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Die RHÖN-KLINIKUM AG (ISIN: DE0007042301) und Telemedizin und Umsatzplus waren bisher Themen, dann wurden sich "zwei alte Herren" einig - heute "ein" Gegenangriff.

Einst stiegen Asklepios Kliniken und Klinikzulieferer B. Braun bei Rhön ein, um den vom Gründer der Rhön Kliniken  - Eugen Münch - geplanten Verkauf an Helios-Kliniken zu verhindern - erfolgreich. Jetzt (offiziell am 28.02.2020) haben sich Asklepios starker Mann und Eugen Münch knapp über 50% an Rhön gesichert und wollen mit dieser Mehrheit Rhön komplett übernehmen und diese mit Asklepios "zusammenlegen". Ungefragt und wohl "geärgert" zeigte sich der über 25% an Rhön haltende B. Braun Konzern - ehemals asl weißer Ritter begrüßt. Und jetzt startete die Schlammschlacht - zumindest machen die Aktionen und Reaktionen der handelnden Parteien diesen Eindruck.

Weder Vorstand noch Aktionär B. Braun wussten etwas im Vorfeld

Nicht nur der Finanzmarkt, sondern auch dass Unternehmen zeigten sich bei der Ankündigung eines Übernahmeangebots über 18,00 EUR je Aktie überrascht und uninformiert: "Der Vorstand der RHÖN-KLINIKUM Aktiengesellschaft war nicht eingebunden." - hieß es in der notwendigen Ad-hoc vom 28.02. der Rhön kliniken. Gerüchte brodelten, es war von einem großen Deal der "alten Herren" die Rede, die einen starken Konzern hinter dem Marktführer Helios (Fresenius-Tochter) schmieden wollen.

Wirecard - Morgan Stanley's ADE beendete eine tolle Woche

WOCHENRÜCKBLICK - spannende Bewegungen und Nachrichten bei Evotec, Wirecard, Drägerwerk, Qiagen und anderen

MuM, DataGroup und MBB - Lukas Spang lag bisher richtig mit seinen Empfehlungen

Wirecard, Encavis und Evotec - nwm war auch nicht so übel

PNE, SBF und Dic Asset - Michael C. Kissig eine Woche später eingestiegen, besser als die Indizes

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Die Reaktion des vor dem Zusammenschluss größten Aktionärs ließ nicht lange auf sich warten - und es scheint mehr als verletzte Eitelkeit dahinter zu stecken. Jedenfalls am 18.04.2020 - möglicherweise nach erfolglosen Gesprächen oder Einigungsversuchen (oder auch nicht) beantragte die B. Braun Melsungen AG - Aktionär mit Sperrminorität - eine außerordentlcihe Hauptversammlung; Themen: Diskussion des Übernahmeangebots, Änderung der Satzung, so dass schon 25% (Braun besitzt etwas mehr!) des Aktienkapitals ausreichen Mehrheitsbeschlüsse von weniger als 75% zu verhindern, Abschalgszahlung von 2,00 EUR je Aktie auf den ausschüttungsfähigen Gewinn, Aufsichtsratsabwahlen und Neuwahlen - klar gegen die Übernahmewilligen gerichtet. Erfolgsaussichten: Die Einberufung solllte wohl möglich sein, die Mehrheitsverhältnisse sollten einen Abstimmungserfolg wohl verhindern können.

Gegenbewegung heute!

Heute, an 20.04.2020 beantragt die gegenseite ebenfalls eine außerordentliche Hauptversammlung. "Der Aktionär Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA ("Asklepios") hat der Gesellschaft am 19. April 2020 in Reaktion auf das Einberufungsverlangen des Aktionärs B. Braun Melsungen AG ("B. Braun") vom 17. April 2020 mitgeteilt, dass Asklepios die Forderungen von B. Braun nach Heraufsetzung der Mehrheitserfordernisse und Zahlung eines Abschlags ablehne und beabsichtige, seinerseits gemäß § 122 Abs. 1 AktG die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung zu verlangen. Gegenstand dieser Hauptversammlung solle die Beschlussfassung über eine vorzeitige Abberufung der Aufsichtsratsmitglieder Frau Dr. Annette Beller und Frau Dr. Katrin Vernau sein. Als Grund für die angestrebten Abberufungen gibt Asklepios an, Frau Dr. Beller und Frau Dr. Vernau würden nicht gemäß den Interessen und dem Wohl der Gesellschaft handeln.(...)" hört sich anch einem Kampf mit harten Bandagen an - oder geht es "NUR" um den Kaufpreis? Der seinerzeit Braun`s Einstieg Veranlasssende - "der dritte Mann" - hat mittlerweile an die nächste Generation abgegeben, so dass die genauen Intentionen der sich positionierneden Parteien möglicherwiese offen sind. Neuordnung einer Branche? starken Wettbewerber schaffen unter dem Dach der wesentlich größeren Asklepios? Erhaltung möglichst vieler Player für den eigenen Konzern als Zulieferer? Vereinbarungen zur Positionsabsicherung des Braun-Konzerns? Mehr Geld? - viele Fragezeichen...

