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Die Talanx-Gruppe (ISIN: DE000TLX1005) ist 2018 deutlich gewachsen. Die Prämieneinnahmen erhöhten sich um 6 Prozent auf 34,9 (33,1) Mrd. EUR;

bereinigt um Wechselkurseffekte fiel das Plus mit 9 Prozent sogar annähernd zweistellig aus. Dank operativer Verbesserungen im Privat- und Firmenkundengeschäft im In- und Ausland sowie in der Rückversicherung stieg das Ergebnis insgesamt und überkompensierte den Ergebnisrückgang in der Industrieversicherung. Die Sanierung der industriellen Feuerversicherung im Zuge des Programms „20/20/20“ kommt sehr gut voran. Das operative Ergebnis erhöhte sich im Jahresvergleich um 13 Prozent auf 2,0 (2017: 1,8) Mrd. EUR und das Konzernergebnis stieg um 5 Prozent auf 703 (671) Mio. EUR. Die Eigenkapitalrendite übertraf in der Folge mit 8,0 (7,5) Prozent die Mindestzielvorgabe. An der positiven Konzernentwicklung sollen die Talanx-Aktionäre teilhaben: Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende um 5 Cent auf 1,45 EUR je Aktie vor. Talanx bekräftigt die Prognose, 2019 ein deutlich verbessertes Konzernergebnis von rund 900 Mio. EUR zu erzielen – das entspräche einem Plus von rund 28 Prozent.

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„2018 haben wir wichtige Weichen für die Zukunft gestellt und operativ deutliche Fortschritte erzielt“, sagt Torsten Leue, Vorstandsvorsitzender der Talanx AG. „Sowohl die Privat- und Firmenversicherung im In- und Ausland sowie die Rückversicherung haben ihre starke Performance fortgesetzt. Bei unseren Profitabilisierungsprogrammen „KuRS“ und „20/20/20“ kommen wir weiter sehr gut voran, liegen über unseren Planungen und sind zuversichtlich, unseren Ausblick für 2019 zu erreichen. Wir sind überzeugt, dass wir Talanx in den kommenden Jahren noch agiler, wachstumsorientierter und ertragsstärker aufstellen werden. Die Basis hierfür bildet unsere im Oktober vorgestellte, weiterentwickelte Strategie, in deren Rahmen wir uns noch ambitioniertere Ziele gegeben haben.“

Weiterentwickelte Strategie für mehr Wachstum und Ertrag

Im Oktober vergangenen Jahres hatte Talanx ihre weiterentwickelte Strategie für die kommenden Jahre vorgestellt. Sie umfasst neben einem konsequenteren Kapitalmanagement und einer verstärkten Fokussierung der Geschäftsbereiche auch Wachstumsinitiativen. Hierzu zählt insbesondere der weitere Ausbau des Geschäfts mit kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Privat- und Firmenversicherung Deutschland. Hinzu kommen die Zusammenfassung der konzerninternen Rückversicherung in der Holding sowie die Bündelung des Geschäfts mit Spezialrisiken durch die Gründung der HDI Global Specialty SE. Letztere wird Kompetenzen der Industrieversicherung und der Rückversicherung vereinen. Ein weiteres zentrales Element der neuen Strategie ist die Beschleunigung der digitalen Transformation der Gruppe. Hierunter fallen die konsequente Migration von Systemen, der rasche Auf- und Ausbau von Fähigkeiten in den Bereichen Data Analytics und Künstliche Intelligenz sowie die Vernetzung in digitalen Ökosystemen.

Großschadenbelastung sinkt – aber noch immer auf hohem Niveau

Im Vergleich zu dem von heftigen Naturkatastrophen gekennzeichneten Vorjahr fiel die Netto-Großschadenbelastung 2018 deutlich geringer aus. Mit 1,2 (1,6) Mrd. EUR wurde gleichwohl das erwartete Großschadenbudget von 1,1 Mrd. EUR überschritten. Hiervon entfielen in Summe 394 (492) Mio. EUR auf die Erstversicherung, weitere 850 (1.127) Mio. EUR auf die Rückversicherung. Größtes Schadenereignis 2018 waren dabei die Waldbrände in Kalifornien im November und Dezember, die zusammengefasst ein Schadenvolumen von fast 200 Mio. EUR erreichten. Danach folgen der Taifun „Jebi" in Japan und Schäden infolge des Starkregens in Kolumbien. Mit 98,2 (100,4) Prozent verbesserte sich die kombinierte Schaden-/Kostenquote für den Konzern im Jahresvergleich deutlich. Das versicherungstechnische Ergebnis im Bereich Schaden/Unfall lag bei 285 (- 81 ) Mio. EUR.

