All for One Group setzt ein klares Signal an ihre Anteilseigner: Der Vorstand des SAP- und Cloud-Spezialisten hat – mit Zustimmung des Aufsichtsrats – ein öffentliches Aktienrückkaufangebot beschlossen. Bis zu 115.000 eigene Aktien, entsprechend 2,3 % des Grundkapitals, sollen zu 38,60 Euro je Aktie erworben werden. Das Gesamtvolumen beträgt damit bis zu 4,44 Mio. Euro.
Das Angebot läuft vom 18. Februar bis zum 4. März 2026 und steht allen Aktionären offen. Die Aktien können während dieses Zeitraums zur Annahme eingereicht werden.
Das Rückkaufprogramm soll langfristig die Eigenkapitalquote stärken, den Aktienkurs stabilisieren und Flexibilität für strategische Optionen schaffen – etwa für Unternehmensübernahmen oder künftige Mitarbeiterbeteiligungsprogramme.
Details zum Rückkaufangebot: Bevorzugung kleinerer Aktionäre
Falls mehr als 115.000 Aktien zum Rückkauf eingereicht werden, greift eine proportionale Zuteilung. Kleinaktionäre profitieren dabei besonders: Gebote bis 100 Aktien werden vorrangig berücksichtigt – ein Signal, das vor allem auf Privatanleger zielt.
Die Gesellschaft kann das Angebot anpassen, verlängern oder aussetzen, sollte sich das Marktumfeld ändern. Die vollständige Angebotsunterlage soll am 17. Februar 2026 im Bundesanzeiger und auf der Webseite der All for One Group veröffentlicht werden.
Damit zeigt der Vorstand ein hohes Maß an Transparenz und Rücksicht auf die Aktionärsstruktur – ein nicht selbstverständlicher Schritt im deutschen Mittelstandssegment.
Ausgesetztes Rückkaufprogramm 2025 ersetzt – Kontinuität in Kapitalrückführung
Im Zuge des neuen Angebots wird das laufende Aktienrückkaufprogramm 2025, das den Rückkauf von bis zu 100.000 Aktien (rund 2 % des Grundkapitals) über die Börse vorsieht, vorerst ausgesetzt. Dieses Programm sollte ursprünglich bis zum 6. Juli 2026 laufen und hatte ein maximales Volumen von 7 Mio. Euro.
Das Management reagiert mit der Neustrukturierung auf veränderte Marktbedingungen und möchte durch das direkte öffentliche Rückkaufangebot zielgerichteter agieren. Für Aktionäre könnte dies schneller und planbarer Renditeeffekte bringen – insbesondere durch den zuverlässig hohen Rückkaufpreis von 38,60 Euro.
Nach Abschluss der Maßnahme behält sich der Vorstand vor, das bisherige Programm wiederaufzunehmen oder ein neues Angebot zu starten.
Gewinnverwendung angepasst: Rücklagenstärkung statt vollständiger Vortrag
Parallel zum Rückkaufbeschluss wurde auch der Gewinnverwendungsvorschlag für das Geschäftsjahr 2024/25 angepasst.
Der Bilanzgewinn von 49,28 Mio. Euro soll wie folgt verteilt werden:
- Dividende: 1,20 Euro je dividendenberechtigter Aktie (unverändert zum Vorjahr)
- Einstellung in Gewinnrücklagen: 20,0 Mio. Euro
- Restbetrag: Vortrag auf neue Rechnung
Durch die Teilzuweisung in die Gewinnrücklagen stärkt All for One Group ihre ausschüttungsfähige Liquidität und schafft finanzielle Spielräume, um auch künftig Aktienrückkäufe aus eigenem Vermögen zu finanzieren.
Das bedeutet: Die Gesellschaft bleibt dividendenstark und gleichzeitig strategisch handlungsfähig – eine seltene Kombination bei börsennotierten Mittelständlern.
Sollte sich die Zahl der dividendenberechtigten Aktien bis zur Hauptversammlung verändern, wird der Dividendenvorschlag angepasst, ohne den Pro-Aktie-Betrag von 1,20 Euro zu verändern.
Unternehmensprofil: SAP-Beratung mit stabiler Cashflow-Basis
Die All for One Group zählt zu den führenden SAP-Partnern im DACH-Raum. Sie bietet Beratungs-, Cloud- und Managed-Services-Lösungen für über 3.000 mittelständische Unternehmen. Nach einer deutlichen Transformation hin zu Cloud-Abomodellen und Serviceorientierung erzielt das Unternehmen einen stetigen operativen Cashflow, der solche Aktienrückkäufe ermöglicht.
Mit der verstärkten Kapitalrückführung unterstreicht der Vorstand das Vertrauen in die eigene Stärke und signalisiert, dass die Aktie auf dem aktuellen Niveau als unterbewertet angesehen wird.
Fazit: Starker Aktionärsfokus – All for One Group bleibt verlässlicher Mittelstands-Wert
Mit dem neuen Rückkaufprogramm und der unveränderten Dividende zeigt die All for One Group SE erneut, dass sie Aktionärsinteressen ernst nimmt. Der Rückkaufpreis von 38,60 Euro signalisiert Selbstbewusstsein – und dürfte dem Kurs nach oben Orientierung geben.
Der konservative Umgang mit Gewinnen, gepaart mit fortgesetzter Ausschüttung und Kapitaldisziplin, macht die Aktie weiterhin attraktiv für Dividendenanleger und Value-Investoren.
Kurzum:
All for One Group liefert Planbarkeit, Profitabilität und Stabilität – drei seltene Tugenden im IT-Mittelstand.















