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TecDAX | Evotec: Trotz Flut neuer Perspektiven steigende Shortposition auf sowieso schon hohem Niveau – ???

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tecdax news nebenwerte magazin20.08.2020 – Evotec SE (ISIN: DE0005664809) liefert Schlag auf Schlag: Heute eine Kooperationserweiterung mit Centogene, die sich auf das Protein-Target Glukozerebrosidase (“GBA”), mit Fokus auf die Gaucher-Krankheit, einer genetischen und vergleichsweise häufig vorkommenden lysosomalen Speichererkrankung, fokussiert. Beide Unternehmen beabsichtigen eine Behandlungsoption für die Mehrheit der Patienten zu entwickeln.Wieder eines der Zukunftsprojekte von denen Evotec in den letzten Wochen so viele bieten konnte:Zuerst im letzten Monat die Kooperation mit Quantro – ein Zukunftsprojekt – am 05.08. die neue Kooperation mit Secama mit viel Zukunftsmusik , 11.08.2020 die Einlizenzierung eines neuartigen Breitbandantibiotikums, am Dienstag (18.08.2020) eine Kooperation mit Novo Nordisk die X-mal jeweils 150 Mio. EUR Milestonezahlungen bringen könnte.

UND WAS IST DIE MARKTREAKTION? Bereits seit einigen Wochen geht der Kurs Richtung Süden seit dem Hoch am 22.07.2020 bei 25,65 EUR ging es unter Schwankungen runter bis auf aktuell: 22,78 EUR (nahezu unverändert zu gestern, 09.38 Uhr, Frankfurt). Woran liegt’s, könnte man sich fragen. Während andere Biotechnologie-Unternehmen immer neuen Höchststände antesten, CureVac einen fulminanten Börsengang hinlegte, BioNTech ein Multimilliardenunternehmen geworden ist, ist die bereits jetzt profitable, viel breiter aufgestellte Evotec relativ gesehen kräftig zurückgeblieben. Wieso? Vielleicht weil man nicht am Corona-Hype teilnimmt? Vielleicht weil steigende Shortpositionen einen grund haben könnten? Die insgesamt relativ hohen Shortpositionen wurden letztens (18.08.2020) vom Hedgefonds AQR Capital auf 1,00 % erhöht. AQR trat meldepflichtig erstmals mit 0,50% am 10.07.2020 in Erscheinung und erhöhte seitdem sukzessive seine Position. Weiterhin halten weitere 7 Hedgefonds insgesamt 11,18% der Evotec Aktien short.

Insgesamt allein 12,18% SHORT an meldepflichtigen Positionen!

Weshalb soviele? Und bei den meldepflichtigen Positionen – mindestens 0,50% des Aktienkapitals – handelt es sich in der Regel “um die Spitze eines Eisberges”. Man kann also insgesamt von wesentlcih höheren Shortpositionen ausgehen. Was wissen die Fonds, was nicht im Aktienkurs abgebildet wird? Kündigt sich hier unterschwellig durch die Zunahme der Positionen und dem langfristigen Beharren der bereits engagierten Fonds etwas an? Positionen zu halten ohne eine klare Strategie und Erwartungshaltung macht für rational handelnde Hedgefonds keinen Sinn, also was …

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Das Centogene Projekt ist kein Gamechanger, aber ein weiterer Pfeil im Köcher

Dr. Cord Dohrmann, Chief Scientific Officer von Evotec, kommentierte:Die Partnerschaft mit CENTOGENE unterstützt und komplementiert unseren Patienten-basierten Forschungsansatz für die Gaucher-Krankheit. Wir schätzen CENTOGENEs Biomarker-Expertise und ihre eigene, auf realen Daten basierte, globale Plattform für seltene Krankheiten, welche perfekt zu unserer iPSC-basierten Wirkstoffforschungs-Plattform passen. Diese Kombination sollte es ermöglichen, krankheitsmodifizierende Therapien für diese unterversorgte Patientenpopulation zu identifizieren.”{loadmodule mod_custom,Nebenwerte – Anzeige in Artikel (Produkt)}

Prof. Arndt Rolfs, CEO von CENTOGENE, sagte: Unsere Zusammenarbeit mit Evotec unterstreicht CENTOGENEs Engagement, Biomarker-Forschung für Orphan Drug-Krankheiten zu beschleunigen, basierend auf unserer globalen Expertise in erblichen Krankheiten. Speziell wollen wir unsere über 20-jährige Erfahrung für die Erforschung der Gaucher-Krankheit einbringen. Mit der Fortsetzung unserer Allianz mit Evotec, werden wir die Erforschung bahnbrechender medizinischer Lösungen für seltene Krankheiten beschleunigen.

