All for One zieht auf der Hauptversammlung durch: Dividende 1,20 € beschlossen – und zwei Deals treiben die Wachstumsstory

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All for One Group SE hat auf ihrer Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2024/25 ein klares Signal an den Kapitalmarkt gesendet: Alle Tagesordnungspunkte wurden angenommen, die Aktionäre winkten die Vorschläge der Verwaltung geschlossen durch. Im Mittelpunkt standen neben dem abgelaufenen Geschäftsjahr vor allem die Strategie in einem schwierigen Marktumfeld – und die zuletzt beschleunigte M&A-Offensive mit dem Kauf von apsolut sowie der Beteiligung an BrightFlare. In Präsenz waren 61,9% des gezeichneten Kapitals vertreten.

Dividende 1,20 € je Aktie: Dividendentitel bleibt intakt

Die Hauptversammlung hat eine Dividende von 1,20 Euro je Aktie beschlossen. All for One betont damit die Positionierung als nachhaltiger Dividendentitel – getragen von solider Entwicklung und einem steigenden Anteil wiederkehrender Erlöse.

Einordnung für Anleger: Mit einer geplanten Ausschüttungsquote von 52% setzt der IT- und SAP-Dienstleister seine Linie fort, rund die Hälfte des Jahresüberschusses auszuschütten. Auf Basis des Aktienkurses von 35,5 Euro (13. März 2026) entspricht das einer Dividendenrendite von 3,4%.

M&A-Turbo: apsolut gekauft, BrightFlare-Beteiligung als Cybersecurity-Option

All for One drückt beim Wachstum inzwischen spürbar aufs Gas. Anfang 2026 kamen gleich zwei strategische Schritte:

1) apsolut Group (SAP Procurement):

  • Ankündigung Mitte Januar, Closing am 5. März 2026

  • SAP Procurement-Spezialist und SAP Gold Partner, Fokus auf gehobenen Mittelstand und Konzerne

  • Internationale Expansion: zusätzliche Länder Tschechien, Frankreich, Spanien, UK, VAE, Indien

  • Strategisch wichtig, weil Procurement als dynamisch wachsendes Segment gilt und die SAP-Wertschöpfungskette verlängert

2) BrightFlare (Cybersecurity):

  • 25% Minderheitsbeteiligung an BrightFlare FlexCo (Österreich)

  • Fokus auf Schutz industrieller Anlagen und kritischer Infrastrukturen: Awareness & Testing, IT Security, OT Security

  • Option auf Mehrheitsübernahme 2030 – ein klassischer „Call-Option“-Move: jetzt Marktposition sichern, später skalieren

CEO Michael Zitz bezeichnete beide Schritte als „strategisch perfekten Fit“ – mit dem Ziel, Angebot, Märkte und internationale Präsenz gleichzeitig zu stärken.

KI als Doppelhebel: Kundennutzen und interne Effizienz

Künstliche Intelligenz ist für All for One gleich in zwei Rollen relevant:

  • Extern: Kundenberatung und Umsetzung rund um KI-Use-Cases, Integration und Anwendung, etwa mit SAP Joule oder Microsoft Office Copilot

  • Intern: KI soll Prozesse schneller und qualitativ besser machen – gezielt werden Einsatzmöglichkeiten geprüft, um Effizienz zu steigern

Für Anleger ist das wichtig, weil in IT-Services mittelfristig nicht nur Umsatzchancen, sondern auch Margen- und Produktivitätshebel entstehen können, wenn interne Delivery-Prozesse KI-gestützt effizienter werden.

Aktienrückkauf: 2,3% vom Grundkapital nahezu vollständig eingesammelt – Rücklagen aufgestockt

Parallel zur Dividende setzt All for One weiter auf aktives Kapitalmanagement:

  • Öffentliches Rückkaufangebot vom 10. Februar 2026 über bis zu 115.000 Aktien (bis zu 2,3% des Grundkapitals)

  • Gekauft wurden 114.953 Aktien – das Volumen wurde praktisch vollständig ausgeschöpft

  • Verwendungsmöglichkeiten: Einziehung, M&A-Finanzierung, Mitarbeiterprogramme

Zusätzlich wurde der Gewinnvorschlag angepasst: 20 Mio. Euro des über die Dividende hinausgehenden Bilanzgewinns werden in Gewinnrücklagen eingestellt. Ziel: künftig ausreichend ausschüttungsfähiges, nicht gebundenes Vermögen, um Rückkäufe weiter durchführen zu können.

Ausblick: apsolut soll >40 Mio. € Umsatz beitragen – Guidance vorerst unverändert

Die apsolut-Akquisition soll laut Unternehmen einen Umsatzbeitrag von über 40 Mio. Euro pro Jahr liefern und ein positives EBIT vor M&A-Effekten (non-IFRS). Der veröffentlichte Ausblick für 2025/26 berücksichtigt die Transaktion allerdings noch nicht – und derzeit sieht All for One keinen Bedarf, die Prognose zu ändern.

Wichtig ist der Hinweis auf die Integrationskosten: Die Einbindung von apsolut ins Operating Model soll global zügig erfolgen, wird aber einmalige Aufwendungen verursachen (Prozesse/IT harmonisieren, Vertrieb & Customer Model konsolidieren, Produkt-/Service-Zusammenführung, rechtliche Strukturen in Ländern).

Zusätzlich beobachtet die Gesellschaft im Zusammenhang mit der neu erworbenen Tochter in Dubai die geopolitisch veränderte Lage im GCC-Raum und bewertet mögliche Auswirkungen laufend.

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