Jahr 2020 entspricht.

Der Anstieg ist jeweils hauptsächlich auf höhere Umsätze aus den Kooperationen mit GSK zurückzuführen. Im Juli 2020 unterzeichneten GSK und CureVac eine strategische Kooperationsvereinbarung für die Erforschung, Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von mRNA-basierten Impfstoffen und monoklonalen Antikörpern gegen Infektionserreger. Im April 2021 unterzeichneten GSK und CureVac die COVID-Kooperations- und Lizenzvereinbarung für ein COVID-19-Impfstoffprogramm der zweiten Generation (CV2CoV). Insgesamt wurden für beide Programme in den ersten neun Monaten 2021 Umsatzerlöse in Höhe von 49,6 Mio EUR verbucht.

Verluste – was sonst. BioNTech CureVac – kein Kommentar nötig, oder?

Der Betriebsverlust belief sich auf 143,1 Mio EUR und 406,7 Mio EUR für die drei und neun Monate bis zum 30. September 2021, was einem Anstieg um 106,4 Mio EUR und 343,5 Mio EUR gegenüber 36,7 Mio und 63,2 Mio für die gleichen Zeiträume im Jahr 2020 entspricht.

BioNTech Pipeline Überblick – beeindruckend.

Grippeimpfstoff -In Zusammenarbeit mit Pfizer entwickelt BioNTech einen Grippeimpfstoff auf der Basis der bestehenden mRNA-Plattformen.
  • BNT161 – BioNTech und Pfizer erwarten erste Daten aus der klinischen Phase-1-Studie mit BNT161, einem modifizierten mRNA-Impfstoff, in der ersten Jahreshälfte 2022. Die Studie untersucht die Sicherheit, Verträglichkeit und Immunogenität eines quadrivalenten mRNA-Grippeimpfstoffs.
  • BioNTech und Pfizer planen außerdem den Start einer klinischen Studie zur Entwicklung eines selbstverstärkenden mRNA–Grippeimpfstoffs (saRNA). Die geplante Dosisfindungsstudie soll die Sicherheit, Verträglichkeit und Immunogenität bei gesunden Erwachsenen im Alter von 18 bis unter 50 Jahren untersuchen.
Impfstoff-Programm gegen Gürtelrose

Im Januar 2022 unterzeichneten Pfizer und BioNTech eine neue globale Vereinbarung zur Entwicklung des ersten mRNA-basierten Impfstoffkandidaten gegen Gürtelrose. Im Rahmen der Vereinbarung werden die Unternehmen eine von Pfizer entwickelte, unternehmenseigene Antigen-Technologie sowie die von BioNTech entwickelte unternehmenseigene mRNA-Plattform einsetzen, auf der auch der COVID-19-Impfstoff basiert. Ziel ist es, einen mRNA-Impfstoff mit einem vorteilhaft Sicherheitsprofil und hoher Wirksamkeit zu entwickeln und dabei eine skalierbare Herstellungstechnologie einzusetzen, die einen weltweiten Zugang ermöglichen soll.  Der Beginn der klinischen Studie ist für die zweite Hälfte des Jahres 2022 geplant.

Malariaimpfstoff-Programm

BioNTech plant die Entwicklung eines mRNA-Impfstoffkandidaten, der Malaria und die damit einhergehende Sterblichkeit verhindern soll. Das Unternehmen wird mehrere Impfstoffkandidaten prüfen, inklusive bekannter Zielstrukturen wie das Circumsporozoiten-Protein (CSP) wie auch neu identifizierte Antigene.
Der Beginn einer klinischen Studie für einen mRNA-basierten Malariaimpfstoff ist für die zweite Hälfte des Jahres 2022 geplant.

Tuberkuloseimpfstoff-Programm – BNT164

BioNTech arbeitet seit 2019 mit der Bill and Melinda Gates Foundation zusammen, um einen Impfstoffkandidaten zur Prävention von Tuberkulose-Infektionen und -Erkrankungen zu entwickeln. Es besteht immer noch ein hoher medizinischer Bedarf für einen sicheren, wirksamen Impfstoff mit langanhaltendem Impfschutz zur Prävention einer Erkrankung und Ausbreitung von Lungentuberkulose. Im Rahmen der Zusammenarbeit werden die ersten mRNA-Impfstoffkandidaten gegen Tuberkulose entwickelt. Eine klinische Studie für einen Tuberkulose-Impfstoffkandidaten soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2022 beginnen, nur zwei Jahre nach dem Start des Tuberkulose-Programms.

