Aktien mit Trump’schen Montagsschock? Grönlandzölle treffen besonders: Gerresheimer? Hugo Boss? Sartorius? Stratec? Krones? Volkswagen? BMW? Knorr Bremsen? Fuchs?

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Gerresheimer AG: Gerresheimer mit gutem Start ins Geschäftsjahr 2023: Erneut zweistelliges Wachstum bei Umsatz und Adjusted EBITDA

Aktien Montag im Sturm? Trump will mit Strafzöllen die Europäer „weichkochen“ – geht um Grönland. Und wie ein kleines Kind, macht der alte Mann im „Goldenen Haus“ alles, was er will. Hauptsache Ziel erreicht. Ob sich die Europäer, derzeit betroffen sind:Deutschland, Grossbritannien, Norwegen, Dänemark, Frankreich und 2 weitere Standhafte, wieder erpressen lassen, wird sich zeigen. Durch Trumps neuen Zollkampf gerät auch das bereits fast „runde“ Zollabkommen zwischen EU und USA mit 15% Zöllen zu Lasten der US-Verbraucher und 0% Zöllen für US-Exporte plus „landwirtschaftliche“ Goodies wieder in Frage. Macron droht bereits mit Gegenmassnahmen. Digitalsteuerdiskussion wird wieder lebendig. Und am Montag sollten die Aktienmärkte auf Trumps Kampf gegen Völkerrecht und NATO-Statuten reagieren. Wahrscheinlich keine Explosion, aber weiter steigende Kurse sollten erstmal erledigt sein. Einzelwerte könnten unter Druck geraten.

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Trump öffnet Büchse der Pandora. Und zahlen müssen Gerresheimer, Stratec & Co.? Aktien unter Druck…

Neben den grossen DAX-Automobilaktien, wie Volkswagen, Porsche, BMW oder Mercedes, sind neben Siemens und BASF besonders auch einige US-lastige MDAX und SDAX-Werte betroffen. Könnte unruhig werden am Montag. Aufrechterhalten sollte den nervösen Marktteilnehmer, das politische Börsen kurze Beine haben. Und vielleicht auch, das sich sogar unter den Republikanern widerstand gegen Trump’s Grönlanderoberungspläne regt.

Schock für deutsche Mittelstands-Aktien oder schnell wieder vorbeit?

Die jüngste Drohung von US-Präsident Trump, im Zuge des eskalierenden Grönland-Konflikts pauschale Strafzölle auf alle Einfuhren aus Deutschland und sieben weiteren europäischen Ländern zu verhängen, wirft ein grelles Schlaglicht auf eine fundamentale Schwachstelle im deutschen Aktienmarkt: Abhängigkeit vom US-Markt. Für eine Reihe von MDAX- und SDAX-Werten, die als stille „USA-Proxy-Wetten“ gelten, würde eine solche Maßnahme kein operatives Ärgernis, sondern eine Erschütterung darstellen. Und ob die von Wirtschaftsforschern erhofften Ausweichexportmärkte für alle Nebenwerte direkt greifen können, mag bezweifelt werden. Bereits die akzeptierten 15% US-Zoll sollen mittelfristig zu einem Rückgang de rExporte in die USA von 16% führen. Und jetzt nochmal 10%, und dann 25%… 

Rheinmetall erst am Beginn? Mehr als Mittlerer Osten, Taiwan, 500 Mrd USD, BW-Auftrag und Elektrolyse-Gamechanger.

Gerresheimer, Sartorius, Stratec – viele Aktien unter Beobachtung. 

Besonders exponiert sind Konzerne, bei denen Nordamerika bereits heute über 35% des Umsatzes ausmacht. Für Gerresheimer (46% USA-Anteil) und Sartorius (ca. 40%) wäre ein 25-prozentiger Zollschlag ab Juni eine Gewinnbazooka (HINWEIS: US-Anteile hier und im folgenden entnommen Geschäftsberichten 2023/2024). Beide liefern essentielle Verpackungen und Biotech-Ausrüstung an die US-Pharmaindustrie. Die Frage ist, inwieweit sie die Kosten an konzentrierte, mächtige Abnehmer weiterwälzen können. Ähnlich betroffen: Stratec (40%), dessen Diagnostikautomaten für US-Labore zwar nötig, aber im Preiskampf anfällig für Zollaufschläge sein könnten.

