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Die 2G Energy AG (ISIN: DE000A0HL8N9), einer der international führenden Hersteller von gasbetriebenen Kraft-Wärme-Kopplungs-(KWK)-Anlagen, steigerte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 wie geplant den Umsatz im Konzern um 10,8 % auf 209,8 Mio. Euro und übertraf damit den bisherigen Höchstwert aus dem Vorjahr (189,4 Mio. Euro) deutlich.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte 2G substanziell um 56,2 % auf 11,5 Mio. Euro (Vorjahr: 7,3 Mio. Euro), entsprechend einer EBIT-Marge in Höhe von 5,5 % (Vorjahr: 3,9 %). Das Geschäft mit Servicedienstleistungen und dem Verkauf von Ersatzteilen hat 2G gegenüber dem Vorjahr erneut überproportional zum Gesamtumsatz um mehr als 20 % auf 78,0 Mio. Euro ausgebaut (Vorjahr: 64,5 Mio. Euro). Dabei wurden diese zusätzlichen Service- und Ersatzteilumsätze zu annähernd gleichen Teilen im In- wie Ausland generiert. Auf ausländischen Märkten erzielte 2G Service- und Ersatzteilumsätze in Höhe von 20,4 Mio. Euro (Vorjahr: 14,1 Mio. Euro), so dass das Ausland inzwischen über ein Viertel zum Gesamt-Serviceumsatz beisteuert. 2G erhöhte den Umsatz mit KWK-Anlagen auf 131,7 Mio. Euro (Vorjahr: 124,9 Mio. Euro). Insgesamt hat 2G im abgelaufenen Geschäftsjahr rund 40 % der KWK-Umsatzerlöse im Ausland erzielt. Die umsatzstärksten Märkte waren das Vereinigte Königreich und Frankreich.

Leitprojekt Lead-to-Lean verbessert Profitabilität nachhaltig

Seit 2017 arbeitet 2G daran, konsequent im gesamten Unternehmen die Lean-Philosophie zu etablieren. Dazu wird seit 2018 stufenweise ein industrielles Prozessmodell implementiert, das unmittelbar positive Effekte bezüglich Effizienz, Qualität, Durchlaufzeiten und Kapazitäten entfaltet. So wurde im Jahr 2018 die Gesamtleistung und damit auch die Kapazität um 16 % auf nunmehr 221,1 Mio. Euro (Vorjahr: 190,5 Mio. Euro) ausgeweitet. Die Gesamtleistung beinhaltet für das Jahr 2018 eine Bestandserhöhung an fertigen und unfertigen Erzeugnissen von 10,8 Mio. Euro (Vorjahr: Bestandsreduzierung: 2,3 Mio. Euro). Diese deutliche Bestandserhöhung enthält gem. HGB nicht die zu erwartende Marge bei ordnungsgemäßer Verumsatzung.

Aufgrund der im Lead-to-Lean-Prozess eingeleiteten Effizienzmaßnahmen hat 2G die Personalaufwandsquote (bezogen auf die Gesamtleistung) um substanzielle 1,2 %-Punkte auf 16,0 % reduziert. Auch die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sank um 0,5 %-Punkte. Beide Kostenarten tragen somit maßgeblich zur Verbesserung der EBIT-Marge bei. Einzig die Materialaufwandsquote stieg im Verhältnis zur Gesamtleistung leicht um 0,7 %-Punkte. Berücksichtigt man bei der Ermittlung der Gesamtleistung auch die zu erwartende Marge auf die Bestandsveränderung, ergibt sich eine Materialaufwandsquote auf dem Niveau des Vorjahres.Den testierten Konzernabschluss und den Geschäftsbericht 2018 wird 2G wie geplant am 10. Mai 2019 veröffentlichen.

Profitabilität rauf

Der Auftragseingang lag im ersten Quartal 2019 bei insgesamt 39,2 Mio. Euro. Damit wurde der Rekordwert des Vorjahres (54,7 Mio. Euro) erwartungsgemäß nicht erreicht, lag jedoch klar oberhalb des Q1-Wertes 2017 (28,7 Mio. Euro) und deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. Die Exportquote erreichte nahezu 50 %, wozu insbesondere ein starker Auftragseingang der US-Tochtergesellschaft beigetragen hat (6,4 Mio. Euro). Vor dem Hintergrund des zum Ende des ersten Quartals weiterhin hohen Auftragsbestands (156,3 Mio. Euro, Vorjahr: 130,5 Mio. Euro) sieht sich der Vorstand in der bereits kommunizierten Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr (210 Mio. Euro bis 230 Mio. Euro) bestätigt. Er ist zudem zuversichtlich, mithilfe weiterer Effekte aus dem Lead-to-Lean-Prozess sowie durch steigende Margenbeiträge aus dem Servicegeschäft die Profitabilität des 2G Konzerns erneut und nachhaltig zu verbessern. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Vorstand vor diesem Hintergrund eine EBIT-Marge zwischen 5,5 % und 7 %.

