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Die Wacker Neuson Group (ISIN: DE000WACK012) liefert Umsatz über der Prognosespanne, EBIT-Marge leicht unter der Prognose - viertes Quartal verhagelt hier die Zielerreichung.

Die Wacker Neuson Group erwartet nach vorläufigen und ungeprüften Zahlen für das Geschäftsjahr 2019 einen Umsatz von rund 1,9 Mrd. Euro sowie eine EBIT-Marge von ca. 8,0 Prozent. In der zuletzt veröffentlichten Prognose war von einem Umsatz am oberen Ende der Spanne von 1.775 bis 1.850 Mio. Euro sowie einer EBIT-Marge zwischen 8,3 und 8,8 Prozent ausgegangen worden. Und die Prognose war bereits nach unten angepasst worden, was bereits seinerzeit  zu leichteren Kursrückgängen führte.

Wacker Neuson muss sparen, um die ehrgeizigen Ziele der Strategie 2022 zu erreichen.Gelingt das in Verbindung mit weiterhin steigenden Umsätzen wird Wacker wieder Spass amchen, später. Was sagt die Unternehmensanalyse von HEUTE zu den Perspektiven?

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Die EBIT-Marge zeigt eine klar negative Tendenz, nachdem in 2018 in Q3 beispielsweise noch 10,1 % erreicht werden konnten, lag man in 2019 im Q3 nur noch bei 8,6 %, um dann im Q4 weiter zu fallen, insbesondere die USA macht Sorgen und erfordert Maßnahmen seitens der Unternehmensführung.

Programm soll mittelfristig 50 Mio. EUR jährlich sparen

"In Anbetracht der aktuellen Entwicklung hat der Vorstand heute die Eckpunkte eines Kostenreduzierungs- und Effizienzsteigerungsprogrammes beschlossen, welches unverzüglich implementiert wird. Mit der Kostenreduktion sind auch Veränderungen in der Organisation vorgesehen, die die Ertragskraft und -kontinuität der Wacker Neuson Group stärken. Das weltweite Programm betrifft alle Konzernbereiche und -funktionen. Mit den geplanten Initiativen rechnet der Vorstand mit einem Einsparpotenzial von bis zu 50 Mio. Euro im Vergleich zum Geschäftsjahr 2019, welches in den nächsten beiden Jahren schrittweise gehoben werden soll. Einzelheiten des Programms wird der Konzern nach der Konkretisierung der einzelnen Effizienzsteigerungsmaßnahmen bekannt geben."

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Mittelfristplanung bleibt bestehen

Die in der Strategie 2022 formulierten mittelfristigen Wachstums- und Ertragsziele werden indes bestätigt. Der Konzern hat zudem Maßnahmen auf den Weg gebracht, um das Vorratsvermögen bis zum Ende des Geschäftsjahres 2020 auf rund 500 Mio. Euro zu reduzieren. Zum Ende des Geschäftsjahres 2019 lag der Bestand bei ca. 600 Mio. Euro.

Der Konzern hat sich im Rahmen seiner "Strategie 2022" zum Ziel gesetzt, den Umsatz mittelfristig auf deutlich über 2 Mrd. Euro bei einer EBIT-Marge von über 11 Prozent zu steigern. Das Net Working Capital soll schrittweise auf unter 30 Prozent vom Umsatz sinken, was sich auch positiv auf den Free Cashflow auswirken wird. Diese Zielvorgaben setzte sich der Konzern 2018 und hält offensichtlich daran fest trotz der Rückschritte in 2019.

erfolgsgeheimnisse 2020

Schlagworte sind Fokussierung, Beschleunigung und Excellenz

Das Programm 2022 liest sich gut und sofern es umgesetzt wird, wird die Wacker Neuson 2022 wettbewerbsfähiger sein als man heute erwartet: "Wacker Neuson wird in den nächsten Jahren vor allem seine Kernmärkte Europa und Nordamerika fokussiert bearbeiten. Hier wird der Konzern seine Marktanteile mit Kernprodukten erhöhen. Die profitablen Geschäftsfelder werden verstärkt ausgebaut. Bis zum Jahr 2022 wird zudem China ein bedeutender Absatzmarkt für Wacker Neuson werden. Dafür wird die Produktpalette wettbewerbsfähiger Baumaschinen für China und den asiatischen Markt kontinuierlich ausgeweitet." Gerade Nordamerika stellt sich heirbei als wohl schwieriger als erwartet heraus, mal schauen wie es dort weitergeht. Die Reduktion des Umlaufvermögens bleibt Thema und ist noch lange nicht befriedigend gelöst.

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"Wacker Neuson weist eine lange Tradition an Innovationen auf und wird weiterhin gezielt in Forschung und Entwicklung investieren, um das Leistungsportfolio und die Position als Technologieführer in den Kernmärkten auszubauen. Themen wie Energieeffizienz, alternative Antriebe, Fahrerassistenzsysteme und die intelligente, digitale Vernetzung von Produkten und Dienstleistungen werden hierbei von großer Bedeutung sein, um den Nutzen für den Kunden zu steigern. Zusätzlich entwickelt Wacker Neuson neue Geschäftsmodelle und optimiert kontinuierlich seine Prozesse wie die Vertriebsunterstützung und die Produktionsplanung." Die Investitionskennzahlen bestätigen zumindest die Bereitschaft dieses Ziel zu erreichen.

"Um die operative Exzellenz weiter zu steigern, wird Wacker Neuson das hohe Qualitätsniveau seiner Produkte, Prozesse und Abläufe in allen Unternehmensbereichen sicherstellen und weiterentwickeln. Neben der Vereinfachung der Konzernstrukturen, die zu schnelleren und besseren Abläufen führen wird, sind die stetige Weiterbildung der Mitarbeiter, die Förderung von Commitment und Agilität sowie Teamwork Schlüssel für den Unternehmenserfolg." Naja schwer zu bewerten, im Endeffekt sprechen die gesteigerten Umsatzzahlen dafür, dass für die Kunden Qualität zum Preisniveau passt.

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Chart: Wacker Neuson SE | Powered by GOYAX.de

Weitere Informationen

  • ISIN: DE000WACK012

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