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Die Mutares SE & Co. KGaA, (ISIN: DE000A2NB650) kaufte im Dezember diverse neue Beteiligungen hinzu - dass hierfür Geld gebraucht wird, kann nicht überraschen..

In der aktuellen Marktlage ist es relativ günstig Fremdkapital am Markt zu erhalten, sofern die Firmenkennziffern "einigermaßen" stimmen. Das ist der Fall bei Mutares. Unserer Meinung nach ist also derzeit eine Anleihe einer verwässernden Kapitalerhöhung vorzuziehen, sofern "marktübliche" Konditionen möglich sind. Diesen Schritt kündigt Mutares heute an: "...hat heute beschlossen zu prüfen, eine bis zu EUR 50 Mio. vorrangig besicherte, variabel verzinsliche Anleihe mit 4 Jahren Laufzeit zu begeben. Pareto Securities wurde beauftragt, ab dem 23. Januar 2020 eine Reihe von Treffen mit interessierten Investoren zu arrangieren. Die endgültige Entscheidung über die Begebung der Anleihe wird von Mutares in Abhängigkeit von den Marktbedingungen getroffen werden. Mutares wird den Kapitalmarkt und die Öffentlichkeit über den Verlauf der Transaktion gemäß den gesetzlichen Bestimmungen informieren." .

Man muss kein Hellseher sein, um zu wissen wie diese Prüfung ausgehen wird. Geld für Wachstum mit den bisher gezeigten Ertragskennziffern zu "holen", kann wertschaffend sein - der Hebel passt - noch - bei Mutares.Also warten wir die Konditionen ab und ob für Institutionelle - darauf deuten die "interessierten Investoren" hin oder für den breiten Markt. Ob für den das Volumen der Anleihe einen liquiden Handel gewährleisten würde, könnte zu Zweifeln führen.

Das Muster: "Aus einer unerwünschten Einheit eines Konzerns durch Umstrukturierung, Schaffung effektiver Strukturen und passenden Zukäufen ein konkurrenzfähiges Unternehmen mit hohen Zuwachsraten schaffen" funktioniert derzeit, also warum nicht das Momentum nutzen.

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ZUKÄUFE kurz vor Jahresende

Mutares kam am 24.12. mit der Information, dass die Integration der französischen Le Meusienne als Add-on bei Balcke Dürr abgeschlossen sei - man kommt jetzt dort auf einen Jahresumsatz von 150 Mio. EUR, ein Schritt näher zum Exit, am gleichen Tag meldete Aurelius die Übernahme von zwei Carve-Outs der Schweizer Dätwyler Gruppe mit rund 255 Mio. Jahresumsatz. Aber das weren nur die Endpunkte für den bewegten Dezember: Einen Tag zuvor, am 23.12. meldete Mutares die Add-on Investition für die Beteiligung keeeper-Gruppe mit einer Produktion von Servietten und Tissue Papieren in Deutschland, plus 45 Mio. Jahresumsatz. Am 19.12. hatte Mutares bereits 120 Mio. EUR Automotive-Umsatz in Italien von der Tekfor-Gruppe hinzugekauft. Erschien fast wie eine Antwort auf die Aurelius-Akquisition vom 16.12. im Bereich Flugzeugzulieferer mit einem Jahresumsatz von 55 Mio. EUR aus dem Süddeutschen Raum.

Bei Mutares ist ein gewisser Stolz feststellbar, wie aus dem Kommentar zum Tissue-Kauf von Johannes Laumann, CIO von Mutares, herauszuhören ist: "Die enorme Anzahl von 10 Akquisitionen im Jahr 2019 hat uns bereits nahe an das Ziel für 2022 von EUR 2 Mrd. Konzernumsatz gebracht - eine fantastische Leistung unserer Teams in München, Paris, Mailand, London, Helsinki sowie in unseren aktiven Beteiligungen. Der aktuelle Zukauf von Metsä Tissue stellt eine komplementäre Ergänzung zur keeeper Gruppe dar und unterstreicht die Wachstumsstrategie der Mutares Gruppe".

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Der NAV

Auf Basis der Entwicklungen in den Segmenten sowie der relevanten Märkte im dritten Quartal 2019 wurden die Net Asset Values (NAV) für die Segmente zum Stichtag 30. September 2019 aktualisiert und beträgt 12,87 EUR. Die Berechnung des NAV erfolgt als Summe der Bewertungen der Segmente (Vermögenswerte abzüglich des Marktwerts der Schulden zuzüglich Nettofinanzmittel) mit einem firmenspezifischen WACC von 6 % bis 11 % (Durchschnitt: 9 %) und einer einheitlich konservativen Wachstumsrate von 0,5 %. HIER: DIE aktuelle Analyse zu MUTARES kostenlos. Auf der Gewinnerstraße?

Fazit: Mutares handelt aktuell über dem NAV. Schüttet attraktive Dividenden aus, Da in letzter Zeit sowohl bei Aurelius, dem größeren mit ähnlichem Konzept, als auch bei Mutares die Kurse länger unter dem NAV handelten, stellt sich jetzt natürlich die Frage: Generelle Änderung? Oder: Wird der NAV zum 31.12.2019 den Rückstand "aufholen" können? Bei der relativ konservativen NAV-Berechnung, die erst bei Verkäufen den großen Sprung liefert, unwahrscheinlich, Interessante Situation.

Die Köpfe hinter dem Erfolg

Hier geben die Aussagen von zwei Führungskräften in ihrem - etwas älteren - Interview einen klaren Blick auf Herangehensweise und Strategie

Nebenwerte-Magazin: Herr Laik vielleicht erst einmal zur Struktur der Mutares SE & Co. KGaA. Es geht um den Erwerb, den Um- und Aufbau von Unternehmen oder Unternehmensgruppen. Wie ist die Mutares für diesen „Job“ aufgestellt?

Robin Laik: Vielen Dank für die Frage, damit zielen Sie gleich auf’s Wesentliche ab: die Mutares versteht sich als unternehmerischen Investor. Das bedeutet, wie von Ihnen schon angedeutet, dass wir unsere Organisation so aufgestellt haben, dass Expertenteams von uns die erworbenen Unternehmen vor Ort unterstützen. Gemeinsam mit Management und Mitarbeitern des jeweiligen Unternehmens arbeitet, je nach Bedarf, ein Team von 3-6 funktionale Experten für Manufacturing Excellence, Einkauf, Logistik, IT, usw. daran, das Unternehmen wieder wettbewerbsfähig aufzustellen, zu optimieren und zukunftsfest zu machen. Unser operatives Expertenteam umfasst aktuell rund 30 Mitglieder. FORTSETZUNG mit den Aussagen einer weiteren Führungskraft

Aktuell (20.01.2020 / 08:00 Uhr) handeln die Aktien der Mutares AG im Tradegate-Handel bei  13,20 EUR.


Chart: Mutares SE & Co. KGaA | Powered by GOYAX.de

Weitere Informationen

  • ISIN: DE000A0JK2A8

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Das Nebenwerte Magazin richtet seinen Fokus auf die Welt der deutschen Nebenwerte und hat sich zum Ziel gesetzt, Mid-Caps und Small-Caps aus Deutschland mehr in den Blickpunkt zu rücken.

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