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Pfeiffer Vacuum Technology AG (ISIN: DE0006916604),ein weltweit führender Anbieter von Vakuumlösungen gibt die Prognose für das Geschäftsjahr 2019 bekannt.

Im laufenden zweiten Quartal 2019 zeigt sich die Auftragslage unverändert verhalten. Eine Erholung im zweiten Halbjahr ist ungewiss, jedoch durchaus möglich. Auf Basis der aktuellen Situation rechnen wir derzeit mit einem Umsatz für das Gesamtjahr in einer Bandbreite von 640 bis 680 Mio. Euro. Die EBIT-Marge wird voraussichtlich zwischen 12 und 15 Prozent betragen.

Ungeachtet der aktuellen Marktschwäche sind wir davon überzeugt, dass die zugrundeliegenden Wachstumstreiber für unser Geschäft, wie Elektromobilität, Energiewende, Biotechnologie und Nanotechnologie intakt sind. Daher bestätigen wir unsere mittelfristigen Ziele für weiteres Umsatzwachstum bei einer EBIT-Marge von über 20 Prozent. Erst gestern berichteten wir über die Synergieeffekte der Partnerschaft mit der Busch Gruppe. Diese Einsparmöglichkeiten scheinen wichtiger als je, um ein gutes Ergebnis im wohl schwächeren Marktumfeld zu erreichen.

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Bereits im ersten Quartal...

gab es Bremsspuren in der Entwicklung. Der Umsatz ging wie erwartet um 9,8 % auf 153,7 Mio. Euro zurück (Vorjahr: 170,4 Mio. Euro). Hierfür ursächlich waren im Wesentlichen nachlassende Investitionen im Halbleiter- und Beschichtungsmarkt. Die geopolitischen Unsicherheiten in Europa, Asien und den USA haben die Zurückhaltung der Kunden in den betroffenen Regionen verstärkt.

Das EBIT des ersten Quartals 2019 lag mit 18,1 Mio. Euro um 33,9 % unter dem Wert des Vorjahres (27,5 Mio. Euro), was einer EBIT-Marge von 11,8 % entspricht (Vorjahr: 16,1 %). Neben dem Rückgang des Umsatzes wirkte sich die auf weiteres Wachstum ausgerichtete Kostenbasis negativ auf die Entwicklung von Ergebnis und Marge aus.

Der Auftragseingang verzeichnete mit 148,8 Mio. Euro einen Rückgang von 23,3 % gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres (EUR194,0 Mio. Euro). Die Book-to-Bill-Ratio blieb stabil mit 0,97 und entsprach damit dem Wert des vierten Quartals 2018.

Nathalie Benedikt, CFO der Pfeiffer Vacuum Technology AG, kommentierte bereits relativ pessimistisch die Ergebnisse des ersten Quartals 2019: "Die prognostizierten schwächeren Auftragseingänge und Umsätze haben sich im Ergebnis des ersten Quartals bestätigt. Gleichwohl haben wir den Konzern auf weiteres Wachstum ausgerichtet. Erhöhte Kosten wirken zunächst belastend auf die Profitabilität. Langfristig sehen wir Umsatz und EBIT-Margen intakt und bestätigen unsere Langfristziele."

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Licht und Schatten

Die Marktsegmente von Pfeiffer Vacuum entwickelten sich im ersten Quartal sehr unterschiedlich. Der Halbleitermarkt verzeichnete bei einem Rückgang um 23,7 % ein Volumen von 53,5 Mio. Euro (Vorjahr: 70,1 Mio. Euro). Mit 34,8 % (Vorjahr: 41,4 %) hat der Halbleitermarkt den größten Anteil am Gesamtumsatz. Die Umsätze im Beschichtungsmarkt reduzierten sich um 13,7 % auf 21,6 Mio. Euro (Vorjahr: 25,1 Mio. Euro). Mit 14,1 % (Vorjahr: 14,7 %) konnte der Beschichtungsmarkt seinen Anteil am Gesamtumsatz nahezu halten. Im Markt für Analytik erhöhte sich der Umsatz um 5,1 % auf 30,2 Mio. Euro (Vorjahr 28,7 Mio. Euro). Mit einem Anteil von 19,6 % am Gesamtumsatz ist die Bedeutung des Geschäfts mit Analytik ist im Vergleich zum Vorjahr weiter gestiegen (Vorjahr: 16,8 %). Das heterogene Marktsegment Industrie, mit Kunden aus Sektoren von Automobil- bis Pharmaindustrie, konnte einen Umsatzanstieg von 10,8 % auf 33,9 Mio. Euro (Vorjahr: 30,6 Mio. Euro) verzeichnen. Mit einem Anteil von 22,1 % ist Industrie der zweitstärkste Kundenmarkt nach dem Halbleitermarkt (Vorjahr: 18,0 %). Der Umsatz im Marktsegment Forschung & Entwicklung ging um 8,6 % zurück auf 14,5 Mio. Euro (Vorjahr 15,9 Mio. Euro). Der Anteil am Gesamtumsatz blieb mit 9,4 % nahezu konstant (Vorjahr: 9,3 %).

Das Bruttoergebnis ist im Berichtszeitraum um 13,6 % auf 55,7 Mio. Euro gesunken (Vorjahr: 64,4 Mio. Euro). Dies entspricht einem Rückgang um 8,7 Mio. Euro. Die Bruttomarge hat sich um 1,6 Prozentpunkte auf 36,2 % reduziert (Vorjahr: 37,8 %). Trotz des Rückgangs im Umsatz war die Bruttomarge unterproportional belastet. Ursächlich hierfür war im Wesentlichen ein vorteilhafter Produkt- und Kundenmix. Das Finanzergebnis von -0,2 Mio. Euro entspricht bei einem unverändert niedrigen Zinsniveau im Euroraum in etwa dem des Vorjahres von -0,1 Mio. Euro. Die Steuerquote erhöhte sich um 0,5 Prozentpunkte auf 28,2 % (Vorjahr: 27,7 %).

Das Ergebnis nach Steuern ist um 34,7 % auf 12,9 Mio. Euro gesunken (Vorjahr: 19,8 Mio. Euro). Die Umsatzrentabilität nach Steuern - das Verhältnis von Ergebnis nach Steuern zu Umsatz - liegt bei 8,4 % (Vorjahr: 11,6 %). Parallel zum Ergebnis nach Steuern hat sich das Ergebnis je Aktie auf 1,31 Euro reduziert (Vorjahr: 2,00 Euro).

Heute auf der Hauptversammlung wird wahrscheinlich noch näher auf die geänderte Prognose eingegangen werden. Man darf gespannt sein.

Aktuell (22.05.2019 / 09.31 Uhr) notieren die Aktien der Pfeiffer Vacuum Technology AG im Xetra-Handel mit einem Minus von -3,60 EUR ( -2,59%) bei 135,50 EUR.

 


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