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Die BayWa AG (ISIN: DE0005194062) - ehemaliger SDAX-Wert, wegen zu geringem Handelsvolumen ausgeschieden -, STEICO SE (ISIN: DE000A0LR936), bekannt für seine nachhaltigen Produkte im Baubereich, und der Newcomer Wolftank-Adisa AG (ISIN:AT0000A25NJ6), im m:access gelistet, nutzten alle drei die Chance

sich auf dem ersten Fokus-Investmenttag – FIT zum Thema Nachhaltigkeit.veranstaltet von Montega gemeinsam mit der SMC Small & Mid Cap Investmentbank in München, zu empfehlen für eine nähere Betrachtung. Neben anderen Unternehmen - VOLTABOX zeigte warum man 2020 wieder mit dem Unternehmen rechnen muss -  positionierte man sich eindeutig und hinterließ bei den Zuhörern die Überzeugung: Nachhaltigkeit und Geldverdienen sind kein Widerspruch. Beginnen wir mit Wolftank-Adisa AG, gelistet im m:access und seit kurzem auch über XETRA handelbar. Warum ist das wichtig? Bei einer relativ geringen Kapitalisierung von rund 40 Mio. EUR ist Liquidität und Handelsvolumen wichtig für die "Investierbarkeit" einer Aktie für die Anleger, selbstredend sollte man bei solchen Small-smallcaps nur limitiert agieren. Aber nun zum Thema, was macht Wolftank-Adisa AG, warum ist man nachhaltig und welche Chancen bietet die Aktie, welche Risiken bestehen?

Wolftank-Adisa AG ist Umweltsanierung, Doppelwandsanierung von Lagertanks und Bau/Projektion von Tankanlagen

Diese drei Geschäftsfelder bedient man und befindet sich so definitiv im Bereich der Wiederherstellung natürlicher Verhältnisse, Verhinderung von Umweltschäden - halt Nachhaltigkeit. Der Alterungsprozess von Tankanlagen, noch beschleunigt durch die neuen Biokraftstoffe und die Schwefelfreiheit von Dieselkraftstoffen, ist ein riesiger Markt und die Marketshare von Wolftank ist noch minimal, aber die Wachstumspläne - weltweit - kommend von einer starken Basis in Mitteleuropa sind vorhanden und in diesem fragmentierten Markt hat Wolftank Adisa einige USp's die einen wachsenden Marktanteil versprechen: Man saniert nicht nur, sondern produziert auch die beötigten Harze, man denkt hierbei auch über Zukäufe von weiteren Unternehmen in der vertikalen Wertschöpfungskette nach - sofern günstig und passend...

Derzeit macht man 50 Mio. EUR Umsatz - zu 75% in der EU und 20% in Asien (hauptsächlich in China) mit hohen Wachstumsraten und den Rest der Welt hat man bereits ins Auge gefasst. Temporär ist China natürlich durch Corona mehr oder weniger eingeschränkt, aber hier sollte es sich um ein temporäres Phänomen handeln. Einen Tag vor der Präsentation ging man mit einer brasilianischen Tochter "online" inclusive erstem Auftrag - hier soll natürlich noch viel mehr kommen. Man sieht sich einem Milliardenmarkt gegenüber, hat Wachstumschancen und Nachhaltigkeit ist wichtiges Element der Firmenphilosophie - Spannend. Wachstumsstark. Nischenplayer. Könnt enoch viele positive Überraschungen liefern...

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Die Aktie handelt - noch? - in einer engen Range und findet/sucht erst noch ihren Platz im Kapitalmarkt, wahrgenommen werden als kleines Unternehmen ist schwierig und mit der Teilnahme an solchen Investorentagen plus aktive Kapitalmarktkommunikation kann dieses gelingen...


