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Wirecard AG (ISIN: DE0007472060) am Abend des 20.05. stellten wir fest "unwesentlich weniger Shorts (120.000 Aktien in 3 Tagen bis Mittwoch Abends) UND jetzt Donnerstag und Freitag: 1.110.000 weniger Aktien short, dass ist schon eine Hausnummer!

Hinzu kommt, dass in dieser Handelswoche sich die Wirecard-Aktie von den Attacken letzte Woche Freitag (bis 72,00 EUR runter) erholt hat. Keine Kursfeuerwerk, aber begleitet von einer starken Woche am Deutschen Aktienmarkt, hat Wirecard sich eine gute Kursbasis erarbeitet für potentiell weitere Kursaufschläge. Neben den FT-Vorwürfen, den Kommunkations- und Organisationsmängeln - an diesen Baustellen arbeitet das Unternehmen erkennbar und nach Meinung vieler auch effektiv, wenn auch noch lange nicht am Ziel - ist das, teilweise natürlich daraus resultierende, hohe Niveau an Shortaktivitäten und das Interesse kapitalstarker Hedgefonds an sinkenden Kursen der Aktie, ein großes Problem für die Longs.

Und genau an diesem Symptom der "Schwächen" Wirecards - seien sie nun schwerwiegend oder nicht - gibt es nun eine erkennbare Besserung: Da die großen Hedgefonds, die aufgrund ihrer Positionsgrößen von mindestens 0,50% meldepflichtig sind, offensichtlich an "ihrer" Wette, das heißt Positionen größtenteils festhalten, müssen wohl einige der "kleineren", mit aufs Boot gesprungenen, Shorts Bedenken bekommen, ob der große Short auf Wirecard letztendlich erfolgreich sein wird. Besser gesagt noch erfolgreicher sein wird. Wenn nun aber die kleinen Anleger nervös werden nehmen sie den großen "Wortführern", die beispielsweise pressewirksam Starfanzeigen kommunizieren (TCI letzte Woche) können, die Kraft, das Volumen. Man muss bedenken, dass "nur" 10,88% derzeit meldepflichtige Shortpositionen sind (Bundesanzeiger, Stand 22.05.2020), der Rest wird natürlich teilweise auch größere Adressen leicht unter 0,50% beinhalten, aber auch eine Vielzahl von kleineren Anlegern. DER REST SIND immerhin 14,27% - wenn sich hier die "Auflösungserscheinungen" fortsetzen würden, kämen irgendwann auch die Größeren unter Zugzwang...

Und wieso verlieren die "Kleineren" Anleger/Shorts das Vertrauen in einen weiteren Kursverfall - anders als bei VARTA, wo immer noch die Shortquote auf hohem Niveau leicht steigt, übrigens auch bei den Großen (wir berichteten Gestern) - möglicherweise Ermüdungserscheinungen, möglicherweise stellt man fest, dass selbst die "stärksten medialen Angriffe" nur noch entweder zu kurzfristigen Downs (Al Alam-Schließung) führen, die sich innerhalb von Stunden wieder egalisieren oder zu gar keinen erkennbaren Rückschlägen (TCI-Anzeige) und so die "Party" ihren schönsten Teil schon hinter sich hat? Möglicherweise macht man sich Gedanken über die Auswirkungen des Vorstandsrevirements, die sehr guten Quartaslzahlen, die anstehende Bilanz 2019, die KPMG-Prüfung der gesamten Drittpartnergeschäfte in 12/2029 mit dem möglicherweise klaren Signal, dass zumindest 2019 unzweideutig und dokumentiert ist, oder...

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Auch dass man die illiquiden Tage jetzt relativ unbeschadet überstanden hat

spricht für einen möglichen Umschwung oder vielleicht doch nur für die Ruhe vor dem Sturm? Bei Wirecard war in der Vergangenheit vieles möglich und die neugeschaffenen Strukturen, insbesondere im Compliance, müssen erst noch ihr "DAX-Niveau" beweisen. Die Kursentwicklung insgesamt war diese Woche "befriedigend", wobei der Ausbruchsversuch am Mittwoch der bei über 86,00 EUR wieder "zurückprallte", möglicherweise enttäuschte.

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Der Rückgang der Shorts an diesen beiden illiquiden Tagen hat möglicherweise ein weiteres Zurückkommen des Kurses verhindert. An solchen Tagen gab es in der Vergangenheit öfters "Gerüchte" oder konzertierte Shortaktivitäten oder Presseartikel plus Abverkäufe. Also spannende Tage unbeschadet überstanden - aus Long-Sicht.

"WDI GR short int is $2.63BN;28.88MM shs shorted;25.15% of float; 6.50% fee & rising.Shs shorted up +3.17MM shs,+12.3%,over last 30 days as price fell -32% & down -1.23MM shs,-4.07%,last week.Shorts up +$725MM in 2020 mark-to-market profits; +$15MM on today's -0.55% move" S3 Partners LLC, Ihor Dusaniwsky, 22.05.2020

