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Die Bastei Lübbe AG (ISIN DE000A1X3YY0) hat heute ihre Zwischenmitteilung für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2018/2019 vorgelegt. Im Berichtszeitraum ist es dem Unternehmen gelungen, deutlich in die schwarzen Zahlen zurückzukehren.

Insgesamt befindet sich das Verlagshaus damit im Rahmen der strategischen Neuausrichtung voll im Plan.

So erwirtschaftete der traditionsreiche Kölner Publikumsverlag im Zeitraum vom 1. April bis 31. Dezember 2018 einen Umsatz in Höhe von 72,2 Mio. Euro und einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 2,1 Mio. Euro. Im Rahmen der seit Anfang 2018 laufenden Restrukturierungsmaßnahmen kam es zu mehreren Veräußerungen von Tochter- und Beteiligungsunternehmen, darunter BuchPartner, BookRix, BEAM Shop und oolipo. Ein Vergleich der Zahlen mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum besitzt auch dadurch nur eine begrenzte Aussagekraft.

Bereinigt um den aufgegebenen Geschäftsbereich "Retail" (BuchPartner) reduzierte sich der Umsatz im Zuge der geschäftstypischen und programmbedingten Schwankungen in den Segmenten "Buch" (inkl. E-Book) und "Games" um rund 17 %. Trotz des Umsatzrückgangs konnte das EBIT bereinigt um den aufgegebenen Geschäftsbereich "Retail" im Berichtszeitraum deutlich um 2,8 Mio. Euro auf 2,1 Mio. Euro (Vorjahr: -0,7 Mio. Euro) gesteigert werden.

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In der Berichtsperiode ist dem Unternehmen unter dem Strich die Rückkehr in die Gewinnzone gelungen. Das Konzernergebnis verbesserte sich signifikant von -10,3 Mio. Euro im Vorjahr auf 0,3 Mio. Euro.

Mit der Konzentration auf das Kerngeschäft bei gleichzeitig erfolgreicher Implementierung eines Effizienzprogramms wurde die Verschuldung im Berichtszeitraum signifikant reduziert. So sank die Netto-Verschuldung (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten abzüglich Zahlungsmittel) gegenüber dem letzten Konzernabschlussstichtag um 7,7 Mio. Euro und betrug zum 31. Dezember 2018 22,4 Mio. Euro. Diese Schuldenreduktion und der Rückbau des Kostenapparats bilden das Fundament für künftiges profitables Wachstum deutlich oberhalb der insgesamt stabilen Branchenentwicklung.

Die Verlagssparten Romanhefte und Rätselmagazine, Kinder- und Jugendbuch, Audio und insbesondere LYX gehörten in den vergangenen neun Monaten zu den eindeutigen Wachstums- und Ergebnismotoren innerhalb der Verlagsgruppe.

Die Bereiche Belletristik und Sachbuch konnten nicht vollständig überzeugen. Hier hat Bastei Lübbe mit der Berufung von Simon Decot als Leiter "Programmstrategie" die Weichen im November 2018 bereits gestellt. Er gilt als einer der renommiertesten Programm-Manager der Branche. Unter seiner Führung werden aktuell die Bereiche für die kommenden Geschäftsjahre neu positioniert.

Der Vorstand erwartet für das laufende Geschäftsjahr 2018/2019 gegenüber der bisherigen Prognose einen Konzernumsatz von 90 Mio. Euro (bisher: 95 Mio. Euro). Trotz der erwarteten Anlaufkosten für das Effizienzprogramm in Höhe von insgesamt 2 Mio. Euro sowie Aufwendungen für die Bereinigung des Beteiligungsportfolios in Höhe von etwa 0,5 Mio. Euro rechnet der Vorstand weiterhin bereits im laufenden Geschäftsjahr mit einem positiven operativen Ergebnis (EBIT). Bei einem planmäßigen Verlauf des Schlussquartals geht der Vorstand davon aus, im Gesamtjahr 2018/2019 ein EBIT mindestens am unteren Ende der Prognosebandbreite von 0,5 Mio. Euro bis 2 Mio. Euro zu erreichen. Die aktuelle Finanzplanung des Bastei Lübbe-Konzerns geht nunmehr davon aus, dass die Netto-Verschuldung zum 31. März 2019 unter dem Vorjahr (30,1 Mio. Euro) bei rund 25 Mio. Euro (bisher: auf dem Niveau des Vorjahres) liegen sollte.

