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Die zooplus AG (ISIN: DE0005111702) wächst in den ersten neun Monaten weiterhin stark und hebt die Prognose für das laufende Jahr.

Der Münchener Online-Händler für Tiernahrung und  -zubehör konnte von Januar bis September die Gesamtleistung von 403 Mio. EUR auf nun 531 Mio. EUR um 32% verbessern.

Der Kurs stieg am gestrigen Handelstag aufgrund dieser positiven Meldung von 115,60 EUR in der Spitze auf 127,85 EUR um 10,60% und löste mit dem Sprung über den Widerstand bei 120-122 EUR zusätzlich ein technisches Kaufsignal aus.


Erwartungen für Gesamtleistung auf 740 Mio. EUR erhöht

zooplus hat auf Grundlage der 9-Monatszahlen die Prognose für die Jahres-Gesamtleistung von 725 Mio. EUR auf 740 Mio. EUR nach oben hin angepasst. Ein Signal, das an der Börse von Anlegern nach einer zweimonatigen Korrekturphase entsprechend positiv aufgenommen wurde.

Der Umsatz stieg in den ersten neun Monaten um 33% auf 511 Mio. EUR. Im letzten Jahr setzte man im gleichen Zeitraum noch 126 Mio. EUR weniger um. Die Sonstigen Erträge wuchsen um 7% auf 19,9 Mio. EUR.

Das Q3-Ergebnis verbesserte sich in Sachen Gesamtleistung, Umsatz und Sonstige Erträge ebenfalls. Nicht nur im Vergleich zum Q3 2014, sondern auch zum zweiten Quartal dieses Jahres. So betrug die Gesamtleistung in Q2-2015 noch 174,3 Mio. EUR und im Q3 dann schon 187 Mio. EUR, d.h. 7,29% mehr als im Vorquartal.


Milliardenmarkt Heimtierbedarf bietet noch Potenzial

Auf der im Juni abgehaltenen Hauptversammlung berichtete zooplus-Chef Dr. Cornelius Patt, dass der Heimtiermarkt in Europa ein Nettovolumen von rund 21 Mrd. EUR umfasst.

Online war zooplus im Geschäftsjahr 2014 dabei inzwischen mit einem Marktanteil von ca. 50%  und einem Nettoumsatz von 540 Mio. EUR absoluter Spitzenreiter in Europa. Den beiden größten stationären Marktführern Fressnapf und pets at home ist man ebenfalls schon auf den Fersen.

In 2014 setzte Fressnapf ein Nettoumsatz von etwa 1,4 Mrd. EUR um und pets at home insgesamt 900 Mio. EUR. Der Online-Anteil beider Konkurrenten ist dabei mit 40 Mio. EUR bzw. 10 Mio. EUR eher zu vernachlässigen. Und auch die Wachstumsraten sind in diesem Bereich kaum mit denen von zooplus vergleichbar. Konkurrenz im Online-Geschäft kommt da am ehesten von Amazon. Der eCommerce-Gigant aus den USA erwirtschaftete in Europa 2014 immerhin 250 Mio. EUR an Nettoumsatz.  

zooplus hat durch die erfolgreiche Internationalisierung des Geschäfts sowie durch den Ausbau der Infrastruktur gute Voraussetzungen geschaffen, um in Europa weiterhin stark zu wachsen. Nicht zuletzt wegen der zunehmenden Anzahl von Online-Bestellern hat das Münchener Unternehmen gute Perspektiven. Als Marktführer dürfte man sich gerade in den großen und wichtigen Volumenmärkten der D-A-CH-Region, Frankreich, Großbritannien und Italien ein weiteres Wachstum des Kundenstamms sichern.


zooplus-Aktie: Geht da noch etwas?

Dem Kursziel des Analysten Andreas Riemann von der Commerzbank nach zu urteilen, ist die Aktie von zooplus bereits weit über dem ermittelten fairen Wert hinaus gestiegen. 112 EUR hatte er nach Bekanntgabe der Q3-Zahlen weiterhin veranschlagt, mit der Empfehlung „Halten“.

Auch die Kursziele vom Bankhaus Lampe und Hauck&Aufhäuser sind mit 130 EUR und 131 EUR nicht mehr allzu weit vom aktuellen Kurs entfernt. Lediglich die Baader Bank sieht mit 160 EUR momentan noch ordentliches Kurspotenzial. Analyst Volker Bosse ist optimistischer als seine Kollegen und rechnet für das Geschäftsjahr 2015 damit, dass zooplus seine Gewinnziele für dieses Jahr übertreffen wird.

Für zooplus sprechen nach wie vor das hohe Wachstum sowie die positive Entwicklung auf der Kostenseite und hinsichtlich der Kundentreue. So hat das Unternehmen seit 2012 die Kosten von 36,9% auf 29,6% in 2014 senken können. Gleichzeitig konnte man die Kundenloyalität von 79% auf 91% steigern, in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres lag sie sogar bei 94%.

Und dennoch, bei einem aktuellen Kurs von 127 EUR kommt der Online-Händler für Tierbedarf derzeit auf eine Marktkapitalisierung von 888 Mio. EUR. Das ist schon eine Hausnummer, denn in 2014 machte zooplus gerade einmal einen Gewinn von 5,22 Mio. EUR. Und auch wenn für 2015 ein höherer Gewinn zu erwarten ist, so ergibt sich daraus voraussichtlich weiterhin ein KGVe von weit über 100.

Seit Mitte 2012 verfünffachte sich der Kurs bis zum heutigen Tag: Von 25 EUR ging es rasant aufwärts bis zum Allzeithoch bei 135 EUR. Vor allem seit Mitte letzten Jahres hatte die Aktie eine steile Rally hingelegt.  

Die Frage ist nun: Wird zooplus den Erwartungen zukünftig gerecht werden und die Gewinne deutlich steigern können? Aufgrund der bisher recht niedrigen Margen dürfte dies in jedem Fall eine sehr große Herausforderung werden.

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Das Nebenwerte Magazin richtet seinen Fokus auf die Welt der deutschen Nebenwerte und hat sich zum Ziel gesetzt, Mid-Caps und Small-Caps aus Deutschland mehr in den Blickpunkt zu rücken.

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