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Die Infineon Technologies AG (ISIN: DE0006231004) gibt heute das Ergebnis für das am 30. September 2018 abgelaufene vierte Quartal des Geschäftsjahres 2018 bekannt.

"Das vierte Quartal war ein starker Abschluss für ein hervorragendes Geschäftsjahr. Erstmals haben wir mit unseren heutigen Geschäftsbereichen in einem Quartal mehr als 2 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet", sagt Dr. Reinhard Ploss, Vorsitzender des Vorstands von Infineon. "Die Digitalisierung und Elektrifizierung vieler Bereiche des täglichen Lebens sorgen für anhaltend hohe Nachfrage nach unseren Produkten und Lösungen. Wir starten mit gut gefüllten Auftragsbüchern ins Geschäftsjahr 2019 und wollen weiterhin überdurchschnittlich wachsen. Politische und wirtschaftliche Unwägbarkeiten behalten wir im Blick und können bei Bedarf angemessen reagieren."

Viertes Quartal

Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2018 stieg der Umsatz gegenüber dem Vorquartal um 5 Prozent von 1.941 Millionen Euro auf 2.047 Millionen Euro. Aufgrund guter Nachfrage und eines etwas stärkeren Dollar stieg der Umsatz in den Segmenten Automotive (ATV), Industrial Power Control (IPC) und Power Management & Multimarket (PMM) während er im Segment Digital Security Solutions (DSS) leicht zurückging.

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Die Bruttomarge stieg im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres auf 39,8 Prozent nach 38,2 Prozent im dritten Quartal. Darin enthalten waren Aufwendungen für akquisitionsbedingte Abschreibungen und sonstige im Wesentlichen mit der Akquisition von International Rectifier in Zusammenhang stehende Aufwendungen in Höhe von 17 Millionen Euro. Die bereinigte Bruttomarge verbesserte sich auf 40,6 Prozent nach 39,2 Prozent im Vorquartal.

Das Segmentergebnis erreichte im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2018 400 Millionen Euro nach 356 Millionen Euro im dritten Quartal. Die Segmentergebnis-Marge des vierten Quartals erhöhte sich auf 19,5 Prozent. Im Vorquartal hatte sie 18,3 Prozent betragen.

Das nicht den Segmenten zugeordnete Ergebnis betrug im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2018 minus 30 Millionen Euro nach minus 37 Millionen Euro im Vorquartal. Von dem nicht den Segmenten zugeordneten Ergebnis des vierten Quartals entfielen minus 18 Millionen Euro auf die Umsatzkosten, minus 14 Millionen Euro auf die Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten sowie minus 2 Millionen Euro auf die Forschungs- und Entwicklungskosten. Gegenläufig wirkten sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen in Höhe von plus 4 Millionen Euro.

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Im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres verbesserte sich das Betriebsergebnis auf 370 Millionen Euro nach 319 Millionen Euro im Vorquartal. Der Steueraufwand betrug im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres 54 Millionen Euro nach 49 Millionen Euro im Vorquartal. Das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten stieg im vierten Quartal auf 300 Millionen Euro. Im dritten Quartal waren 254 Millionen Euro erzielt worden.

Das Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten betrug minus 159 Millionen Euro nach plus 17 Millionen Euro im Vorquartal. Darin enthalten ist eine Erhöhung der Rückstellungen im Zusammenhang mit der Klage des Qimonda-Insolvenzverwalters wegen angeblicher wirtschaftlicher Neugründung und Differenzhaftung. Die Anpassung der Rückstellungen erfolgte unter Würdigung eines im September vorgelegten Zwischenberichts des gerichtlich bestellten Sachverständigen über seine vorläufige Einschätzung zum Wert der von Infineon in Qimonda eingebrachten Sacheinlagen.

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Aufgrund des negativen Ergebnisses aus nicht fortgeführten Aktivitäten sank der Konzernüberschuss von 271 Millionen Euro im Vorquartal auf 141 Millionen Euro im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2018.

Das Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten stieg im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2018 auf 0,27 Euro (jeweils unverwässert und verwässert). Im Vorquartal hatte es jeweils 0,22 Euro betragen. Das bereinigte Ergebnis je Aktie[2] (verwässert) konnte primär aufgrund des verbesserten Segmentergebnisses im vierten Quartal von 0,24 Euro im dritten Quartal auf 0,28 Euro gesteigert werden.

Die Investitionen, vom Unternehmen definiert als Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte einschließlich aktivierter Entwicklungskosten, betrugen im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres 417 Millionen Euro. Im dritten Quartal waren 280 Millionen Euro investiert worden. Die Abschreibungen erhöhten sich auf 226 Millionen Euro nach 219 Millionen Euro im Vorquartal.

