3U Holding war 2025 ein klassisches Übergangsjahr – mit klaren Belastungen, aber auch sichtbaren Stellschrauben für 2026. Der Umsatz ging wie erwartet leicht zurück, das EBITDA drehte jedoch deutlich ins Minus. Gleichzeitig betont das Management eine weiterhin solide Bilanz – und stellt für 2026 eine kräftige Ergebniswende in Aussicht. Der Schlüssel dafür: Repowering im Windpark Langendorf (seit Anfang 2026 in Betrieb) und eine Sanierung des SHK-Segments nach der EMPUR-Integration.
2025: Umsatz leicht unter Vorjahr – EBITDA kippt auf -3,7 Mio. Euro
Im Geschäftsjahr 2025 erzielte 3U einen Umsatz von rund 53,0 Mio. Euro (Vorjahr: 55,7 Mio. Euro). Der Rückgang kam vor allem aus:
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ITK (rückläufige Erlöse, u.a. Wegfall Voice-Retail),
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Onlinehandel (Restrukturierungsumfeld),
während Erneuerbare Energien weitgehend stabil blieben und im SHK-Bereich die Einbeziehung der EMPUR-Gruppe den Umsatz akquisitionsbedingt stützte.
Das Problem: Die Ergebnisqualität hat 2025 gelitten. Das EBITDA sank auf rund -3,7 Mio. Euro (Vorjahr: +3,8 Mio. Euro). Als wesentliche Treiber nennt das Unternehmen:
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deutlich höherer Personalaufwand,
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höhere sonstige betriebliche Aufwendungen (auch im Kontext geplanter/umgesetzter Akquisitionen),
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Restrukturierungsaufwendungen von insgesamt rund 1,6 Mio. Euro.
Bilanz bleibt laut Unternehmen solide – Investitionen treiben Bilanzsumme
Trotz des Ergebniseinbruchs wird die Vermögens- und Finanzlage als „weiterhin solide“ beschrieben. Die Bilanzsumme stieg zum 31.12.2025 deutlich, insbesondere durch den Ausbau langfristiger Vermögenswerte – vor allem Sachanlagen im Zuge von Investitionen in Erneuerbare Energien. Die Eigenkapitalbasis gilt als belastbar und soll Spielraum für die Transformation geben.
Segmentblick: ITK stabilisiert Marge, Erneuerbare vor dem Sprung, SHK noch das Sorgenkind
ITK (Telekommunikation/IT):
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Umsatz 2025: ~13,2 Mio. Euro (Vorjahr: 19,2 Mio. Euro)
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Segment-EBITDA 2025: ~2,8 Mio. Euro (Vorjahr: 4,4 Mio. Euro)
Der Rückgang ist vor allem strukturell (Voice-Retail weitgehend weg). Positiv: Die Marge bleibt „solide“ – Fokus auf renditestarke Produktbereiche, Managed Services und Digitalisierung.
Erneuerbare Energien:
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Umsatz 2025: ~4,6 Mio. Euro (Vorjahr: 4,8 Mio. Euro)
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EBITDA 2025: ~2,9 Mio. Euro (Vorjahr: 3,5 Mio. Euro)
Der leichte Rückgang hängt mit geplanten Umbauarbeiten im Repowering Langendorf zusammen. Jetzt der entscheidende Punkt: Mit Abschluss des Repowerings und vollständiger Inbetriebnahme zu Jahresanfang 2026 sieht 3U die Basis für deutlich steigende Erlöse/Erträge gelegt.
SHK (Sanitär/Heizung/Klima) inkl. EMPUR:
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Umsatz 2025: ~36,2 Mio. Euro (Vorjahr: 32,5 Mio. Euro; akquisitionsbedingt)
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Segment-EBITDA 2025: ~-6,4 Mio. Euro (Vorjahr: -2,0 Mio. Euro)
Organisch schwächer (Baukonjunktur, Unsicherheit), dazu höhere Personalkosten, Beratungskosten und Restrukturierung (~1,2 Mio. Euro). 3U setzt auf Portfolio-Fokus, Prozessoptimierung (Beschaffung/Logistik) und Integration EMPUR, um die Ertragskraft schrittweise zu verbessern.
3U Holding Ausblick 2026: EBITDA-Sprung auf 6–8 Mio. Euro – klingt nach harter Kehrtwende
Für 2026 (ohne mögliche Akquisitionen) stellt 3U eine deutliche Verbesserung in Aussicht:
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Konzernumsatz: 55 bis 60 Mio. Euro
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EBITDA: 6 bis 8 Mio. Euro (EBITDA-Marge ~12%)
Das wäre – ausgehend von -3,7 Mio. Euro EBITDA in 2025 – eine klare Trendwende. Treiber laut Prognose:
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ITK: Umsatz ~13 Mio. Euro, EBITDA ~3,5 Mio. Euro
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Erneuerbare Energien: Umsatz >10 Mio. Euro (mehr als verdoppelt), EBITDA ~8,0 Mio. Euro
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SHK: Umsatz ~35 Mio. Euro, EBITDA ~-1,0 Mio. Euro (deutlich besser, aber noch negativ)
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Holding: Umsatz 2,0–2,5 Mio. Euro, EBITDA -3 bis -4 Mio. Euro (u.a. wegen Transformations-/Digitalisierungsinitiativen)
Hier wird die Logik sichtbar: Erneuerbare sollen den großen positiven EBITDA-Beitrag liefern, während SHK weniger belastet und ITK stabil hochprofitabel bleibt.