Wolftank-Adisa AG |Powered by GOYAX.de
 

BAYWA ist eine ganz andere Größenordnung

Und das Thema Nachhaltigkeit ist auch nur für einen Teil des großen Konzern mit alten Wurzeln relevantes Thema: Für den Bereich der Renewables, für den man gerade einen finanzstarken Partner sucht, der für 49% des Tochterunternehmens 500 Mio. EUR plus X zahlen soll. Hiermit will man weiteres ertragreiches Wachstum dieser cash Cow finanzieren. Kluger Schachzug. Gleichzeitig plant man in anderen Geschäftsbereichen beispielsweise durch Veräußerung nicht betriebsnotwendiger Immobilien rund 500 Mio. EUR freizusetzen, die bsiher wenig zum Unternehmensertrag beitragen. Die "alte" Baywa ist im Umbruch, hin zu Nachhaltigkeit - auch weil man hier mehr geld verdienen kann als beispielsweise mit dem klassischen Agrarhandel. Digitalisierung in der Landwirtschaft - derzeit noch mit homöopatischem Umsatzanteil - soll hier ein weiterer ertragsreicher Wachstumstreiber werden. Viele Ideen, überzeugende Umsetzungsschritte, möglicherweise irgendwann eine Ausgliederung oder Teilverselbständigung der "nachhaltigen" Unternehmensanteilen wäre zumindest theoretisch möglich oder denkbar.Auch hier zeigte sich: Nachhaltigkeit bringt - auch - Geld! Ob der Tanker Baywa hierdurch insgesamt fahrt aufnehmen kann - auch in Bezug auf Börsenliquidität und öffentlicher Wahrnehmung wird die Zeit zeigen. Zu beobachten.

Baywa's Q3 war gut - zumindest verdient man wieder etwas mehr - das Ende der Fahnenstange ist aber noch lange nicht erreicht

Während der Umsatz zum 30. September 2019 leicht auf 12,5 Mrd. Euro (Q1-3/2018: 12,2 Mrd. Euro) anstieg, legte das EBIT mit 77,3 Mio. Euro (Q1-3/2018: 28,3 Mio. Euro) deutlich zu.

Alle drei Kernsegmente Agrar, Energie und Bau verbesserten ihre Ergebnisse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Eine besonders positive Entwicklung verzeichnete das Segment Energie: Sowohl die Klassische Energie als auch das Geschäft mit erneuerbaren Energien erreichten eine signifikante Ergebnisverbesserung. Die Klassische Energie profitierte dabei von der internationalen Ölpreisentwicklung und der heimischen Nachfragesteigerung nach Holzpellets. Das Geschäftsfeld Regenerative Energien baute seine internationalen Aktivitäten im Projektgeschäft mit Solar- und Windenergieanlagen sowie im Solarmodulhandel weiter aus und verkaufte, anders als im Vorjahr, bereits im 3. Quartal einige größere Anlagen. Der überwiegende Teil der Verkäufe ist auch 2019 wieder im 4. Quartal geplant: Über 650 Megawatt (MW) sind in der Verkaufspipeline, so dass das Jahresergebnis im Segment Energie 2019 im Vergleich zum Vorjahr noch einmal deutlich gesteigert werden kann. "Das Geschäftsfeld Regenerative Energien wird auch 2019 ein wesentlicher Träger unseres Konzernergebnisses sein. Dies zeigt deutlich die hervorragende Entwicklung dieser seit zehn Jahren aufgebauten Geschäftsaktivitäten", betonte der Vorstandsvorsitzende der BayWa AG, Klaus Josef Lutz bei Vorlage der Q3-Zahlen.

Positiv entwickelte sich auch das Segment Agrar, besonders die Geschäftsfelder Global Produce und Technik konnten ihre Ergebnisse steigern. Die Technik verzeichnete ungebrochen hohe Auftragseingänge sowie eine lebhafte Servicenachfrage. Bei beiden Bereichen geht die BayWa für das Schlussquartal von einer weiterhin positiven Entwicklung aus: Qualitativ gute Ernten in der nördlichen Hemisphäre und die traditionell steigende Nachfrage bei tropischen Früchten zu Weihnachten sollten das Geschäft genauso positiv beeinflussen wie die große Investitionsbereitschaft der Landwirte bei der Technik.