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Das "Musik" in der Wirecard-Aktie ist zeigen die häufigen §40-Meldungen, die oftmals kleinere oder auch größere Veränderungen in den Stimmrechtsbeständen der meldepflichtigen Aktionäre melden. Während die Fondsgeselslchaften wie DEKA, Union Investment oder DWS "normal" hauptsächlich in physische Aktien investieren (Blackrock weicht heirvon ab und ist auch in der Aktienleihe engagiert), sind die großen amerikanischne Banken eher sehr gering in physische Aktien investiert, sondern eher in Derivaten (Calls - Recht zu kaufen, Puts - Recht zu verkaufen, resp. Pflicht zu kaufen), Swaps (Zins gegen Kursentwicklung) oder eben Rückübertragungsansprüche (Aktienleihe). Jedenfalls sind diese Instrumente bei volatilen, sehr liquiden Werten lukrativ  - offensichtlich - aber nicht unbedingt kurssteigernd. Jedenfalls Aktivitäten ohne Ende- wegen der zeitverzögerten Meldungen eher erklärend (Wieso gab es diese Kursentwicklung?) als zukunftsweisend  für den Anleger (Was bedeutet dass?). Während die kürzlichen Positionsreduktionen bei DWS und DEKA klar eine geänderte Sichtweise der Kurs-Chancen Wriecards ausdrückten, sind die teilweise extremen Schwankunegn bei den amerikansichen Adressen zwiespältiger in ihrer Aussagekraft. Jedenfalls (alles Meldungen vom 20.05.): Eigentlich war die BoA aus dem Kreis der meldepflichtigen Aktionär "ausgestiegen" bevor sie am 12.05. quasi von = auf 100 wieder einstieg: Physische Aktien plus 0,44 % auf 0,49% und gewaltige 4,85% derivativ gehaltne Stimmrechte plus, von quasi 0 - WIEDER IM SPIEL, ob dass gut für die Kursentwikclung ist - man wird sehen. Am Folgetag weitere Aktivitäten: Die BoA erhöhte graduell ihren Bestand physischer Aktien (13.05: +0,05%) und reduzierte die Derivatepositionen (13.05: -0,14%); und am 22.05.eine weitere BoA-Meldung für den 14.05., wieder graduell mehr physische Aktien (+0,02% auf 0,56%) und mehr derivativ gehaltene Stimmrechte (+0,14% auf 4,85%), wahrscheinlich Montag die nächste Meldung für ...

Rückkäufe laufen weiter

Die aktuelle Wasserstandsmeldung des Rückkaufsprogramms, dass mitllerweile insgesamt 1.183.210 Stück Aktien aus dem "Handel genommen worden sind: "Im Zeitraum vom 13. Mai 2020 bis einschließlich 20. Mai 2020 wurden insgesamt 97.300 Stück Aktien im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms 2019/I erworben. Der Beginn des Aktienrückkaufprogramms 2019/I wurde mit Bekanntmachung vom 4. November 2019 gemäß Artikel 5 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und gemäß Art. 2 Abs. 1 der delegierten Verordnung (EU)2016/1052 mitgeteilt."

Operative Meldung diese Woche

Am 20.05.2020 endlich mal keine Strafanzeigen, geschlossene Dubai-Firmen oder Gerüchte, sondern einfach "nur" einer der Gründe, warum Wirecard immer noch einer der am schnellsten wachsenden Paymentdienstleister ist. Die Bereitschaft - zukünftig weiterhin im Aufgabenbereich des CEO Markus Braun - um die Ecke zu denken, neue Möglichkeiten zu unterstützen, die Bezahlvorgänge einfacher machen oder schneller machen: 

Mobile Werbung/Kundenaktivierung per SMS oder Whatsapp oder Telegram und direkte Zahlungsmöglichkeiten per Nachrichtlink ohne "wechseln zu müssen" - Angebot von Wirecard und websms. websms bietet Unternehmen direkt per Nachrichtendiensten-Werbung, die derzeit extrem hohe Öffnungs- und Erfolgsraten aufweist, ihre Produkte beispielsweise bei Lieferbarkeit, neuen Modellen oder whatever anzubieten. SMS ist offensichtlich noch nicht tot und der Restist auch noch relativ neu im Werbemark

"Basis für die Kooperation von websms und Wirecard sind die vielfältigen Synergieeffekte zwischen den Unternehmen, die jeweils als Pioniere in den Bereichen Mobile Messaging und Digital Payment gelten: Während websms als Marktführer im DACH-Raum digitale Kommunikationslösungen für Unternehmen jeglicher Größe und Branche entwickelt, stellt Wirecard innovative Zahlungslösungen für die größten digitalen Payment-Systeme, wie Apple Pay, Google Pay oder PayPal zur Verfügung. „Wer in einer Branche, in der sich alles um die Digitalisierung dreht, erfolgreich sein will, muss Trends nicht nur aufgreifen, sondern diese proaktiv gestalten. Durch die smarte Integration von Digital Payment in den Conversational Commerce werden Wirecard und websms genau das tun“, so Roland Toch, Managing Director Central Eastern Europe bei Wirecard.

Oder kontaktloses Zahlen im Supermarkt der Zukunft ohne Kassen - auch hier mischt Wirecard vorne mit, erinnern sie sich noch an unseren Artikel vom 06.02.? "Zukunft startet jetzt" - Pilotprojekt am Münchener Flughafen?

Aktuell (23.05.2020 / 09:59 Uhr) notierten die Aktien der Wirecard AG im XETRA-Handel zum Schluss Freitag mit einem Plus von 0,08 EUR ( 0,07 %) bei 83,30  EUR. Auch diese Aktie können Sie für nur 4,00 EUR auf Smartbroker handeln.

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Chart: Wirecard AG | Powered by GOYAX.de

Weitere Informationen

  • ISIN: DE0005664809, NL0012044747, US09075V1026

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Das Nebenwerte Magazin richtet seinen Fokus auf die Welt der deutschen Nebenwerte und hat sich zum Ziel gesetzt, Mid-Caps und Small-Caps aus Deutschland mehr in den Blickpunkt zu rücken.

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