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Der TECDAX verzeichnete im abgelaufenen Börsenjahr eine stolze Performance von +33,50%. Dabei schafften es sechs der 30 Einzelwerte gar auf ein Kursplus von mehr als 100%.

An der Spitze setzte sich Adva Optical mit über 270% und SMA Solar mit mehr als 235%. Aber auch auf den folgenden Rängen reihten sich Unternehmen, die in 2015 zum Kursverdoppler avancierten.

Zu den wenigen Verlierern gehörten vor allem der LED-Spezialist Aixtron, LPKF Laser & Electronics sowie das Biotech-Unternehmen MorphoSys. Insgesamt schnitten nur fünf der 30 Unternehmen das letzte Jahr mit einem Kursverlust ab.


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Best-Index-Performer: Adva Optical stieg in der Spitze um über 300%

Für die Adva Optical Networking SE (ISIN: DE0005103006) und deren Aktionäre war das vergangene Jahr äußerst rundum gelungenes. Nicht nur, dass das Unternehmen den Umsatz und Gewinn kontinuierlich und deutlich steigern konnte, auch der Kurs an der Börse lief wie am Faden gezogen aufwärts.

Ende 2014 beendete der Anbieter von Infrastrukturlösungen für die Telekommunikationsbranche aus Martinsried das Börsenjahr bei einem Schlusskurs von gerade einmal 2,99 EUR. Mit einer Performance von -20% verlief es im Gegensatz zu 2015 wenig erfreulich. Im Verlauf des letzten Jahres stieg die Aktie dann aber unterstützt von immer wieder guten Fundamentaldaten bis Dezember auf ein neues 5-Jahreshoch bei 12,04 EUR. In der Spitze erreichte das Papier ein Kursplus von +302%.

Zwischendurch gab es zwar kurzfristige Korrekturphasen, insgesamt sieht das Jahr Adva Optical am Chart betrachtet jedoch nahezu perfekt aus. Am Ende stand eine Performance von +271,91% zu Buche. Und auch wenn es zu Beginn des neuen Jahres im Zuge des China-Crashs zunächst wieder in Richtung 10 EUR-Marke ging, so bleibt Adva Optical auch in diesem Jahr nach wie vor ein Kandidat für weitere Kursgewinne. Aufgrund des skalierbaren Geschäfts des Unternehmens ist nämlich weiterhin mit ordentlichem Wachstum zu rechnen.

Kaum schlechter lief das Jahr 2015 für das Solarunternehmen SMA Solar Technology AG (ISIN: DE000A0DJ6J9). Das Unternehmen aus Niestetal erreichte mit einer Performance von +238,04% Platz zwei in der Rangliste der besten TECDAX-Performer 2015.

Ein Jahr zuvor hatten die Aktionäre noch einen Kursverlust von -33% wegstecken müssen. 2014 schloss die Aktie bei 15,30 EUR. Auch bei SMA Solar sorgten deutlich bessere Umsatzzahlen, zum Halbjahr konnte man diesen um 26% gegenüber dem Vorjahreszeitraum steigern, und die signifikante Reduzierung des Verlusts für einen Run auf die Aktie. Das Papier des Herstellers von Solarwechselrichtern erreichte kurz vor Jahreswechsel mit 56,01 EUR ein neues Mehrjahreshoch. In der Spitze legte SMA Solar +266% zu.

Weit abgeschlagen, aber dennoch mit einer starken Performance von +154,31% folgt auf Platz drei die GFT Technologies SE (ISIN: DE0005800601). Der IT-Spezialist mit Fokus auf die Finanz- und Logistikbranche stieg erst März in den TECDAX auf und konnte in 2015 ebenfalls fundamental überzeugen. Nach den ersten neun Monaten steigerte das Unternehmen den Umsatz um 42% und hob daraufhin im November die Prognose für das Gesamtjahr an.

Drei weitere Unternehmen aus dem TECDAX wiesen eine Performance von ebenfalls mehr als 100% aus: Die Sartorius AG aus Göttingen (ISIN: DE0007165631) landete dabei auf den vierten Platz mit einem Kursplus von +137,48%. Dahinter folgten die Nemetschek AG (ISIN: DE0006452907) mit +120,19% auf Rang fünf und dicht dahinter die Nordex SE (ISIN: DE000A0D6554) mit 118,26% auf Platz sechs.

Eine starke Performance zeigte auch das soziale Netzwerk Xing AG (ISIN: DE000XNG8888) mit knapp +84% und die Compugroup Medical AG (ISIN: DE0005437305) mit einem Plus von knapp 70%.
 
Insgesamt erreichten zwölf der 30 Einzelwerte eine Outperformance gegenüber dem TECDAX. 21 Unternehmen erzeilten eine Performance von mindestens 20%. Das heißt, wer Anfang letzten Jahres in einen TECDAX-Wert investierte, hatte gute Chancen, mindestens 20% bis Jahresende einzufahren.

 


Worst-Index-Performer: Geplatzter China-Auftrag beschert Aixtron hohe Kursverluste 

Man konnte als Anleger also kaum etwas falsch machen, es sei denn, man hat auf einen der wenigen Verlierer, allen voran Aixtron SE (ISIN: DE000A0WMPJ6), gesetzt. Für den Anbieter von Beschichtungsanlagen für die Halbleiterindustrie war das abgelaufene Jahr ein echtes Desaster.

Vor allem ein geplatzter Großauftrag mit San’an Optoelectronics über die Lieferung von insgesamt 50 Anlagen des Typs AIX R6 sorgte zum Jahresende hin für einen regelrechten Crash der Aktie. Schon im Verlaufe des Jahres sorgte der Aufschub des Auftrags für negative Stimmung. Zumal für die LED-Branche aufgrund von Überangeboten am Markt eh ein weiterhin schwieriges Umfeld besteht. Im Dezember kam dann die Hiobsbotschaft aus China: Der im September 2014 verkündete Auftrag wurde im beiderseitigen Einvernehmen aufgehoben. Lediglich die drei bereits gelieferten Anlagen waren davon unberührt. Doch in Anbetracht der Tatsache, dass Aixtron dadurch die Lieferung von 47 Anlagen stornieren musste, war das natürlich lediglich der berühmte Tropfen auf den heißenn Stein.

Die Aktie von Aixtron fiel um fast -56%. Zeitweise rutschte der Kurs bis auf 3,80 EUR. Vom Schlusskurs 2014 aus gesehen, wo das Papier noch bei 9,37 EUR notierte, bedeutete das einen Kursverlust von knapp 60%.

Ebenfalls hohe Verluste verzeichneten die Aktien von LPKF Laser & Electronics AG (ISIN: DE0006450000) mit einem Minus von -33,52% und von MorphoSys AG (ISIN: DE0006632003) mit -24,77%. Etwas glimpflicher kamen Drägerwerk AG VZ (ISIN: DE0005550636) mit -18,19% und QSC AG (ISIN: DE0005137004) mit -13,32% davon.

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Noch immer stehen deutsche Nebenwerte weitestgehend im Schatten der sogenannten 30 Blue Chips aus dem DAX, dem deutschen Leitindex. Doch so mancher Wert aus dem DAX kam ja einst aus der zweiten und dritten Reihe und war somit selbst einmal ein Mid-cap oder Small-Cap. SDAX, TECDAX und MDAX sind daher sozusagen die Wiege des DAX.

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