Jedenfalls die Telemedizin, als neues Standbein geplant,

sollte duch Corona einen kräftigen Auftrieb erhalten und die in anderen bereichen der Rhön wegfallenden erträge kompensieren helfen. Wachstumsstory in diesem Bereich erfuhr auf jeden fall kräftig Nahrung. ansonsten sah es für 2019 nicht wirklich schlecht aus, wenn man bedenkt, dass man mitten in einem "Umbauprogramm/Effizienzsteigerungsprogramm" sich ebfindet.2019: Umsatz um 5,8% auf 1,3 Mrd. EUR, EBITDA auf Vorjahresniveau mit 125,3 Mio. EUR, Gewinn sinkt auf 44,5 Mio. EUR..Die Umsatz- und EBITDA-Entwicklung blieb innerhalb der Prognose. Die EBITDA-Marge betrug 9,6 Prozent. Unter Berücksichtigung höherer Abschreibungen und Finanzierungskosten resultierte aus dem EBITDA ein Konzerngewinn von 44,5 Mio. Euro nach 51,2 Mio. Euro im Vorjahr.

Das operative Ergebnis wurde durch mehrere Faktoren beeinflusst: Zum einen hat man im Vorjahr erstmalig die positiven Ergebnisse aus der Einigung über die sogenannte Trennungsrechnung am Universitätsklinikum Gießen und Marburg bilanziell realisiert, so dass das EBITDA im Jahr 2018 von einem Betrag in Höhe von 20,0 Mio. Euro einmalig positiv beeinflusst war. Positive Effekte resultierten aus höheren Erlösen der Hochschulambulanzen in Gießen und Marburg und Nachlaufeffekten aus der früheren Fresenius/Helios-Transaktion. Weitere Einflussfaktoren waren die regulatorischen Eingriffe, ein wettbewerbsintensives Umfeld und schwierige Bedingungen bei der Gewinnung von Fachkräften.

RHÖN-KLINIKUM AG sucht ihr Heil in Digitalisierung und Telemedizin

Auf dem Zukunftsmarkt der Telemedizin arbeitet die RHÖN-KLINIKUM AG mit dem Schweizer Telemedizinpionier Medgate an der Etablierung eines telemedizinischen Leistungsangebots. Im Dezember 2019 erfolgte die Gründung der Medgate Deutschland GmbH, an der die RHÖN-KLINIKUM AG mit
51 Prozent die Mehrheit hält, Medgate ist mit 49 Prozent beteiligt. Der operative Start des Unternehmens ist in 2020 geplant.

Telemedizin ist ein Wachstumsmarkt: Die RHÖN-KLINIKUM AG und Medgate sind davon überzeugt, dass mit dem Beginn der Öffnung der ärztlichen Berufsordnung hinsichtlich der Fernbehandlung von Patienten die Nachfrage nach telemedizinischen Angeboten auch in Deutschland signifikant steigen wird. Im Anlaufjahr der Medgate Deutschland GmbH erwartet man einen finanziellen Aufwand im niedrigen einstelligen Millionenbereich. Die Investitionen in das moderne Geschäftsmodell der Telemedizin sollen die medizinische Wertschöpfungskette bei der RHÖN-KLINIKUM AG ergänzen und mittelfristig einen wichtigen Beitrag zur größeren Unabhängigkeit von der wirtschaftlichen Entwicklung des Kerngeschäfts mit Krankenhausdienstleistungen leisten..

Die Umsetzung der Digitalisierungsstrategie wurde weiter forciert. Basis für standortübergreifende Informationssysteme und für den Einsatz digitaler Anwendungen ist eine moderne IT-Infrastruktur. Sie ermöglicht eine schnelle Vernetzung aller am Behandlungsprozess Beteiligten mit dem Ziel, Patienten schneller, besser und sicherer zu behandeln.

