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sdax news nebenwerte magazin06.07.2020 -Steinhoff International Holdings NV (ISIN: NL0011375019) reagiert auf die Bloomberg-Berichte von Freitag und versucht erstmal den Druck zu reduzieren. Man will sich offensichtlich nicht unter Druck setzen lassen, zu einer schnellen Entscheidung zu kommen. Wahrscheinlich hat Christo Wiese mit seinem Gang an die Öffentlichkeit genau das versucht - "Gas draufzugeben". Aber natürlich darf man nicht vergessen: Es geht für Steinhoff um Alles oder Nichts. Wie wirin unserem Beitrag vom Samstag bereits ausführten: "...Spannende Tage. Der Druck für eine schnelle Einigung ist durch das Öffentlichwerden dieser fortgeschrittenen Gespräche noch mehr gestiegen.".

Und heute reagiert Steinhoff 

schneller als eigentlich von un sheute Morgen noch erwartet ("Div | Spannung garantiert bei BioNTech, Steinhoff, Qiagen und Commerzbank - entscheidende Woche für diese Aktien"). Erstmal Druck rausnehmen ist die Devise. So kann man der heutigen Nachricht einiges an Bestätigungen entnehmen: Erstens die Schadensersatzforderungen sollen möglichst in einem Paket gelöst werdne und nicht "einzeln" an den jeweiligen Gerichtsstandorten (Verfahren in Frankfurt, Schiedsverfahren in Amsterdam, Klagen in Südafrika, Klagen in den USA und Großbritannien udn wahrscheinlich noch weitere). Zweitens wird die Einigungsbereitschaft und die "im gemeinsamen Interesse aller Beteiligten" liegende Einigung auf einen Kompromiss als Kernaufgabe des Managements, wie zuletzt im Geschäftsbericht ebtont, herausgestellt. Und drittens wird die immense Aufgabe alle unter einen Hut zu bringen und überhaupt erstmal den jeweiligen Schaden zu definieren - endend in der klaren Aussage: Bis jetzt noch nichts zu berichten, aber...

"Steinhoff International Holdings N.V. notes the market speculation regarding Steinhoff's continuing efforts to achieve a global settlement of the various litigation claims brought against it in respect of legacy accounting issues announced on 5 December 2017.

Steinhoff has previously announced that it believes a settlement on terms acceptable to the Steinhoff Board to be in the best interests of the Steinhoff Group and its stakeholders. This strategic priority was reconfirmed in the Message from the Management Board that accompanied the Annual Report for the year end 30 September 2019 published on 30 June 2020.

Accordingly, notwithstanding the challenging trading environment Steinhoff continues to assess options, including total settlement value, consideration and terms, for a global settlement of legacy litigation claims and Steinhoff will update the market in due course. It is still uncertain whether any settlement proposal will be announced or whether any settlement will be supported by the Group's stakeholders." (Corporate News Steinhoff International Holdings Nv, 06.07.2020, 08.10 Uhr)

Jedenfalls, das was nicht gesagt wird, ist das es Falschaussagen gäbe. Den worten Christo Weises wird nicht widersprochen - weder bei der Art der geplanten Kompensation (Pepkor Südafrika-Anteile plus Cash) noch in der Aussage, das eine Einigung bevorstehe. Das scheitern möglich ist, ist bei der komplexität des falls selbstverständlich.

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Auch Christo Wiese

hat einiges zu verlieren. Einerseits hat er die größte Einzelforderung gegen Steinhoff, andererseits war er Chairman of the Board und hat in dieser Funktion offensichtlich seine Kontrollpflichten nicht so erbracht, das er die Bilanzmanipulationen, die bereits vor aber auch während seiner Amtszeit, durchgeführt wurden, entdeckt oder verhindert hätte. Also wird auch er sich neben dem alten Management und  DeLoitte ansprüchen auf schadensersatz ausgesetzt sehen. Dieses wird seine Vergleichsbereitschaft weiter erhöhen und möglicherweise wird es ihm wichtiger sein"etwas weniger zu bekommen" , aber dafür die Forderungen der anderen Geschädigten "ein für alle mal " ihm gegenüber als erledigt betrachten zu können. So etwa skönnte in einem vergleich geregelt werden. Beispielsweise: Die Parteien verzichten auf Ansprüche - ob bestehend oder nicht - gegen den Ex-Chairman durch die annahem des Vergleichs.

Also „I’m hopeful it will be soon“ könnte also durchaus möglich sein. So zitierte Bloomberg gestern Christo Wiese auf die Frage nach einer Einigung mit Steinhoff.

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„Wir setzen unsere Reise zur Lösung alter Probleme fort und versuchen der Steinhoff Gruppe und ihren Geschäften Stabilität zu verleihen“

So das Management im Bilanzbericht 2019. Könnte gelingen wenn erstmal die grundsätzliche Einigung steht, sollten die einzelnen Klagegruppen unter Zugzwang geraten. Unser Artikel über den Geschäftsbericht HIER. Und für die an den Originalveröffentlichungen interessierten Leser hier die Links zum

Geschäftsbericht

Statement des Managements zum Bilanzbericht 2019

Aktuell (06.07.2020 / 08.45) notierten die Aktien der Steinhoff International Holdings AG im Frankfurter-Handel kräftig im Plus - prozentual mit über 9,15%, absolut um 0,01 EUR-  bei 0,064 EUR. Die gerüchteküche rumort. Auch diese Aktie können Sie ab 0,00 EUR auf Smartbroker handeln.


Chart: Steinhoff International Holdings NV | Powered by GOYAX.de

Weitere Informationen

  • ISIN: NL0011375019

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