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Die Jungheinrich AG (ISIN: DE0006219934) setzt seinen Wachstumskurs konsequent fort und schließt das Geschäftsjahr 2017 erneut mit einer deutlichen Steigerung aller wichtigen Kennzahlen ab.

Insbesondere das Neugeschäft im Kernmarkt Europa sowie das starke Wachstum des Logistiksystemgeschäftes sind Treiber dieser positiven Entwicklung.

Hans-Georg Frey, Vorsitzender des Vorstandes der Jungheinrich AG: „Jungheinrich hat wieder geliefert und seine Prognose erfüllt. Gemeinsam mit unseren 16.000 Mitarbeitern setzen wir das starke Wachstum mit neuen Höchstwerten fort. Damit wurden erneut wichtige Meilensteine auf dem Weg zu unserem Ziel von 4 Mrd. € Jahresumsatz für das Jahr 2020 genommen.

Unsere strategische Aufstellung insbesondere bei den Megatrends Elektromobilität sowie Automatisierung, Digitalisierung und Vernetzung verschafft uns einen großen Vorteil. Dank unserer brancheneinmaligen Energie-Expertise konnten wir 2017 den größten Fahrzeugauftrag der Firmengeschichte gewinnen – über 1.000 Fahrzeuge, alle ausgestattet mit Lithium-Ionen-Technologie. Mehr und mehr Kunden vertrauen uns bei der Automatisierung ihrer Lager zur Bewältigung ihrer intralogistischen Herausforderungen des E-Commerce. Damit positioniert sich Jungheinrich erfolgreich als innovativer Anbieter für maßgeschneiderte Lösungen im Lager.

Jungheinrich ist heute ein anderes Unternehmen als noch vor fünf Jahren: Seit 2013 konnten wir den Umsatz um 50 Prozent steigern und das nahezu organisch. Wir sind nun in 39 Ländern mit eigenem Direktvertrieb vertreten. Diesen Weg setzen wir fort.

Auf Basis einer erwarteten positiven Marktentwicklung 2018 rechnen wir für das laufende Geschäftsjahr mit einem Auftragseingang zwischen 3,75 und 3,85 Mrd. € sowie einem Umsatz zwischen 3,6 und 3,7 Mrd. €. Das EBIT sollte nach unserer Einschätzung zwischen 270 Mio. und 280 Mio. € liegen.“

Markt

Der Weltmarkt für Flurförderzeuge wies 2017 mit 18 Prozent beziehungsweise

213 Tsd. Flurförderzeugen ein sehr starkes Wachstum gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf. Die Hälfte davon war auf die extrem starke Nachfrage im chinesischen Markt zurückzuführen, die um 39 Prozent kletterte. Hier waren insbesondere die stark gestiegenen Bestellungen für verbrennungsmotorische Gegengewichtsstapler von Bedeutung. Ohne Berücksichtigung von China wuchs der Weltmarkt um 12 Prozent. Auch der gute Anstieg des Marktvolumens in Nordamerika um 11 Prozent war zu etwas mehr als 50 Prozent auf die höhere Nachfrage nach Staplern mit verbrennungsmotorischem Antrieb zurückzuführen. In Europa, dem Kernmarkt für Jungheinrich, legte die Nachfrage um 12 Prozent zu, mit einem Plus von 10 Prozent in Westeuropa und 20 Prozent in Osteuropa.

Auftragseingang und Auftragsbestand

Der stückzahlbezogene Auftragseingang im Neugeschäft, der die Bestellungen für Neufahrzeuge einschließlich der für Mietgeräte enthält, lag mit 123 Tsd. Fahrzeugen um 13 Prozent über dem Vorjahreswert (109 Tsd. Fahrzeuge). Ausschlaggebend hierfür war die stark gestiegene Nachfrage, insbesondere in Europa. Der wertmäßige Auftragseingang, der die Geschäftsfelder Neugeschäft, Miete und Gebrauchtgeräte sowie Kundendienst umfasst, übertraf mit 3.560 Mio. € den Vorjahreswert (3.220 Mio. €) um 11 Prozent beziehungsweise 340 Mio. €. Rund ein Viertel davon war auf die höhere Nachfrage nach Logistiksystemlösungen zurückzuführen. Der Auftragsbestand des Neugeschäftes zum 31. Dezember 2017 belief sich auf 692 Mio. € (Vorjahr: 610 Mio. €). Die Auftragsreichweite lag damit bei vier Monaten.

Produktion

Das Produktionsvolumen folgt zeitversetzt der Entwicklung des Auftragseinganges. Im Berichtszeitraum übertrafen die Produktionsstückzahlen mit 120 Tsd. Fahrzeugen den Vorjahreswert von 106 Tsd. Fahrzeugen um 13 Prozent. Der Anstieg des Produktionsvolumens ist vorrangig auf die Steigerung der Stückzahlen bei den lagertechnischen Geräten zurückzuführen. Sie sind mit einem Anteil von 80 Prozent am Gesamtproduktionsvolumen das größte Produktsegment des Unternehmens.

