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Die Aktie der Manz AG (ISIN: DE000A0JQ5U3) fiel im heutigen Handel bisher um über 30%. Grund war eine Gewinnwarnung des Reutlinger Technologieunternehmens.

Im Vorfeld der 9-Monatzahlen, die am 9. November veröffentlicht werden, hat der Vorstand gestern in einer Adhoc unmittelbar nach Xetra-Handelsschluss die Prognose für das Jahr 2015 deutlich reduziert sowie eine Restrukturierung angekündigt.


Abkühlung in China belastet

Wesentlicher Grund für die erneute Korrektur der Prognose liegt in der anhaltenden konjunkturellen Abkühlung in China. Kunden seien seit Wochen deutlich zurückhaltend, was Investitionen betrifft.

So musste Manz erneut Auftragsverschiebungen hinnehmen, die vor allem von Kunden aus Asien stammen. Insgesamt rechnet man für das laufende Jahr daher nun mit Umsätzen von 200 Mio. EUR bis 215 Mio. EUR. Bereits im Juni hatte Manz die Erwartungen gedrosselt. Der Umsatz wurde seinerzeit moderat rückläufig zum Vorjahr prognostiziert. 2014 lag dieser bei 305,9 Mio. EUR. Das EBIT wird weiterhin negativ erwartet, allerdings im mittleren zweistelligen Millionenbereich.


Manz kündigt Restrukturierung an

Aus der jüngsten Entwicklung zieht das Management nun die Konsequenz und wird in den nächsten Monaten ein Restrukturierungsprogramm einleiten. Die wichtigsten Maßnahmen und die damit verbundenen Kosten sollen bis Ende November präsentiert werden. Ziel wird es sein, die globale Kostenstruktur anzupassen, um auf Grundlage des erwarteten Umsatzes in 2016 kostendeckend zu wirtschaften und wieder wachsen zu können. Sicher ist, dass Manz sich auf die Wachstumsmärkte Consumer Electronics und Energy Storage konzentrieren wird.

 


Anleger schmeißen Aktie aus dem Depot

Die Aktie von Manz erlebt heute sein Armageddon. Mit der Gewinnwarnung und der Ankündigung, eine Restrukturierung durchführen zu müssen, hat man die Anleger in Scharen aus dem Titel getrieben.

Um fast ein Drittel stürzte die Aktie auf aktuell 41,15 EUR. Noch im Mai erreichte die Aktie des Hightech-Maschinenbauers das 5-Jahreshoch bei 96,12 EUR. Seitdem hat sich der Börsenwert von Manz mehr als halbiert.

Auch die Analysten von Warburg Research, Equinet und LBBW strichen ihre Kaufempfehlungen und reduzierten ihre Kursziele drastisch. Thomas Rau von Equinet senkte es von 91 EUR auf 45 EUR,, Erkan Aycicek von der LBBW von 64 EUR auf 43 EUR und Thomas Umlauft von Warburg Research von 63 EUR auf 47 EUR.

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