Bei der Vielzahl der Kooperationen und Projekte sollte doch auch einiges an Erfolg, an zahlungswirksamen Erfolgen, dieses Jahr noch möglich sein – nicht planbar, nicht berechenbar, aber möglich. Deshalb auch in keiner Prognose “verarbeitbar” – So bietet Evotec immer wieder die Chance für “überraschende Milestoneerreichungen”, aber die hohen Shortpositionen stimmen natürlich nachdenklich. Denn in der Forschung sind auch immer Rückschläge möglich, die natürlich dann auch zu Kursrückgängen führen könnten – aber hier ist Evotec durch die breite Aufstellung von rund 100 Kooperationen/Projekten doch eigentlich relativ resistent oder eben doch nciht?

Unsere Reihe über Wasserstoffaktien:

H2TEIL1: Ballard Power Systems Inc – Kursrakete steigt weiter oder…

H2TEIL2: Plug Power Inc. – Kursdelle+Kaufkurse oder geht es weiter runter?

H2TEIL3: Nel Asa – Elektrolyse, Tankstellen und mehr, Milliardenmarkt. Für Nel?

H2TEIL4:NIKOLA Corp. – TESLA Nachfolger auf dem Weg?

H2TEIL5:SFC Energy AG. – Deutschlands Ballard Power?

H2TEIL6: Linde und Air Liquide – zwei Großkonzerne, die Wasserstoff in der DNA haben oder eben zukaufen können 

H2-Update KW33: Ballard Power droht Aktienflut, Nikola mit Durchbruch, Nel muss am 26.08., Plug Power mit Doppelschlag

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Halbjahreszahlen waren ohne Meilensteinzahlungen unspektakulär

Die Konzernerlöse aus Verträgen mit Kunden stiegen um 12 % auf 231,0 Mio. EUR (H1 2019: 207,1 Mio. EUR) aufgrund einer positiven Entwicklung in allen Geschäftsbereichen, dem erstmaligen Beitrag von Just – Evotec Biologics (16,3 Mio. EUR) und trotz des erwarteten Auslaufens der Zahlungen von Sanofi für den Standort Toulouse ab April 2020 (7,5 Mio. EUR). Außerdem wirkten sich günstige Wechselkurseffekte mit 2,4 Mio. EUR positiv aus.

Davon entfielen 223,2 Mio. EUR auf den Basisumsatz, ein Anstieg um 19 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum (H1 2019: 188,0 Mio. EUR), während die Erlöse aus Abschlags-, Meilenstein- und Lizenzzahlungen auf 7,8 Mio. EUR zurückgingen (H1 2019: 19,1 Mio. EUR). Aufgrund der deutlich geringeren Abschlags-, Meilenstein- und Lizenzzahlungen sowie der wie erwartet ab April 2020 auslaufenden Zahlungen von Sanofi für den Standort Toulouse ging die Bruttomarge auf 23,0 % zurück (H1 2019: 30,8 %).{loadmodule mod_custom,Nebenwerte – Anzeige in Artikel (Produkt)}

Neben den oben genannten “Nach-Perioden-Ereignissen” gab es natürlich auch in der Berichtsperiode Interessantes:

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Evotec unterzeichnete in der ersten Jahreshälfte 2020 mehrere neue Wirkstoffforschungs- und -entwicklungsvereinbarungen, z. B. mit Boston Pharmaceuticals, Ildong sowie weiteren, nicht bekanntgegebenen Partnern und verlängerte oder erweiterte bestehende langfristige Vereinbarungen (z. B. mit Amgen, Takeda). Evotecs hundertprozentige US-Tochtergesellschaft Cyprotex wurde von der US-Umweltschutzbehörde (EPA) erneut als bevorzugter Servicepartner für die nächsten fünf Jahre ausgewählt. Der Vertrag hat einen Wert von bis zu 13 Mio. $.

Evotecs hundertprozentige Tochtergesellschaft Just – Evotec Biologics hatte einen erfolgreichen Start mit dem Bau der J.POD(R)-Anlage, der gut vorankommt, und der ersten J.POD(R)-Kooperation mit MSD zur Entwicklung innovativer Technologien für die Produktion von Biologika von höchster Qualität. Weitere zahlreiche neue Vereinbarungen wurden abgeschlossen (z.B. mit ABL, Ology).

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Es geht um Wachstum, Basis für zukünftige Einmalzhalungen aus Milestones und Zulassungen – finanziert durch solides Basisgeschäft!