Der Free-Cash-Flow aus fortgeführten Aktivitäten verbesserte sich auf 227 Millionen Euro. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2018 war ein Free-Cash-Flow in Höhe von 192 Millionen Euro erzielt worden. Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten stieg auf 641 Millionen Euro nach 462 Millionen Euro im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2018.

Die Brutto-Cash-Position zum Ende des vierten Quartals des Geschäftsjahres 2018 betrug 2.543 Millionen Euro nach 2.621 Millionen Euro zum 30. Juni 2018. Die Netto-Cash-Position stieg auf 1.011 Millionen Euro nach 792 Millionen Euro zum Ende des Vorquartals.

Dividendenerhöhung winkt

In den vergangenen Jahren hat Infineon die Dividende in mehreren Schritten von 0,10 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2010 auf 0,25 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2017 erhöht. Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr und des positiven Ausblicks für das Geschäftsjahr 2019 soll den Aktionären auf der kommenden Hauptversammlung auch für das Geschäftsjahr 2018 eine Erhöhung der Dividende um 2 Cent auf 0,27 Euro je Aktie vorgeschlagen werden. Mit seiner Dividendenpolitik verfolgt Infineon das Ziel, einerseits die Aktionäre angemessen am Ergebniswachstum zu beteiligen, andererseits auch in Zeiten stagnierender oder rückläufiger Ergebnisse zumindest eine konstante Dividende ausschütten zu können.

Ausblick auf's erste Quartal

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2019 erwartet das Unternehmen bei einem angenommenen EUR/USD-Wechselkurs von 1,15 saisonal bedingt einen Rückgang des Umsatzes gegenüber dem Vorquartal um 4 Prozent plus oder minus 2 Prozentpunkte. In der Mitte der Umsatzspanne wird die Segmentergebnis-Marge etwa 17,5 Prozent betragen.

Jahresprognose 2019

Für das Geschäftsjahr 2019 erwartet Infineon bei einem unterstellten EUR/USD-Wechselkurs von 1,15 einen Anstieg des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr von 11 Prozent plus oder minus 2 Prozentpunkte bei einer Segmentergebnis-Marge von etwa 18 Prozent im Mittelpunkt der Umsatzprognose. Für das Segment Automotive wird erwartet, dass das Umsatzwachstum deutlich über dem Konzerndurchschnitt liegen wird. Beim Segment Power Management & Multimarket sollte der Umsatz in etwa auf der Höhe des Konzerndurchschnitts liegen, während beim Segment Industrial Power Control ein etwas geringeres Wachstum als der Konzerndurchschnitt erwartet wird. Aufgrund der schwierigen Marktlage wird der Umsatz im Segment Digital Security Solutions voraussichtlich um einen mittleren einstelligen Prozentsatz gegenüber dem Vorjahr zurückgehen.

Für das Geschäftsjahr 2019 sind Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte einschließlich aktivierter Entwicklungskosten in Höhe von circa 1,6 bis 1,7 Milliarden Euro geplant. Hierin enthalten sind neben Investitionen, die direkt mit dem Umsatzwachstum korrelieren, auch bereits angekündigte Investitionen in Gebäude, darunter der Bau des Reinraums für die neue 300-Millimeter-Fertigung in Villach in Höhe von circa 200 Millionen Euro. Die Investitionsprognose beinhaltet darüber hinaus circa 100 Millionen Euro aus dem bereits im Juni avisierten Budget in Höhe eines in Summe niedrigen dreistelligen Millionenbetrags für mögliche zusätzliche Umsatzchancen und strukturelle Veränderungen. Die Abschreibungen sollten sich auf etwa 1 Milliarde Euro belaufen, wovon rund 90 Millionen Euro auf Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen hauptsächlich im Zusammenhang mit dem Erwerb von International Rectifier entfallen

INFINEON

Die Infineon Technologies AG ist ein weltweit führender Anbieter von Halbleiterlösungen, die das Leben einfacher, sicherer und umweltfreundlicher machen. Mikroelektronik von Infineon ist der Schlüssel für eine lebenswerte Zukunft. Mit weltweit rund 40.100 Beschäftigten erzielte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2018 (Ende September) einen Umsatz von 7,6 Milliarden Euro. Infineon ist in Frankfurt unter dem Symbol "IFX" und in den USA im Freiverkehrsmarkt OTCQX International Premier unter dem Symbol "IFNNY" notiert.

Aktuell (12.11.2018 / 10:03 Uhr) notieren die Aktien der Infineon Technologies AG im Frankfurter-Handel mit einem Minus von -0,60 EUR (-3,33 %) bei 17,58 EUR.


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