Im Zuge ihrer Digitalisierungsstrategie hat die RHÖN-KLINIKUM AG 2019 eine strategische Beteiligung an dem Softwareunternehmen Tiplu GmbH übernommen. Wir setzen die Kodiersoftware Tiplu Momo zur vollständigen und leistungsgerechten Abrechnung, Erlössicherung und Steuerung der Verweildauer ein. Zu den digitalen Anwendungen, die an einzelnen Standorten bereits in Anwendung sind, gehört die digitale Eigenanamnese, das Online-Terminmanagement oder auch das Medical Cockpit.

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Ausblick geprägt vom Umfeld - und das ist negativ fürs Basisgeschäft

Am 24.03.2020 hieß es von Rhön wegen möglicher Auswirkungen Coronas auf das Geschäft: "Wie sich der Ausbruch des Corona-Virus auf unser Kerngeschäft auswirken wird, lässt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht beurteilen. Die RHÖN-KLINIKUM AG ist an ihren fünf Standorten mit Kliniken der Maximal- und Schwerpunktversorgung auf eine mögliche Corona-Pandemie vorbereitet. Wir nehmen die Corona-Epidemie sehr ernst und beobachten den aktuellen Bedarf kontinuierlich."

Für das laufende Geschäftsjahr 2020 geht die RHÖN-KLINIKUM AG von einem Umsatz in Höhe von 1,4 Mrd. Euro in einer Bandbreite von jeweils 5 Prozent nach oben bzw. nach unten aus. Für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) rechnen wir mit einem Wert zwischen 72,5 Mio. Euro und 82,5 Mio. Euro.

Diese Prognose spiegelt die gegenüber 2019 weiter verschärften gestiegenen regulatorischen Eingriffe des Gesetzgebers, wie beispielsweise die Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung (PpUGV), das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG) und die Mindestmengenvorgaben, wider, die unseren Konzern im Geschäftsjahr 2020 im niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich zusätzlich belasten werden.

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Wer ist die RHÖN-KLINIKUM AG?

Die RHÖN-KLINIKUM AG zählt zu den größten Gesundheitsdienstleistern in Deutschland. Der Klinikkonzern bietet exzellente Medizin mit direkter Anbindung zu Universitäten und Forschungseinrichtungen. An den fünf Standorten Zentralklinik Bad Berka, Campus Bad Neustadt, Klinikum Frankfurt (Oder), Universitätsklinikum Gießen und Universitätsklinikum Marburg (UKGM) werden jährlich mehr als 830.000 Patienten behandelt. Rund 16.700 Mitarbeiter sind hier beschäftigt. Mit dem RHÖN-Campus-Konzept setzt das Unternehmen derzeit ein neuartiges und zukunftsweisendes Projekt um, das die sektorenübergreifende medizinische Versorgung in ländlichen Gebieten auf ein neues Exzellenzniveau hebt und sich an den wachsenden Bedürfnissen der Patienten orientiert.

Am RHÖN-KLINIKUM Campus Bad Neustadt, einer von fünf Standorten der RHÖN-KLINIKUM AG, arbeiten aktuell sieben Kliniken unterschiedlicher medizinischer Fachdisziplinen in direkter Nachbarschaft eng zusammen: die Herz- und Gefäß-Klinik, die Frankenklinik zur Rehabilitation von Herz-Kreislauf-Patienten, die Klinik für Handchirurgie, die Neurologische Klinik, die Psychosomatische Klinik, die Saaletalklinik mit zwei zusätzlichen Einrichtungen der Suchttherapie sowie die RHÖN-Kreisklinik. Die rund 2.900 Beschäftigten versorgen hier jährlich rund 70.000 Patienten. Derzeit wandelt sich der Klinikstandort grundlegend: Anfang 2019 nimmt hier der neue RHÖN-KLINIKUM Campus Bad Neustadt mit hochmodernen, vernetzten Einrichtungen und einer sektorenübergreifenden medizinischen Versorgung im ländlichen Raum seinen Betrieb auf.

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Aktuell (20.04.2020 / 08.01 Uhr) notieren die Aktien der RHÖN KLINIKUM AG im Frankfurter-Hand zum Schluss gestern mit einem leichten Plus bei 18,10 EUR. Auch diese Aktie können Sie für nur 4,00 EUR auf Smartbroker handeln.

 


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Das Nebenwerte Magazin richtet seinen Fokus auf die Welt der deutschen Nebenwerte und hat sich zum Ziel gesetzt, Mid-Caps und Small-Caps aus Deutschland mehr in den Blickpunkt zu rücken.

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