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Die Voltabox AG (ISIN: DE000A2E4LE9) hat die Chance genutzt: Auf dem 1. Fokus-Investmenttag in den Räumen der Münchener Börse präsentierte der CEO Jürgen Pampel „seine“ Gesellschaft überzeugend.

Er verbreitete begründeten Optimismus und seine Aussage „Die ersten 4 Wochen sind ganz ordentlich gelaufen.“ Läßt für die nächsten Monate hoffen.

Was war im letzten Jahr schief gelaufen und- wichtiger – warum soll das 2020 kein Thema mehr sein

Proaktiv stellte er die Gründe für den am 12.08.2019 reduzierten Forecast , der seinerzeit sehr negativ am Kapitalmarkt aufgenommen wurde, dar. Zusammengefasst: Die verschobene, mittlerweile nachgeholte große Order für 5G-Back-up-Systeme in den USA; aber auch hausgemachte Probleme, wie zu schneller und zu starker Personalaufbau – bestimmt auch durch den Börsengang und die entsprechende hohe Bewertung begünstigt/begründet – weiterhin Verzettelung der Gesellschaft auf immer mehr, artverwandte aber außerhalb der Kernkompetenz liegende Felder. Zu starke Abhängigkeit von einzelnen Kunden/Segmenten. Generell zu viele Redundanzen im Geschäftsprozess..

Zu allen Punkten konnte Jürgen Pampel logisch begründen, warum dieser Rückschlag kein dauerhaftes Problem – mehr – für Voltabox sei: Randaktivitäten wurden rigoros eingestellt oder in Form der Einheit „Voltamotion“, die an die Muttergesellschaft Paragon AG abgegeben wurde, wo sie in das operative Umfeld besser passt und Synergien gehoben werden können, „beseitigt“. In den Q4 Zahlen findet sich ein außerordentlicher Umsatzeffekt von 12 Mio. EUR für „Auslizensierung der Entwicklungsarbeit von Voltamotion“. Das Personal wurde kräftig reduziert, so stark dass die Umsatzziele die ursprünglich (vor dem 12.08.2019) für 2019 avisiert wurden auch 2020 nicht mehr erreicht werden können, zumindest nicht ohne Personalaufbau. Die Fixkosten sollen im Vergleich zum Vorjahr um 30% reduziert worden sein. Die Produktionszeiten seien wesentlich verkürzt worden. Also: Zeit der Ernte ist angesagt, so könnte man zumindest seine Erläuterungen auslegen.

Die erwartete Umsatzverteilung für 2020 zeigt klar eine Reduktion des 2019 so desaströsen Klumpenrisikos:

voltabox sales by markets in 2020

Hört sich alles gut an, aber wie geht es weiter? Was kann man für 2020 erwarten? Bestimmt wurde der Forecast in Anbetracht des „Rückziehers“ für 2019 konservativer und vorsichtiger aufgestellt, als der alte. Es sollte nicht verwundern, wenn im Laufe des Jahres hier Änderungen auftreten sollten, also:

Wichtig: Der Ausblick

Operativ konnte er natürlich auf den ersten Auftrag für die „Diesel- zu Elektrobus-Umrüstung“ verweisen. (Wir berichteten.) Die Achsen und der Antrieb von ZF, die Batterien von Voltabox. Und hier wurden die Kostenvorteile gegenüber der Neuanschaffung eines Elektrobusses betont, insbesondere da der Omnibusfuhrpark der Deutschen Kommunen relativ gut gepflegt ist – mit langen möglichen Restlaufzeiten.

Große Chancen rechnet man sich auch mit der 5G-Lithium-Ionen-Lösung für Sendestationen aus. Weiteres Standbein sollen die beweglichen „Voltabox Power Units“ sein, die bereits auf große Nachfrage träfen. Ein „fettes Orderbuch“ ist da, muss nur noch profitabel abgearbeitet werden: Volumen von 1,1 Mrd. EUR für 60 Monate – nicht schlecht. Der 2020er Ausblick sieht derzeit einen Umsatz zwischen 85-100 Mio. EUR bei einer EBITDA-Marge von 15%, EBIT zwischen 5-7% UND – um die Technologieführerschaft zu halten notwendig – 12,5 Mio. Investments, davon 70% aktivierte Entwicklungskosten. Sieht nicht so schlecht aus und „Die ersten 4 Wochen sind ganz ordentlich gelaufen.“ – Warten wir auf die nächsten 48…loadmodule mod_custom,Sentifi Text Widget}

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Jedenfalls – trotz der Rückschläge, die gehören wohl dazu – eine beeindruckende Entwicklung seit 2014 als man mit der Batterielieferung für Trolleybusse anfing – und mit 4,6 Mio Umsatz, 41 Mitarbeitern und als GmbH.

Umsatztreiber wird im Geschäftsjahr 2020 weiterhin die Produktion von Batteriemodulen und -systemen für Gabelstapler sein. Ferner trägt auch der Ausbau des Geschäfts mit standardisierten Akku-Packs und Batterien für Massenmarktanwendungen im Niederspannungsbereich zum Umsatzwachstum bei. Dazu zählen Pedelecs und E-Bikes sowie Golfcarts und darüber hinaus auch Starterbatterien für Hochleistungsmotorräder und -Pkw. Zudem erwartet Voltabox im kommenden Geschäftsjahr in den USA den Start für stationäre und mobile Energiespeichersysteme, u.a. im Bereich 5G, sowie Umsätze durch zwei Produktionshochläufe von Hochvolt-Batteriesystemen für Minenfahrzeuge des Kunden Komatsu.

Der nachhaltige Ausbau des US-Standorts gehört aktuell und im kommenden Jahr zu den Prioritäten des Voltabox-Vorstands. So erweist sich das neu installierte Vertriebssystem in Nordamerika bereits kurz nach dem Start mit Blick auf die geographische Verteilung und Marktdurchdringung als sehr wirkungsvoll. Der Vorstand erwartet angesichts der strukturellen und personellen Anpassungen, dass die US-Tochter im Geschäftsjahr 2020 erstmals einen positiven Ergebnisbeitrag leisten wird.

 


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