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Der deutsche Agrarhandel lag nach neun Monaten ebenfalls deutlich über dem Vorjahresergebnis. Geringere Nachfrage nach Betriebsmitteln, vor allem bei Dünger aufgrund der Düngeverordnung, wirkten sich allerdings auf das Ergebnis zum 30. September 2019 aus wie auch rückläufige Getreidepreise und geringere Margen im Getreidehandel. Der internationale Getreidehandel bei BAST (BayWa Agri Supply & Trade) konnte sein Spezialitätengeschäft weiter erfolgreich ausbauen, wenngleich die bisher verhaltene Nachfrage bei Standarderzeugnissen und die US-Handelspolitik die Handelsaktivitäten bei BAST einschränkten. Im 4. Quartal erwartet die BayWa, dass sich das Spezialitätengeschäft weiterhin planmäßig entwickelt. Höhere Getreidebestände bieten zusätzliches Vermarktungspotenzial im inländischen Agrargeschäft. Zudem dürfte die witterungsbedingt verzögerte Herbstaussaat die Betriebsmittelnachfrage jetzt wieder beleben.

Das Segment Bau wuchs weiter und verbesserte sein Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum noch einmal. Die BayWa will auch weiterhin von der guten Baukonjunktur und dem Ausbau ihrer Projektaktivitäten profitieren.Insgesamt geht die BayWa von einer weiterhin positiven Entwicklung für das restliche Geschäftsjahr 2019 aus, um das Konzernergebnis für das Jahr 2019 wie geplant deutlich zu steigern.

Und immer noch kein Partner gefunden

Am 28.11.teilte man mit in "Endverhandlungen" zu sein: "befindet sich in Endverhandlungen über die Aufnahme eines neuen Gesellschafters bei der BayWa r.e. renewable energy GmbH, einer bislang 100%-igen Tochtergesellschaft der BayWa AG. Die BayWa AG hat ein Bieterverfahren durchgeführt und mehrere attraktive Angebote von Investoren erhalten, die sich mit ca. 49% an der BayWa r.e. renewable energy GmbH als Gesellschafter beteiligen möchten. Der Vorstand der BayWa AG geht davon aus, das Bieterverfahren kurzfristig zu einer Bewertung abschließen zu können, die über den ursprünglichen Erwartungen der Gesellschaft liegt. Die Aufnahme des neuen Investors soll im Rahmen einer Kapitalerhöhung erfolgen."

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Und bis Ende des Jahres gab es noch keinen Fortschritt - vielleicht will man zuviel: Kontrolle behalten, Geld für weitere Expansion und einen jasagenden Mitgesellschafter. Jedenfalls verliert man langsam an Momentum durch diesen langgezogenen Verhandlungsmarathon.  Eine schnell zu behebnede offene Flanke für das Management.


Chart: BayWa AG | Powered by GOYAX.de
 

STEICO bekannt für seine Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen

war ebenfalls beim 1.FIT vertreten. Der mehrheitlich im Familienbesitz befindliche Konzern überzeugt bereits seit einiger Zeit mit starken Wachstumsraten und einer klaren Konzentration auf den Werkstoff Holz, der aus nachhaltig bewirtschafteten Waldgebieten - zertifiziert - gewonnen wird. Mit dem Unternehmen hat sich aktuell auch der Wikifolio-Trader Luikas Spang befasst auf dessen am Donnerstag aktualiserte STEICO-Analyse wir hier verlinken wollen - klare Aussagen und Einschätzungen des Wertes inclusive, Zusammengefasst: Eine Aktie die bereits eine sehr gute Performance gezeigt hat, dieses aber mit operativen Erfolgen unterlegt - die Story scheint noch lange nicht zu Ende.

Weitere Informationen

  • ISIN: DE0005194062, AT0000A25NJ6

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Das Nebenwerte Magazin richtet seinen Fokus auf die Welt der deutschen Nebenwerte und hat sich zum Ziel gesetzt, Mid-Caps und Small-Caps aus Deutschland mehr in den Blickpunkt zu rücken.

Noch immer stehen deutsche Nebenwerte weitestgehend im Schatten der sogenannten 30 Blue Chips aus dem DAX, dem deutschen Leitindex. Doch so mancher Wert aus dem DAX kam ja einst aus der zweiten und dritten Reihe und war somit selbst einmal ein Mid-cap oder Small-Cap. SDAX, TECDAX und MDAX sind daher sozusagen die Wiege des DAX.

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