Die Schwergewicht-Gruppe: Signifikante Gewinndelle programmiert?

Unternehmen mit einem US-Anteil zwischen 25% und 35% sehen sich möglicherweise einer direkten Gewinnkorrektur gegenüber. Fuchs Petrolub (30%) und GEA Group (30%) müssten in ihren profitabelsten Märkten Preise erhöhen oder Margen opfern. Noch kritischer könnte es für Krones (34%) werden. Die hochpreisigen Abfüllanlagen sind langfristige Investitionsgüter, wo plötzliche Zölle Projekte sofort unwirtschaftlich machen und Auftragsbücher leeren könnten. Auch beispielsweise die Norma Group (36%) im Automobilzuliefergeschäft hat kaum Spielraum für eine erhöhte Preisdurchsetzung.

Weiterhin spannend: In einem spannenden INTERVIEW beschreibt der neue – für viele unerwartet erfolgte Wechsel – CEO der Planethic Group AG, wie es unter seiner Ägide weitergeht. Und was er anders machen will. Ziele. Strategie. Ausblick.
Und immer noch spannend: Adi Drotleff und Markus Pech im Doppelpack – Interview – Mensch und Maschine operativ stark. Aktienkurs lässt Raum für Phantasie.
Die Wachstumsgefährdete Gruppe: Strategische Pläne durchkreuzt.

Hier steht weniger der aktuelle Umsatz, sondern die Zukunft auf dem Spiel. Für Vitesco (24% USA) wäre der geplante E-Mobilitäts-Durchbruch bei US-Autobauern massiv bedroht. Und Kion (25%) müsste im hart umkämpften US-Logistikmarkt gegen lokale Konkurrenten oder ausländische Wettbewerber wie Toyota noch preisaggressiver werden. Oder Rational (24%) sähe sein Premium-Wachstum in der US-Gastronomie gebremst. Und Siltronic (28% direkter USA-Umsatz) kämpft ohnehin mit einem Zyklustief; zusätzliche Handelsbarrieren wären Gift für die Erholung.

Aktien mit negativer Börsenperspektive: Von der Proxy-Wette zum politischen Risiko-Discount? 

Bisher wurden diese Werte für ihre US-Exposition mit einem Aufschlag gehandelt. Diese Narrative dreht sich nun schlagartig. Anleger müssen folgende Risiken einpreisen:

  1. Gewinnwarnungen: Erste vorsichtige Adjustierungen der Margenerwartungen sind wahrscheinlich.

  2. Multiple-Compression: Die „USA-Prämie“ dieser Aktien schmilzt, da das politische Risiko den Wachstums-Charme überlagert.

  3. EUR/USD-Effekt: Ein durch Handelskriegsängste geschwächter Euro könnte den Zollschlag teilweise kompensieren – ein kleiner Trost.

  4. Lagerbildung und Onshoring: Langfristig dürften betroffene Unternehmen gezwungen sein, Produktion vor Ort („onshore“) zu verlagern – eine teure Kapitalbindung. Und muss erstmal überhaupt finanzierbar sein. Zu Lasten welcher Wachstumspläne? 

Die Trump’sche Zolldrohung ist wieder mal ein politischer Paukenschlag. Sie ist ein Stresstest für das Geschäftsmodell des exportorientierten deutschen Mittelstands. Die genannten Unternehmen stehen vor der Herausforderung, ihre größte Stärke – den privilegierten Zugang zum profitablen US-Markt – von einem Tag auf den anderen als existenzielle Bedrohung umdeuten zu müssen. Kurzfristig ist wohl mit  Abwärtsdruck auf die Kurse dieser „USA-Wetten“ zu rechnen. Und eine sorgfältige Prüfung der jeweiligen Preisdurchsetzungsmacht, der Alternativmärkte und der bereits vorhandenen US-Produktionskapazitäten wird jetzt für jedes einzelne Portfolio unerlässlich. Die Zeitenwende hat eine handelspolitische Dimension erreicht, die tief in die Bewertungsmodelle deutscher Export-Champions einschlägt.
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