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Die Wirecard AG (ISIN: DE0007472060), der global führende Innovationstreiber für digitale Finanztechnologie, gerät immer mehr in wilde Gewässer. Amerikanische Anwälte sind bekannt für ihre Unbequemlichkeit und hohen Kosten.

 

Auf Business Wire fand sich vor einigen Tagen bereits folgender Aufruf: " Rosen Law Firm, a global investor rights law firm, announces it is investigating potential securities claims on behalf of shareholders of Wirecard AG (OTC: WCAGY, WRCDF) resulting from allegations that Wirecard may have issued materially misleading business information to the investing public (...)" Man stürzt sich allenthalben auf die in der Öffentlichkeit angeschlagene wirecard. Auf www.schallfirm.com wirbt eine andere amerikanische Kanzlei um klagewillige Aktionäre: " The Schall Law Firm, a national shareholder rights litigation firm, announces that it is investigating claims on behalf of investors of Wirecard AG (“Wirecard” or “the Company”) (OTC: WCAGY, WRCDF) for violations of §§10(b) and 20(a) of the Securities Exchange Act of 1934 and Rule 10b-5 promulgated thereunder by the U.S. Securities and Exchange Commission.The investigation focuses on whether the Company issued false and/or misleading statements and/or failed to disclose information pertinent to investors. (...)" Und hier sind nur zwei Beispiele von einigen Großkanzleien.

So können und werden wahrscheinlich hohe Kosten auf Wirecard neben dem sowieso schon vorhandenem Imageschaden hinzukommen, Ausgang offen, wie bei amerikanischen Schadensersatz-Prozessen üblich - sofern die Klagen zugelassen werden. Jedenfalls werden die Anwaltskosten für wirecard immens sein. Nicht wirklich schön, selbst wenn die Vorwürfe haltlos sein sollten, liegt hier Zündstoff für eine lange Zeit.

sentifi.com

Nebenwerte-Magazin Sentifi

Operativ liefert Wirecard derzeit wenig wirklich Mitreißendes, eher Nachrichten, die bemüht nach business-as-usual aussehen. Trotzdem wollen wir sie nicht unter den Tisch fallen lassen.


Technische Innovation

Wirecard präsentierte gestern (12.02.2019)  Virtual Express eine neue Lösung für die sofortige und zuverlässige Bereitstellung von digitalen Geldmitteln, etwa im Rahmen von Rückerstattungen, Incentives und Prämien. Die neue Funktionalität wurde speziell für mobile Wallets entwickelt. Die Nutzung mobiler Wallets gewinnt weltweit an Bedeutung; die wichtigsten mobilen Zahlungsdienste erlebten 2018 einen starken Anstieg der Akzeptanz. Virtual Express ist ab sofort für Kunden in den USA verfügbar und wird im Laufe des Jahres in weiteren Regionen erhältlich sein.

Virtual Express ist Teil einer Reihe von digitalen Zahlungslösungen, die die betriebliche Effizienz von Unternehmen verbessern und gleichzeitig zusätzlichen Komfort für Endnutzer bieten. Die neue Funktion ist besonders wertvoll für Unternehmen, die das Markenengagement im Rahmen von Loyalitäts- und Incentive-Programmen verbessern wollen. Virtual Express ermöglicht es Benutzern, direkt auf Geld zuzugreifen und den Schritt der Kartenregistrierung zu überspringen. Dadurch werden Reibungsverluste im Zahlungsprozess vermieden und den Verbrauchern die schnelle und einfache Verfügbarkeit der Gelder ermöglicht. Für Unternehmen erhöht dies die Einlöserate und das Kundenengagement.

Unternehmen, die solche digitalen Zahlungslösungen einsetzen, erzielen erhebliche Kosteneinsparungen gegenüber der Ausstellung von Schecks – weniger als 1 US-Dollar im Vergleich zu bis zu 12 US-Dollar pro Scheck. Außerdem hält die digitale Bereitstellung die Verbraucher im mobilen Ökosystem, verlängert deren Engagement und erhöht deren Gesamtausgaben.

„Die Schlüsselfaktoren, die zur fortschreitenden digitalen Transformation beitragen, sind die Fähigkeit der Unternehmen, Verbraucherpräferenzen zu bedienen, ein hervorragendes Kundenerlebnis zu bieten und in Echtzeit zu liefern“, sagt Deirdre Ives, Regional Managing Director North America bei Wirecard. „Virtual Express erfüllt genau diese Anforderungen, und wir freuen uns sehr, damit Mehrwert und Komfort für unsere Kunden und deren Endkunden zu erhöhen. Wirecard ist branchenweit führend, wenn es darum geht, die Erwartungen der Verbraucher richtig zu antizipieren und innovative Produkte zu liefern, die gut ankommen.“

Die User Experience von Virtual Express ist einfach und schnell. Ein Kunde klickt in einer Begrüßungs-E-Mail auf einen sicheren Link, akzeptiert die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und kann dann wählen, ob er sofort online shoppen möchte oder seine Zahlung mit seiner bevorzugten Wallet vornehmen möchte, um überall dort einzukaufen, wo mobile Wallets akzeptiert werden.

Wie alle digitalen Zahlungstechnologien von Wirecard kombiniert Virtual Express Kernkompetenzen des Unternehmens – wie etwa intelligente Datenerfassung und -analyse, hochinnovative Lösungen sowie globale Zahlungsverkehrs- und Bank-Expertise – zur Optimierung der Kundenbeziehungen.