Ausbau des OEM-Geschäfts - Liefervertrag mit Viessmann geschlossen

2G hat mit der Viessmann Kraft-Wärme-Kopplung GmbH einen OEM-Vertrag zur Lieferung von Antriebskomponenten geschlossen. Ab dem 2. Quartal 2019 wird 2G diese Schlüsselkomponenten zunächst im Leistungsbereich zwischen 250 und 360 kWel. an einen der international führenden Hersteller von Heizsystemen liefern. Viessmann setzt damit in seiner KWK-Sparte auch auf die von 2G entwickelten, effizienz- und emissionsoptimierten Verbrennungsmotorkonzepte.

Internationalisierung - Guter Jahresauftakt

Im Januar beruhigte sich der zuletzt stürmische Auftragseingang etwas. Mit 12,3 Mio. Euro wurde der Rekordwert des Vorjahres von 16,9 Mio. Euro (2017: 6,0 Mio. Euro), der von einer Sonderkonjunktur im Biogas-Bereich geprägt war, erwartungsgemäß nicht erreicht. Gleichwohl liegt der Januar-Auftragseingang sehr deutlich über dem langjährigen Mittel. In der erneut gestiegenen Exportquote (50% nach 45% im Vorjahr) sieht der Vorstand eine Bestätigung der eingeschlagenen Internationalisierungsstrategie.

Lead to Lean - Geplante Kapazitätsausweitung von ca. 10%

Vor dem Hintergrund des sehr hohen Auftragsbestands zum Jahresanfang von 131,5 Mio. Euro (Vorjahr: 95,9 Mio. Euro) ist auch im laufenden Geschäftsjahr 2019 fest mit einer ganzjährig zweischichtigen Nutzung der Kapazitäten zu rechnen. Die im Jahr 2017 begonnene, erfolgreiche Arbeit zur Entwicklung und Implementierung eines industriellen Prozessmodells wird fortgesetzt. So plant 2G durch eine konsequente Umsetzung der Lean-Philosophie und erneute Verkürzung der Durchlaufzeiten, die vorhandenen Kapazitäten um weitere ca. 10% zu steigern und so zusätzliche Ertragspotentiale zu erschließen. Der Vorstand konkretisiert deshalb die Umsatz-Prognose für das laufende Jahr auf eine Bandbreite von 210 bis 230 Mio. Euro (zuvor 200 bis 230 Mio. Euro).

Digitalisierung - Live-Start der intelligenten Serviceassistenz "I.R.I.S."

Die von 2G im Jahr 2018 entwickelte Software I.R.I.S. ("Intelligent Report Information System"-Plattform) ist erfolgreich in Betrieb genommen worden. So werden nun bis zu 400 Millionen Anlagen- bzw. Sensorwerte pro Woche in Echtzeit intelligent ausgewertet und miteinander verknüpft, um logische Rückschlüsse über das aktuelle bzw. zukünftige Verhalten der KWK-Anlagen zu treffen. Diese Informationen lassen sich anschließend im Service nutzen, um mögliche Störungen zu identifizieren, entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten und somit ungeplante Stillstandzeiten zu verhindern. Störmeldungen sollen also vorhergesagt werden, bevor Sie entstehen (sog. "Predictive Maintenance"). Für den Kunden entsteht durch die daraus resultierenden Effizienzgewinne ein echter Mehrwert. 2G verspricht sich neben einer besseren Planbarkeit für den Service und den daraus resultierenden Einsparungen zudem Erkenntnisgewinne über weitere Entwicklungsmöglichkeiten im Bereich von KWK-Anlagen.

Aktuell (11.04.2019 / 10:37 Uhr) notieren die Aktien der 2G Energy AG im Xetra-Handel mit einem kräftigen Plus von 2,20 EUR (+7,24 %) bei 32,60 EUR.


Chart: 2G Energy AG | Powered by GOYAX.de

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