Umsatz

Der Konzernumsatz erreichte 3.435 Mio € und stieg damit um 11 Prozent beziehungsweise 350 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr (3.085 Mio. €) an. Auf Europa entfielen 88 Prozent (Vorjahr: 87 Prozent) der Umsatzerlöse. Dort wurden die Zuwächse von Steigerungen in Deutschland, Frankreich, Russland und Italien getragen. Die Auslandsumsätze legten um 11 Prozent auf 2.584 Mio. € (Vorjahr: 2.332 Mio. €) zu, entsprechend lag die Auslandsquote bei 75 Prozent (Vorjahr: 76 Prozent). Die Umsatzerlöse außerhalb Europas erreichten 415 Mio. € (Vorjahr: 403 Mio. €). Das entspricht einem Anteil am Konzernumsatz von 12 Prozent (Vorjahr: 13 Prozent).

Ergebnis

Das EBIT erhöhte sich um 24 Mio. € bzw. 10 Prozent auf 259 Mio. € (Vorjahr:

235 Mio. €). Die EBIT-Rendite erreichte mit 7,5 Prozent nicht ganz das Niveau des Vorjahres (7,6 Prozent). Das EBT lag mit 243 Mio. € um 13 Prozent über dem Vorjahr (216 Mio. €). Die EBT-Rendite erreichte 7,1 Prozent (Vorjahr: 7,0 Prozent). Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich um 28 Mio. € beziehungsweise 18 Prozent auf 182 Mio. € (Vorjahr: 154 Mio. €) und das Ergebnis je Vorzugsaktie entsprechend auf 1,80 € (Vorjahr: 1,52 €).

Dividende

Aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung schlägt der Vorstand der Jungheinrich AG vor, eine gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent höhere Dividende in Höhe von 0,48 € je Stammaktie (Vorjahr: 0,42 €) und 0,50 € je Vorzugsaktie (Vorjahr: 0,44 €) auszuschütten. Aus dem Dividendenvorschlag ergeben sich eine Gesamtausschüttung in Höhe von 50 Mio. € (Vorjahr: 44 Mio. €) und eine Ausschüttungsquote von 28 Prozent (Vorjahr: 29 Prozent). Jungheinrich verfolgt grundsätzlich eine Politik kontinuierlicher Dividendenzahlungen. Ziel ist es, zwischen 25 Prozent und 30 Prozent des Ergebnisses nach Steuern an die Aktionäre auszuschütten.

Forschung und Entwicklung

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) – einschließlich der Inanspruchnahme von Leistungen Dritter – sind mit 77 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr (62 Mio. €) erneut gestiegen. Dies entspricht 5,3 Prozent (Vorjahr: 4,9 Prozent) des F&E-relevanten Umsatzes mit Neufahrzeugen.

Mitarbeiter

Im Berichtsjahr hat der Jungheinrich-Konzern seine Personalkapazität erweitert und dabei hauptsächlich den Vertrieb in Europa gestärkt. Am 31. Dezember 2017 waren 16.248 (Vorjahr: 15.010) Mitarbeiter im Konzern beschäftigt. Das entspricht einem Anstieg um 8 Prozent beziehungsweise 1.238 Beschäftigte. In Europa verzeichneten die Vertriebsgesellschaften in Deutschland, Polen, Italien, Großbritannien und Frankreich die höchsten Mitarbeiterzugänge. Außerhalb Europas wurde insbesondere der Vertrieb in Brasilien personell verstärkt. Für Jungheinrich waren zum 31. Dezember 2017 in der Metropolregion Hamburg 3.192 Mitarbeiter, davon 1.184 in Hamburg beschäftigt.

Markteinschätzung und Prognose für 2018

In Anbetracht der weltweit positiven Konjunkturindikatoren erwarten wir, dass der Weltmarkt für Flurförderzeuge 2018 im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich wächst. In einzelnen Märkten halten wir sogar ein höheres Wachstum für möglich. In unserem Kernmarkt Europa gehen wir ebenfalls von einem Anstieg des Marktvolumens im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich aus.

Unter Berücksichtigung des zuvor beschriebenen Konjunktur- und Branchenausblickes erwartet Jungheinrich für 2018 einen Auftragseingang zwischen 3,75 Mrd. € und 3,85 Mrd. € (2017: 3,56 Mrd. €). Wir streben eine leichte Verbesserung unseres Marktanteiles in Europa (2017: 21,5 Prozent) an. Der Konzernumsatz dürfte sich innerhalb einer Bandbreite von 3,6 Mrd. € bis 3,7 Mrd. € (2017: 3,44 Mrd. €) bewegen.

Aktuell (09.03.2018 / 09:11 Uhr) notieren die Aktien der Jungheinrich AG im Xetra-Handel mit einem Minus von -0,72 EUR (-1,95 %) bei 36,20 EUR.

 


Chart: Jungheinrich AG | Powered by GOYAX.de

Weitere Informationen

  • ISIN: DE0006219934

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