ALBIS Leasing: Rekord-Neugeschäft, steigende Marge – dieser Nischenfinanzierer liefert ab

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ALBIS Leasing hat im Geschäftsjahr 2025 gezeigt, dass man auch in einem schwierigen Umfeld wachsen kann – wenn das Geschäftsmodell sitzt. Das Neugeschäftsvolumen stieg auf 105,6 Mio. Euro und lag damit rund 4 % über dem Rekordniveau des Vorjahres. Gleichzeitig bewegt sich der Wert am oberen Ende des im Sommer angehobenen Prognosekorridors.

Damit setzt ALBIS seinen nachhaltigen Wachstumskurs fort und markiert einen neuen historischen Bestwert. Für einen Spezialisten im kleinteiligen Leasinggeschäft ist das ein klares Signal: Die Nachfrage im Kernmarkt – Finanzierung überschaubarer Investitionen für Handel, Hersteller und ausgewählte Spezialsegmente – ist ungebrochen.

Marge zieht an: Profitabilität des Neugeschäfts deutlich verbessert

Besonders erfreulich aus Anlegersicht: ALBIS ist 2025 nicht nur gewachsen, sondern profitabler geworden. Die Neugeschäftsmarge legte um 0,8 Prozentpunkte auf 19,0 % zu. Absolut stieg die Marge von 18,5 Mio. Euro auf 20,0 Mio. Euro – ein Plus von 8 %.

Damit hat das Unternehmen seine ursprüngliche Erwartung einer stabilen Marge klar übertroffen. Der Vorstand spricht offen aus, woran das liegt: Der strategische Fokus auf das Kernsegment Handel/Hersteller sowie die konsequente Konzentration auf das profitable Small-Ticket-Geschäft zahlen sich aus.

Während viele Finanzierer im aktuellen Zins- und Konjunkturumfeld um ihre Margen kämpfen, gelingt es ALBIS, die Profitabilität des Neugeschäfts zu steigern – ein wichtiger Punkt für alle, die bei Finanzwerten mehr als nur Volumenwachstum sehen wollen.

Handel/Hersteller als Wachstumsmotor – E-Bike und EDEKA stabil

Herzstück des Geschäfts ist und bleibt das Segment Handel/Hersteller. Hier legte das Neugeschäft 2025 deutlich zu – von 62,2 Mio. Euro im Vorjahr auf 66,9 Mio. Euro. Auch hier wurde der Prognoserahmen im oberen Bereich ausgeschöpft.

Die Spezialsegmente E-Bike-Vermittler und EDEKA-Kaufleute steuerten zusammen 38,7 Mio. Euro bei. Damit lagen sie zwar knapp unter dem Vorjahreswert, aber im Rahmen der Prognose. Unterm Strich bleibt: Handel/Hersteller zieht das Wachstum nach oben, die übrigen Segmente stabilisieren.

Ein Blick ins vierte Quartal zeigt zudem, dass das Momentum nicht zum Jahresende erlahmt ist – im Gegenteil. Zwischen Oktober und Dezember stieg das Neugeschäft um 13,1 % auf 24,2 Mio. Euro. Besonders im Kernsegment Handel/Hersteller zog die Nachfrage kräftig an, mit einem Plus von 15,6 % gegenüber dem Vorjahresquartal.

Hohe Granularität als Schutzschild: Portfolio zeigt sich resilient

Spannend wird es beim Thema Risiko. 2025 war von einem deutlichen Anstieg der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland geprägt – ein Umfeld, in dem viele Finanzierer nervös werden. ALBIS meldet dagegen eine Risikolage im Rahmen der Erwartungen und ein Portfolio, das sich „resilient“ gezeigt hat.

Der Grund liegt in der Struktur des Geschäfts: ALBIS finanziert überwiegend kleinteilige Tickets, verteilt auf eine große Zahl von Kunden. Dieses hochgranulare Portfolio sorgt dafür, dass der Ausfall eines einzelnen Leasingnehmers keine Schockwellen durch die Bücher schickt. Diversifikation nicht als Buzzword, sondern als gelebtes Risikokonzept.

Vorstand Sascha Lerchl bringt es auf den Punkt: Der strategische Fokus auf das kleinteilige Finanzierungsgeschäft zahlt sich nachhaltig aus. In einer Phase, in der manche größeren Kreditportfolios ins Wanken geraten, wirkt das ALBIS-Modell eher wie ein Stoßdämpfer.

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