“Im Juni 2020 erhielt Evotecs langfristiger Partner Zogenix von der FDA die Marktzulassung für das firmeneigene Medikament FINTEPLA(R) zur Behandlung von Dravet- und LGS-Syndromen und sicherte sich damit für sieben Jahre die Exklusivität für die kommerzielle Nutzung der Orphan-Drug (Medikament für seltene Krankheiten) in den USA. Evotec wird weiterhin der kommerzielle Herstellungspartner von Zogenix sein.

In ihrem zweiten Segment, EVT Innovate, war Evotec im ersten Halbjahr 2020 ebenfalls sehr erfolgreich.

Evotec baute seine führende Position im Bereich iPSC (induzierte pluripotente Stammzellen) aus. Nachdem Evotec die weltweiten Entwicklungs- und Vermarktungsrechte für das iPSC-basierte Diabetes-Zelltherapieprogramm von Sanofi zurückerhalten hat, beabsichtigt Evotec, dieses Programm im Rahmen seiner QRbeta-Initiative voranzutreiben. Mehrere weitere unverpartnerte iPSC-Initiativen zeigten im ersten Halbjahr 2020 sehr gute Fortschritte (z.B. Netzhauterkrankungen).

Evotecs langfristiger Partner, die Bayer AG, entwickelt ihren P2X3-Antagonisten BAY1817080 weiter, ein Wirkstoff, der von Evotec stammt. Die Phase-IIa-PoC-Studie zeigte ein positives Ergebnis bei Patienten mit refraktärem chronischen Husten. Die Vorbereitungen für eine Phase-IIb-Studie bei Patienten mit refraktärem chronischen Husten laufen, ebenso wie die Vorbereitungen für weitere Studien in zusätzlichen Indikationen.

Gemeinsam mit Samsara, Biocapital und KCK initiierte Evotec “Autobahn Labs”, einen neuartigen virtuellen Inkubator (BRIDGE), um einen schnelleren Weg zur Entwicklung transformativer, neuer Therapien zu entwickeln und umzusetzen. Autobahn Labs befindet sich bereits in einer ersten strategischen, in ihrer Art einzigartigen, Partnerschaft mit der UCLA Technology Development Group, um die vielversprechendsten Forschungsbereiche zu identifizieren und voranzutreiben.

In der ersten Hälfte des Jahres 2020 baute Evotec seine Strategie, durch Kapitalbeteiligungen, z.B. in leon-nanodrugs, QUANTRO Therapeutics und Exscientia, Aufwärtspotenzial zu generieren, weiter aus. Weitere Kapitalbeteiligungen erfolgten in Form von Folgeinvestitionen (z.B. Carrick) oder kleinerer Seed-Finanzierungen (z.B. Cajal Neuroscience).”

Alles mit viel Perspektive und innerhalb der Prognose, die bestätigt wird. Wobei – wie bereits gesagt – lassen sich Milestonezahlungen nur bedingt planen und führten in 2019 zu einem “schönen Gewinnsprung”, der so nicht eingeplant war. Ob dasselbe auch in 2020 möglich ist, können wahrscheinlich nicht einmal die Forschungsabteilungen Evotecs mit sicherheit sagen. Das ist der spannende Teil der Evotec-Story, die Auftragsforschung und die Verpartnerungsphasen bringen sichere und berechenbare Erträge und “die Sahne” liefern Erfolge bei diesen Verpartnerungsarbeiten oder eben die Zukunftsprojekte, von denen Evotec einige in der Pipeline hat, wie der Hinweis auf eine Erhöhung der Prognose im Bereich der unverpartnerten Forschungsprojekten, die ab einem gewissen Stand verpartnert werden sollen und ab dann Erträge und Milestonezahlungen generieren können(bisher geübte Praxis zumindest) “Aufgrund vielversprechender Investitionen im Bereich EVT Innovate Anhebung der Prognose für “unverpartnerte F&E-Aufwendungen” auf etwa 45 Mio. € (zuvor etwa 40 Mio. €)” {loadmodule mod_custom,Nebenwerte – Anzeige in Artikel (Produkt_03)}

Aktuell (20.08.2020 / 09.38 Uhr) notieren die Aktien der Evotec SE im Tradegate-Handel mit einem Plus von 0,09 EUR (0,20 %) bei 22,78 EUR. Auch diese Aktie können Sie bereits ab 0,00 EUR auf Smartbroker handeln.


Chart: Evotec AG | Powered by GOYAX.de
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