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Die JOST Werke AG (ISIN: DE000JST4000), einer der weltweit führenden Hersteller und Lieferanten von sicherheitsrelevanten Systemen für die Nutzfahrzeugindustrie,

teilt die vorläufigen und ungeprüften Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2019 mit.

Joachim Dürr, Vorstandsvorsitzender der JOST Werke AG, sagt: "2019 war ein bewegtes Jahr für JOST. Wir konnten unsere Marktposition in Nordamerika weiter stärken und neue Kunden für JOST gewinnen. In Asien konnten wir uns trotz des Einbruchs des indischen Markts insgesamt gut behaupten. Dafür war die Marktentwicklung in Europa, insbesondere im 4. Quartal, weniger zufriedenstellend. 2020 wird das Marktumfeld für Truck und Trailer noch anspruchsvoller werden. Wir sehen das als Ansporn, unsere Marktposition weiter zu verbessern und unsere Kostenstrukturen noch mehr zu optimieren. Gleichzeitig haben wir uns mit der Übernahme der Ålö Gruppe neue Wachstumschancen erarbeitet, die wir 2020 aktiv verfolgen werden."

Umsatz und Ergebnis leicht unter Rekordvorjahr

Nach vorläufigen und ungeprüften Kennzahlen reduzierte sich der Konzernumsatz 2019 um 2,5 % auf 736 Mio. EUR (2018: 755 Mio. EUR). Somit sank der Umsatz, wie erwartet, im niedrigen einstelligen Prozentbereich gegenüber 2018. Im selben Zeitraum stieg das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 1,0 % auf 101 Mio. EUR (2018: 100 Mio. EUR) und die bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich auf 13,7 % (2018: 13,2 %), maßgeblich bedingt durch die Erstanwendung von IFRS 16. Durch eingeleitete Effizienzmaßnahmen konnte JOST die im Geschäftsjahr 2019 gestiegenen Personalkosten zu wesentlichen Teilen kompensieren. Zusammen mit dem gesunkenen Umsatzniveau ergab sich ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 77 Mio. EUR (2018: 81 Mio. EUR). Die bereinigte EBIT-Marge war mit 10,4 % nahezu stabil gegenüber dem Vorjahr (2018: 10,7 %).

Europäischer Markt kühlt sich im 4. Quartal 2019 stark ab

In Europa überstieg der abrupte Marktrückgang im 4. Quartal deutlich die typische Saisonalität der Industrie. Bereits seit Beginn 2019 war die europäische Nachfrage nach Nutzfahrzeuganhängern rückläufig, wenngleich JOST diesen Trend durch Mehrverkäufe von Komponenten für Spezialtrailer teilweise ausgleichen konnte. Zum Jahresende führte die abrupte Abkühlung des LKW-Markts zusammen mit längeren Werkschließungen bei einigen OEM-Kunden zu Umsatzverlusten. Entsprechend sank der Umsatz in Europa 2019 um 6,9 % auf 432 Mio. EUR (2018: 464 Mio. EUR). Der gesunkene Umsatz und die steigenden Personalkosten dämpften das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) vor allem in Europa, da diese Region die Konzernverwaltungskosten und damit einen vergleichsweise höheren Fixkostenanteil trägt. Somit belief sich das bereinigte EBIT in Europa auf 38 Mio. EUR (2018: 44 Mio. EUR) und die bereinigte EBIT-Marge sank auf 8,8 % (2018: 9,5 %).

Nordamerika erneut Wachstumstreiber im Geschäftsjahr 2019

Nordamerika stellte sich zum zweiten Jahr in Folge als wichtigster Wachstumstreiber für den JOST Konzern heraus. JOST konnte von der guten Marktdynamik der Region profitieren und seine Marktposition stärken. Insgesamt stieg der Umsatz 2019 um 11,0 % auf 162 Mio. EUR (2018: 146 Mio. EUR). JOST war zudem in der Lage, die Profitabilität in der Region im Laufe des Jahres kontinuierlich zu verbessern. Das bereinigte EBIT erhöhte sich auf 16 Mio. EUR (2018: 14 Mio. EUR) und die bereinigte EBIT-Marge verbesserte sich auf 9,6 % (2018: 9,3 %).

Indischer Markt belastet APA-Region

In Asien-Pazifik-Afrika (APA) konnte JOST 2019 durch die gestiegenen Umsätze in China und den anderen Ländern der Region den Nachfrageeinbruch des indischen LKW- und Anhängermarkts nahezu ausgleichen. Der Umsatz in APA belief sich auf 143 Mio. EUR und lag um 2,1 % nur leicht unter dem starken Vorjahr (2018: 146 Mio. EUR). Trotz der stark rückläufigen Entwicklung des indischen Markts war JOST in der Lage, dank schnell eingeleiteter Kostensenkungsmaßnahmen den Rückgang des operativen Ergebnisses erheblich zu begrenzen. Das bereinigte EBIT in APA reduzierte sich auf 20 Mio. EUR (2018: 21 Mio. EUR) und die bereinigte EBIT-Marge lag mit 13,8 % nur leicht unter dem Vorjahr (2018: 14,1 %).

Starker Free Cashflow verbessert Finanzkraft

Trotz einer Dividendenausschüttung in Höhe von 16 Mio. EUR stiegen die liquiden Mittel von JOST im Geschäftsjahr 2019 um 39 Mio. EUR auf 105 Mio. EUR (31. Dezember 2018: 66 Mio. EUR). Dies ist im Wesentlichen auf den Anstieg des operativen Cashflows um 34,5 % auf 78 Mio. EUR zurückzuführen (2018: 58 Mio. EUR) und spiegelt die hohe Cash-Generierung des Geschäftsmodells von JOST wider.

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Die Investitionen reduzierten sich 2019 auf 18 Mio. EUR (2018: 20 Mio. EUR), sodass sich das Verhältnis von Investitionen zum Umsatz auf 2,4 % belief (2018: 2,6 %). Der Free Cashflow (operativer Cashflow minus Investitionen) verbesserte sich um 57,9 % auf 60 Mio. EUR (2018: 38 Mio. EUR).

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Somit konnte JOST dank einer guten Finanzkraft die Nettoverschuldung zum 31. Dezember 2019 auf 46 Mio. EUR nahezu halbieren (31. Dezember 2018: 85 Mio. EUR). Diese Reduktion kombiniert mit dem Anstieg des bereinigten EBITDA 2019 verbesserte das Verhältnis von Nettoverschuldung zum bereinigten EBITDA (Leverage) auf 0,46x (31. Dezember 2018: 0,85x).

Zum 31. Dezember 2019 sank das Working Capital auf 134 Mio. EUR (2018: 140 Mio. EUR). JOST konnte durch ein striktes Working Capital Management das Verhältnis von Working Capital zum Umsatz gegenüber dem Vorjahr weiter verbessern und auf 18,2 % reduzieren (2018: 18,5 %).

"2020 steht die Integration von Ålö an erster Stelle, um den JOST Konzern noch stärker und zukunftsfähiger zu machen", sagt Christian Terlinde, CFO der JOST Werke AG. "Wir werden dennoch einen noch stärkeren Fokus auf die Verbesserung unserer bestehenden Prozesse und Strukturen legen. Durch ein gutes Kosten- und Working Capital Management sowie gezielte Investitionen in Effizienzverbesserungen wollen wir im herausfordernden Marktumfeld unsere Profitabilität verteidigen und die Flexibilität von JOST weiter steigern."


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