Sony Uhren nutzen Wirecard

Heute wird gemeldet: Sony bringt seine neue wena-Uhrenlinie in Großbritannien und Irland auf den Markt. Die Uhrenbänder nutzen unter anderem NFC-Technologie, damit der Träger kontaktlos mit nur einem Tap bezahlen und somit einfach, schnell und sicher alltägliche Transaktionen durchführen kann. Wirecard agiert dabei mit seiner Mobile Payment App boon als Issuer. Mit boon für iOS und Android können Kunden der wena-App eine virtuelle Karte hinzufügen und das automatische Aufladen von Guthaben einrichten, so dass jeder einfach und bankenunabhängig auf digitale Gelder zugreifen kann.

Georg von Waldenfels, Executive Vice President Group Business Development bei Wirecard, sagt: „Die Zusammenarbeit zwischen Wirecard und Sony verbindet das Beste aus zwei Welten. Zum einen können Aktivitäten mit boon verfolgt und mobile Zahlungen getätigt werden, zum anderen wird die Payment-App in ein modisches, intelligentes Wearable integriert. Damit kommt ein ganz neuer Lifestyle-Aspekt in den stark wachsenden Markt für mobile Zahlungen. Wir freuen uns, einer der ersten Launch-Partner für Sony wena zu sein. Unsere Kunden können nun mit ihrer digitalen boon-App ihre Ausgaben verfolgen, Peer-to-Peer- und Online-Zahlungen durchführen und ihr bevorzugtes Wearable am Point of Sale nutzen – ohne ihren Geldbeutel mitnehmen zu müssen. Die Möglichkeit, mit ihrer intelligenten Uhr und boon bezahlen zu können, bedeutet für Verbraucher ein neues Maß an Freiheit im Alltag.“

Die wena-Uhr wurde im Rahmen eines neuen Business Development-Programms von Sony entwickelt, des so genannten Seed Acceleration Program (SAP). Das im April 2014 gestartete Programm fördert Innovationen und bietet Sony-Mitarbeitern die Möglichkeit, neue Ideen zur Unterstützung des aktuellen Geschäfts des Unternehmens und darüber hinaus vorzuschlagen sowie zu entwickeln. 

wena steht für „Wear Electronics Naturally“ und das Band wurde genau in diesem Sinne entworfen. Die Uhr lässt sich austauschen, die Technologie ist in den Verschluss des Armbands integriert und nicht mit dem Zifferblatt verbunden. Das Design der Uhr ermöglicht es dem Träger nicht nur, ein beliebiges Zifferblatt auszuwählen, sondern vereinfacht auch den tagtäglichen Gebrauch. So muss der Träger beim Zahlen keine unbequemen, unnatürlichen Bewegungen mit dem Handgelenk machen, um das Zifferblatt auf das Terminal zu halten. 

Caroline Casey, Vice President, Innovation, Partnerships and Labs - Europe von Mastercard, sagt: „Die Zusammenarbeit mit Partnern, um den Verbrauchern innovative und sichere Zahlungen zu ermöglichen, steht im Mittelpunkt unserer Strategie. Die wena-Uhr von Sony verkörpert dies, indem sie all jenen Verbrauchern, die einen klassischen Zeitmesser bevorzugen, intelligente Funktionalität bietet – modernste kontaktlose Payment-Technologie in Kombination mit Stil und mechanischer Präzision.“

Gregor Klezin, Director of Global Mobile Payment Solutions, NXP Semiconductors, sagt: „Sonys neue wena-Armbänder sind der beste Beweis dafür, wie jedes Gerät dank unserer End-to-End-Lösung für mobile Wallets, dem NXP mWallet 2GO, zum Payment-Gerät werden kann. Sony und NXP haben die Herausforderung erfolgreich gemeistert, neue Formfaktoren im mobilen Zahlungsverkehr zu berücksichtigen und gleichzeitig eine hohe Sicherheit rund um die Uhr zu gewährleisten.“ 

Das intelligente Armband bietet dem Träger auch Telefonbenachrichtigungen wie für Anrufe sowie Mail- und App-Benachrichtigungen über ein ein- oder zweizeiliges Display. Darüber hinaus können Benachrichtigungen mithilfe der 7-farbigen LED-Beleuchtung und Vibration angepasst werden, so dass der Träger mehr Kontrolle darüber hat, wie die Uhr mit ihm kommuniziert. 

Das Band ist auch perfekt für Sportler geeignet, da es Schritte und verbrannte Kalorien aufzeichnet, während die wena „Wrist Active“-Version sogar komplett mit GPS-Tracking und Herzfrequenzsensoren ausgestattet ist.

Das Band ist in zwei Ausführungen erhältlich – Metall und Silikon. Die Serie beinhaltet auch Zifferblätter, die perfekt auf die Armbänder abgestimmt sind. Sony hat mit einigen der besten Schweizer Uhrmacher zusammengearbeitet, um Premium-Qualität zu gewährleisten. 

Die neue wena-Uhrenlinie ist ab sofort in Großbritannien und Irland vorbestellbar.

Und wie gehts weiter mit Wirecard?

Gute Frage. Wenn Singapur nicht zu einer ewig schwärenden Wund für wirecard werden soll, sollten schnellstmöglich alle Feststellungen, Unterlagen und Untersuchungsberichte veröffentlicht werden. Und dann entscheidet der Markt, ob der extreme Kursverfall gerechtfertigt war oder nur eine Chance für Shorts Geld zu verdienen. Jedenfalls die Kursziele der Gesellschaft purzeln fast bei allen Analysten.

Aktuell (13.02.2019 / 12.02 Uhr) notieren die Aktien der Wirecard AG im Xetra-Handel mit einem Plus von -3,39 EUR (-3,33 %) bei 98,46 EUR.


Chart: Wirecard AG | Powered by GOYAX.de

Weitere Informationen

  • ISIN: DE0007472060

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