"Nach dem turbulenten Vorjahr haben wir uns im laufenden Geschäftsjahr in erster Linie auf die Bereinigung und Effizienzsteigerung konzentriert. Nach diesem Übergangsjahr gehen wir jetzt aktiv an unsere Strategie- und Wachstumsplanung. Wir sehen in unserem Markt mittelfristig interessante Optionen, die wir jetzt gezielt angehen", sagt Carel Halff, Vorstandsvorsitzender der Bastei Lübbe AG.

Das wurde 2017/2018 bereits bilanziell bereinigt

Zur Erinnerung: Im Geschäftsjahr 2017/2018 belasten Einmaleffekte das Ergebnis ganz massiv. Aus den außerplanmäßigen Wertminderungen bei den Beteiligungs- und Tochterfirmen oolipo AG, BookRix GmbH & Co. KG, Beam Shop GmbH und B + M Entertainment GmbH, ergab sich insgesamt eine Belastung von rund EUR 5,5 Mio. Der Vorstand hat sich nach einer strategischen und wirtschaftlichen Analyse in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat entschieden, sich von diesen Beteiligungen zu trennen.

Bei den aktivierten Autorenhonoraren belieft sich die nicht Cashflow-wirksame Ergebnisbelastung auf eine Höhe von EUR 8 Mio. Es handelte sich hierbei im Wesentlichen um einen Einmaleffekt, der in der Anpassung des erwarteten Abschreibungsverlaufs begründet ist. Im Januar war der Vorstand noch von einer um EUR 3 Mio. geringeren Belastung ausgegangen. Die zum Jahresabschluss vorgenommene und umfassende Detailanalyse hat einen höheren Abschreibungs- und Wertminderungsbedarf ergeben.

Die im Segment "Digital" geführte Tochtergesellschaft Deadalic Entertainment GmbH konnte ihren Umsatz um rund 40 % auf ca. EUR 9 Mio. erhöhen und hat mit einem EBITDA von rund EUR 3 Mio. die Erwartungen erfüllt. Treiber waren hier insbesondere die erfolgreichen Spiele "Shadow Tactics" und "The Long Journey Home". Allerdings entwickelte und verkaufte sich das mit hohen finanziellen Mitteln entwickelte Blockbusterspiel "Die Säulen der Erde" im letzten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres nicht wie erwartet, so dass hierfür eine außerplanmässige Wertminderung in einer Größenordnung von EUR 3 Mio. nötig geworden ist.

Der Verlust (EBIT) der zum 31. März 2018 entkonsolidierten Beteiligung BuchPartner GmbH belief sich im vergangenen Geschäftsjahr auf rund EUR 6 Mio. Darin enthalten war der abschließende Verlust in Höhe von ca. EUR 1,6 Mio. aus dem erreichten Verkauf der Gesellschaft.

Und was war die Prognose für 2018/2019?

"Der Vorstand sieht die Talsohle erreicht. Im laufenden Geschäftsjahr 2018/2019 erwartet das Unternehmen trotz der Aufwendungen für das Effizienzprogramm in einer Größenordnung von EUR 2 Mio. sowie für die Bereinigung des Beteiligungsportfolios in Höhe von rund EUR 0,5 Mio. bereits wieder ein positives operatives Ergebnis (EBIT) in einer Größenordnung zwischen EUR 0,5 und 2 Mio. Der Umsatz wird im Geschäftsjahr 2018/2019 bei etwa EUR 95 Mio. erwartet. Im nächsten Geschäftsjahr 2019/2020 und in den darauffolgenden Jahren soll mit kleineren Umsatzzuwächsen wieder die normale Ertragsfähigkeit mit einer EBIT-Marge zwischen 6 und 8 Prozent erreicht werden." Gemessen daran sind die ersten 9 Monate sehr gut gelaufen und die Erwartungen scheinen im Gesamtjahr (läuft bis 31.03.2019) übererfüllt zu werden, wenn es nicht irgendwelche Überraschungen im letzten Quartal geben wird. Turn-around-Kurs scheint gehalten zu werden.

Aktuell (14.02.2019 / 09.16 Uhr) notieren die Aktien der Bastei Lübbe AG im Xetra-Handel mit einem Plus von +0,25 EUR (+14,70 %) bei 1,99 EUR.


Chart: Bastei Lübbe AG | Powered by GOYAX.de

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  • ISIN: DE000A1X3YY0

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