Platform Group SE & Co. KGaA treibt ihre Expansion im margenstarken Optikmarkt konsequent voran. Mit der nächsten Übernahme setzt das Unternehmen seinen Wachstumskurs im Segment „Optics & Hearing“ fort – und untermauert damit eine Strategie, die zunehmend für Aufmerksamkeit bei Investoren sorgt.
Nächster Zukauf: The Platform Group stärkt Präsenz im Premium-Segment
Mit der Übernahme der Blickpunkt GmbH Brillen und Contactlinsen in Starnberg baut TPG ihr Filialnetz weiter aus. Der Standort gilt als besonders attraktiv, nicht zuletzt aufgrund einer kaufkräftigen Kundschaft und eines hochwertigen Angebots.
Der Erwerb erfolgt über die Tochtergesellschaft Feine Augenoptik Beteiligungs-GmbH und soll im April 2026 abgeschlossen werden. Damit wächst das Segment weiter gezielt in Regionen mit hoher Wertschöpfung.
Bereits im Jahr 2025 hatte TPG mehrere Optikunternehmen übernommen und damit ein Netzwerk von über 30 Standorten aufgebaut. Die Strategie ist klar erkennbar: gezielte Konsolidierung eines fragmentierten Marktes.
Plattform trifft stationären Handel – das Geschäftsmodell dahinter
Was TPG von klassischen Filialketten unterscheidet, ist die konsequente Verzahnung von Online- und Offline-Geschäft.
Mit der Plattform MyGlasses verbindet das Unternehmen lokale Optiker mit digitalen Vertriebskanälen. Dadurch entsteht ein hybrides Modell, das sowohl die Reichweite des E-Commerce als auch die Beratungskompetenz stationärer Fachgeschäfte nutzt.
Für Anleger ist genau dieser Ansatz entscheidend. Denn Plattformmodelle bieten Skalierungsmöglichkeiten, während stationäre Standorte stabile Umsätze liefern. Die Kombination aus beiden Welten kann langfristig zu überdurchschnittlicher Profitabilität führen.
Hohe Margen als klares Argument
Besonders interessant ist die Profitabilität des Segments. Mit einer EBITDA-Marge von 20 bis 25 Prozent gehört „Optics & Hearing“ bereits jetzt zu den margenstärksten Bereichen innerhalb der Gruppe.
Das macht den Ausbau strategisch besonders sinnvoll. Während viele E-Commerce-Modelle unter Margendruck stehen, zeigt TPG hier ein Segment, das sowohl Wachstum als auch hohe Erträge liefert.
Die Integration weiterer Standorte dürfte diesen Effekt weiter verstärken, insbesondere wenn Synergien über die Plattform gehoben werden.
The Platform Group: Konsolidierung eines fragmentierten Marktes
Der deutsche Optikmarkt ist stark fragmentiert und bietet damit ideale Voraussetzungen für eine Buy-and-Build-Strategie.
Genau hier setzt TPG an. Durch gezielte Übernahmen hochwertiger Fachgeschäfte entsteht Schritt für Schritt ein skalierbares Netzwerk. Gleichzeitig bleibt die lokale Verankerung erhalten – ein wichtiger Faktor in einem beratungsintensiven Markt wie der Augenoptik.
Langfristig könnte sich daraus eine marktführende Plattform entwickeln, die sowohl Endkunden als auch unabhängige Optiker adressiert.
Nächster Schritt: Plattform-Integration lokaler Optiker
Ein zentraler Hebel für zukünftiges Wachstum liegt in der Anbindung weiterer lokaler Optiker an die Plattform.
Damit würde TPG nicht nur über eigene Standorte wachsen, sondern auch als Infrastruktur-Anbieter für externe Partner fungieren. Dieses Modell erinnert an erfolgreiche Plattformstrategien in anderen Branchen, bei denen Netzwerkeffekte eine entscheidende Rolle spielen.
Je mehr Partner angebunden werden, desto größer wird die Reichweite – und desto stärker die Skaleneffekte.
Einordnung für Anleger: Hidden Champion mit Plattform-Fantasie?
Die Entwicklung des Segments „Optics & Hearing“ zeigt, wohin die Reise bei TPG gehen könnte. Das Unternehmen baut systematisch ein margenstarkes Geschäftsfeld auf, das sich deutlich vom klassischen Onlinehandel abhebt.
Für Investoren ergibt sich daraus eine interessante Mischung aus:
stabilem stationären Geschäft, skalierbarem Plattformmodell und attraktiven Margen.
Gerade im Small-Cap-Bereich sind solche Kombinationen selten. Sollte es TPG gelingen, die Strategie konsequent umzusetzen und weitere Synergien zu realisieren, könnte sich das Segment zu einem zentralen Werttreiber entwickeln.
Die jüngste Übernahme ist dabei ein weiterer Baustein – und ein klares Signal, dass das Wachstumstempo hoch bleibt.









