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Die Carl Zeiss Meditec AG (ISIN: DE0005313704) hat den Umsatz im Geschäftsjahr 2014/2015 erstmals in der Unternehmensgeschichteauf  über 1 Mrd. EUR gesteigert.

Der Spezialist für Medizintechnik bleibt damit weiter auf Wachstumskurs. Der Umsatz stieg von 909,26 Mio. EUR (Vorjahr) auf 1,04 Mrd. EUR, was einem Zuwachs von 14% entspricht. Ebenfalls steigern konnte man das EBIT, das um 8% auf nunmehr 130,6 Mio. EUR verbessert wurde. Der Gewinn hingegen war mit 65,56 Mio. EUR deutlich rückläufig.


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Starkes Wachstum von Währungseffekten positiv beeinflusst

Insbesondere positive Währungseffekte haben sich bei der deutlichen Umsatzsteigerung auf über eine Milliarde Euro günstig ausgewirkt. Aber auch währungsbereinigt wuchs der Umsatz immerhin noch 8% gegenüber dem Vorjahr.
 
Weiterhin positiv ist die Entwicklung, dass Carl Zeiss Meditec in jeden der drei Geschäftsbereiche Chirurgische Ophthalmologie, Ophthalmologische Systeme sowie Mikrochirurgie und in jede der drei Regionen EMEA, Americas sowie APAC zulegen konnte.

Umsatzstärkstes Segment war erneut der Bereich Ophthalmologische Systeme. Hier erzielte das Unternehmen aus Jena einen Umsatz von 392 Mio. EUR, 12,2% (währungsbereinigt 3,9%) mehr als in 2013/2014. Wachstumsstärkstes Segment war demgenüber die Geschäftseinheit Chirurgische Ophthalmologie mit einem Zuwachs von 22,5% (währungsbereinigt 19%). Der Umsatz belief sich hier auf 355,3 Mio. EUR. Das dritte Segment Mikrochirurgie steuerte im abgelaufenen Geschäftsjahr 292,8 Mio. EUR zum Gesamtumsatz bei. Hier verzeichnete man ein Wachstum von 8,5% (währungsbereinigt 2,7%).

carl zeiss meditec umsatz nach segmenten 2014-2015

Auf die Regionen gesehen, trug Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA) 358,75 Mio. EUR zum Umsatz bei, Asien und der Pazifische Raum (APAC) 319,43 Mio. EUR und Americas 361,88 Mio. EUR.

Mit der außerordentlich hohen Wachstumsrate von +21,9% schob sich die Region Americas vom Umsatz her vor die Region EMEA, die im letzten Jahr noch mit deutlichem Abstand umsatzstärkste Region war. Allerdings war der Zuwachs auch hier vor allem positiven Währungseffekten zu verdanken. Währungsbereinigt betrug das Umsatzwachstum hier „lediglich“ noch 6%. In der Region EMEA, vor allem durch das starke Wachstum in Großbritannien und Deutschland, betrug das Wachstum 9,4%. Stärkste Wachstumsregion war auf währungsbereinigter Basis APAC mit 10,1%, und das obwohl der japanische Markt sich rückläufig entwickelte. Währungseffekte mit inbegriffen wuchs das Geschäft dort um 12,3%.

carl zeiss meditec umsatz nach regionen 2014-2015


Belastungen im Finanzergebnis durch Währungssicherung und Abschreibungen

Trotz des deutlich gesteigerten Umsatzes konnte Carl Zeiss Meditec beim Konzernergebnis deutlich weniger vorweisen als im Geschäftsjahr 2013/2014. Im Vorjahr betrug der Gewinn noch 79,16 Mio. EUR, während er in 2014/2015 mit 65,56 Mio. EUR über 20% niedriger ausfiel.

Zwar konnte das EBIT trotz zusätzlicher Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E) wegen der positiven Währungseffekte unterm Strich um 8% auf 130,6 Mio. EUR gesteigert werden, doch belasteten Währungssicherungen und Abschreibungen das Finanzergebnis, so dass am Ende deutlich weniger Gewinn übrig blieb, als noch im Vorjahr.

Im Einzelnen belasteten die Realisierung von Währungssicherungsgeschäften in Höhe von 8,9 Mio. EUR sowie Abschreibungen im Zusammenhang mit Investitionen in Oraya Therapeutics Inc. von insgesamt 18,9 Mio. EUR. Schon im Oktober hatte Carl Zeiss Meditec in einer Meldung angekündigt, dass man im Zuge eine Werthaltigkeitsprüfung mit Belastungen von bis zu 20 Mio. EUR für die Beteiligung an Oraya Therapeutics Inc. aufgrund von erheblichen Abweichungen vom ursprünglichen Geschäftsplan rechnet.


Aktien von Carl Zeiss Meditec nach Zahlen gefragt

Trotz des Gewinneinbruchs bewerten Anleger die Zahlen des Geschäftsjahres 2014/2015 offensichtlich positiv. Die Aktie notiert am Mittag bei 27,17 EUR und damit +6,47% über dem gestrigen Schlusskurs.

Vor allem das starke Umsatzwachstum dürfte hier der Auslöser für Käufe gewesen sein. Zudem war das Papier im Vorfeld der Zahlen seit Anfang des Monats bis zum 14. Dezember von 27,60 EUR auf 24,72 EUR gefallen.

Ob der heutige Kursanstieg nur als eine kurzfristige Gegenbewegung oder aber als eine Fortsetzung des Aufwärtstrends seit Mitte des Jahres zu bewerten ist, dürfte sich in den kommenden Wochen zeigen. Eines ist demgegenüber schon sicher: Die Dividende wird nach dem rückläufigen Gewinn mit 0,38 EUR je Aktie um 2 Eurocent schlechter ausfallen, als noch im Vorjahr.

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