Onkologie Programme – 16 Produktkandidaten

BioNTech hat im Jahr 2021 die klinische Entwicklung stark vorangetrieben. Insgesamt wurden vier Immuno-Onkologie-Programme in randomisierte Phase-2-Studien überführt sowie fünf First-in-Human-Studien für neue Produktkandidaten gestartet. Dies erhöht die Gesamtzahl der Programme in der klinischen Pipeline des Unternehmens auf insgesamt 16 Produktkandidaten in 20 laufenden klinischen Studien. BioNTechs klinische Pipeline im Bereich Onkologie beinhaltet nun 5 randomisierte Phase-2-Studien: 2 FixVac Programme (BNT111 und BNT113), 2 Indikationen für den iNeST Produktkandidaten Autogene Cevumeran (BNT122, RO7198457), sowie den bispezifischen Antikörper Checkpoint Immunmodulator BNT311 (GEN1046). Außerdem wurde im Januar 2022 eine erste First-in-Human-Studie für den ersten Produktkandidaten aus BioNTechs RiboMabs-Programm, BNT141, begonnen. BioNTech rechnet mit weiteren Fortschritten und dem Ausbau der Onkologie-Pipeline im Jahr 2022.

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Dazu kommen mRNA-Programme: 2 „Fixvac-Programme“ in klinischen Studien II, 2 Produktkandidaten „RiboMab“. Und  Antikörperprogramme für zwei bispezifische Antikörper-Checkpoint-Immunmodulatoren, BNT311 und BNT312, die im Rahmen einer 50/50-Kooperation mit Genmab, in der Entwicklungskosten und zukünftige Einnahmen geteilt werden, vorangetrieben werden.

Dazu kommt eine Poduktionskapazität von in diesem Jahr 4 Mrd. mRNA-Impfdosen (im Verbund), die auch für die anderen mRNA-Entwicklungen genutzt werden kann. Selbst wenn in 2023/24 Rückgänge der Covid-19 Impfstoffumsätze fast sicher scheinen, ist diese Pipeline derzeit am Markt wenig beachtet. Natürlich mit dem Risiko des Scheiterns von Wirkstoffen in klinischen Phasen. Auf jeden Fall einen zweiten Blick Wert, möglicherweise haben die Märkte hier gerade – wie üblich – übertrieben.

CureVac Pipeline – klar wo weniger Geld muss man sich fokussieren – BionTech CureVac – David gegen Goliath?

Neben den in der klinischen Phase I befindlichen Impfstoff zweiter Generation, Kooperation mit GSK, gibt es folgende Wirkstoffe „mit Potential“:

Onkologie – CV8102 – Krebs-Immunmodulator bei soliden Tumoren

CureVacs führender Onkologie-Kandidat, CV8102, wird in einer vollständig rekrutierten Phase-1-Dosis-Eskalationsstudie untersucht, die seine Verträglichkeit und Aktivität als Einzelwirkstoff und in Kombination mit systemischen Anti-PD-1-Antikörpern prüft. Ein im Februar 2021 angekündigter Erweiterungsteil der Phase-1-Studie soll die Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit von CV8102 in einer bevorzugten Dosis von 600μg bei Patienten mit fortgeschrittenem Melanom bestätigen. Im Oktober 2021 wurden in den Erweiterungsteil der Studie zehn Patienten in die Einzelwirkstoffgruppe und 30 Patienten in die Kombinationsgruppe aufgenommen.

Molekulare Therapien – mRNA-Therapeutikum bei Leberfibrose und Leberzirrhose

Eine von CureVac am 30. August 2021 angekündigte Veröffentlichung in der Fachzeitschrift „Journal of Hepatology “ lieferte die ersten präklinischen Daten, welche die therapeutische Anwendbarkeit des mRNA-kodierten Transkriptionsfaktors HNF4 alpha (Hepatozyten-Kernfaktor 4 alpha) bei der Behandlung von Leberfibrose und -zirrhose belegen.

 

 

 

 

 

 

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