123fahrschule bestätigt Transformation: Profitables Kerngeschäft, steigende Simulator-Nachfrage und Wachstumskurs Richtung 2027

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123fahrschule SE hat auf Basis vorläufiger Zahlen ein solides erstes Halbjahr 2026 vorgelegt und bestätigt damit den eingeschlagenen Transformationskurs. Trotz eines rückläufigen Marktumfelds konnte das Unternehmen den Konzernumsatz leicht auf rund 13,0 Mio. Euro steigern. Das EBITDA belief sich auf 0,85 Mio. Euro, bereinigt um Wachstumsinvestitionen auf rund 1,1 Mio. Euro, und liegt damit weiterhin auf einem profitablen Niveau.

Besonders bemerkenswert ist, dass sich das operative Kerngeschäft trotz eines schwierigen Branchenumfelds weiter verbessert hat. Gleichzeitig investiert das Unternehmen gezielt in den Ausbau seiner digitalen Plattform, neuer Geschäftsmodelle und zusätzlicher Wachstumstreiber, die ab 2027 ihre volle Wirkung entfalten sollen.

Kerngeschäft gewinnt weiter an Stabilität

Während viele klassische Fahrschulen derzeit mit einer schwächeren Nachfrage und steigenden Kosten zu kämpfen haben, entwickelt sich das operative Fahrschulgeschäft der 123fahrschule robust. Sowohl Umsatz als auch EBITDA des Kerngeschäfts konnten gegenüber dem Vorjahr verbessert werden.

Möglich wurde dies durch die bereits abgeschlossene operative Bereinigung sowie zahlreiche Effizienzmaßnahmen. Damit zeigt sich, dass das Unternehmen seine Kostenstruktur deutlich verbessert hat und auch in einem schwierigen Markt profitabel arbeiten kann.

Parallel läuft die Transformation des gesamten Geschäftsmodells. Ein zentraler Bestandteil ist die vollständige Digitalisierung des Theorieunterrichts. Bereits rund die Hälfte der bisherigen Mietverträge wurde gekündigt, wodurch künftig erhebliche Fixkosten entfallen. Die Verlagerung auf E-Learning erhöht gleichzeitig die Skalierbarkeit des Geschäfts und verbessert die Margen.

Foerst profitiert bereits von der Fahrschulreform

Ein wesentlicher Wachstumstreiber innerhalb des Konzerns bleibt die Tochtergesellschaft Foerst GmbH, einer der führenden europäischen Hersteller von Fahrsimulatoren.

Zwar verlief das erste Halbjahr aufgrund einer hohen Vergleichsbasis aus dem Vorjahr erwartungsgemäß etwas schwächer, doch für die zweite Jahreshälfte sieht der Vorstand eine deutliche Belebung. Grundlage hierfür ist ein bereits gut gefüllter Auftragsbestand sowie eine steigende Nachfrage nach Fahrsimulatoren.

Der Hintergrund ist die zum 1. Januar 2027 geplante Fahrschulreform. Künftig werden Fahrsimulatoren erstmals gesetzlich als Pflichtbestandteil bestimmter Ausbildungsinhalte anerkannt. Viele Fahrschulen beginnen deshalb bereits heute mit ihren Investitionsplanungen, wodurch Foerst frühzeitig von der regulatorischen Veränderung profitieren dürfte.

FahrerWerk baut bundesweites Netzwerk auf

Auch die Konzerntochter FahrerWerk GmbH setzt ihren Wachstumskurs fort. Mit dem ersten strategischen Kooperationspartner wurde die Präsenz des Unternehmens auf einen Schlag um mehrere neue Standorte erweitert. Hinzu kamen Niederlassungen in Hamburg, Hannover, Erfurt, Halle/Leipzig sowie Mörfelden-Walldorf bei Frankfurt.

Dabei verfolgt FahrerWerk konsequent ein Asset-light-Modell. Das Unternehmen stellt Marke, Ausbildungskonzept sowie digitale Infrastruktur bereit, während lokale Partner die operative Umsetzung übernehmen. Dadurch lässt sich das Netzwerk mit vergleichsweise geringem Kapitaleinsatz ausbauen.

Da Fahrlehrerausbildungen längere Kurslaufzeiten besitzen und Förderprozesse Zeit benötigen, erwartet der Vorstand die wesentlichen Ergebnisbeiträge erst im zweiten Halbjahr beziehungsweise ab 2027.

Mehrere Wachstumstreiber greifen gleichzeitig

Mit Blick auf die kommenden Jahre verfügt 123fahrschule über mehrere sich ergänzende Wachstumssäulen. Das klassische Fahrschulgeschäft wird zunehmend digitalisiert und effizienter. Gleichzeitig eröffnet die gesetzliche Anerkennung von Fahrsimulatoren erhebliche Chancen für Foerst. Ergänzend entsteht über FahrerWerk ein bundesweites Netzwerk für die Ausbildung neuer Fahrlehrer, das künftig weitgehend ohne hohe eigene Investitionen wachsen soll.

Hinzu kommt die geplante Digitalisierung des Theorieunterrichts, die nicht nur Kosten reduziert, sondern auch neue Skaleneffekte ermöglicht. Aus Sicht des Vorstands entsteht dadurch ein Geschäftsmodell, das sich deutlich von klassischen Fahrschulen unterscheidet.

Prognose bestätigt – Fokus liegt auf 2027

Der Vorstand erwartet für das zweite Halbjahr 2026 eine spürbare Verbesserung der Geschäftsentwicklung in allen drei Konzerngesellschaften und bestätigt die EBITDA-Prognose für das Gesamtjahr unverändert in einer Bandbreite von 1,5 bis 2,5 Mio. Euro.

Mit dem geplanten Inkrafttreten der Fahrschulreform zum 1. Januar 2027 soll anschließend die nächste Wachstumsphase beginnen. Bis 2029 strebt das Unternehmen den Aufbau eines bundesweiten Netzwerks mit mehr als 650 Standorten und rund 1.200 Fahrlehrern an. Gleichzeitig soll der Marktanteil auf rund 10 Prozent steigen.

Die Halbjahreszahlen zeigen, dass 123fahrschule den operativen Umbau konsequent vorantreibt. Während das Kerngeschäft bereits wieder profitabler arbeitet, dürften die regulatorischen Änderungen und die zunehmende Digitalisierung in den kommenden Jahren zusätzliche Wachstumsimpulse liefern.

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