Im Wesentlichen aufgrund außerordentlicher Effekte lag das Kapitalanlageergebnis mit 3,8 (4,5) Mrd. EUR unter Vorjahr. Während die laufenden Kapitalerträge insbesondere durch Private-Equity-Engagements leicht anstiegen, verringerte sich das Volumen der realisierten Gewinne im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Dies spiegelt vor allem den geringeren Bedarf an Zuführungen zur Zinszusatzreserve (ZZR) infolge deren Neuregelung wider. Zum anderen zeigt sich ein Basiseffekt, da die Rückversicherung 2017 hohe außerordentliche Erträge durch den Verkauf von Aktien realisieren konnte. In der Folge sank die Kapitalanlagerendite erwartungsgemäß auf 3,3 (4,0) Prozent. Die Talanx wird auch 2019 an ihrer Strategie festhalten, Marktrisiken (Beta) zu begrenzen. Die konservative Kapitalanlagepolitik unter stetigem Ausbau der Infrastrukturinvestitionen wird fortgesetzt. Die konzernweite Solvency-II-Quote lag zum 30. September 2018 bei 203 (31. Dezember 2017: 206) Prozent und damit leicht oberhalb des definierten Zielkorridors von 150 bis 200 Prozent für den Konzern.

Ausschüttung von über 50 Prozent des Gewinns vorgeschlagen

Der Hauptversammlung am 9. Mai 2019 wird eine Anhebung der Dividende auf 1,45 (1,40) EUR je Aktie vorgeschlagen. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von mehr als 52 Prozent des IFRS-Gewinns. Die Dividendenrendite, bezogen auf den Durchschnittskurs der Aktie im Jahr 2018, liegt bei 4,3 (4,2) Prozent. Seit dem Börsengang von Talanx 2012 hat sich die Dividende in der Folge von anfänglich 1,05 EUR je Aktie Jahr für Jahr um insgesamt fast 40 Prozent erhöht.

Viertes Quartal: Geprägt von einmaligen Sondereffekten

Das Schlussquartal war geprägt von Sondereffekten. Die gebuchten Bruttoprämien summierten sich im Konzern auf 7,8 (Q4 2017: 7,8) Mrd. EUR und bewegten sich damit auf Vorjahresniveau. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote stieg aufgrund von Naturkatastrophenschäden aus Stürmen und Waldbränden sowie aufgrund eines außergewöhnlich hohen Abwicklungsergebnisses in der Schadenrückversicherung im Vorjahresquartal auf 97,2 (92,7) Prozent. Dennoch verbesserte sich das versicherungstechnische Ergebnis auf -223 (-424) Mio. EUR. Grund hierfür war die neue Regelung zur Zinszusatzreserve und die damit geringeren Zuführungen zu den Rückstellungen für Beitragsrückerstattung (RfB), die aber gleichzeitig das Kapitalanlageergebnis um 26 Prozent auf 866 Mio (1,2 Mrd.) EUR verringerte. Zusammenfassend lag das operative Ergebnis (EBIT) im Quartal aufgrund der einmaligen Sondereffekte bei 562 (703) Mio. EUR. Insbesondere aufgrund einer deutlich verringerten Steuerlast in der Schadenrückversicherung erreichte das Konzernergebnis mit 215 (228) Mio. EUR annähernd das Niveau des Vorjahresquartals.

Industrieversicherung: Sanierung des Feuergeschäfts kommt sehr gut voran

Die Industrieversicherung steigerte 2018 die gebuchten Bruttoprämien, litt aber wie bekannt unter Großschäden in der Feuerversicherung und in der Technischen Versicherung sowie einer hohen Frequenzschadenlast in den Sachversicherungssparten. Die gebuchten Bruttoprämien stiegen im Gesamtjahr um 5 Prozent auf 4,7 (4,5) Mrd. EUR. Zuwächse zeigten sich unter anderem in den Bereichen Haftpflicht und Transport. Rund 64 Prozent des Prämienvolumens wurden im vergangenen Jahr im Ausland erwirtschaftet – damit hat der Bereich sein für 2019 gestecktes Ziel von 65 Prozent bereits fast vollständig erreicht. Der Selbstbehalt stieg im Einklang mit der Strategie deutlich auf 58,6 (55,2) Prozent.

Aufgrund der außerordentlichen Schadenbelastung verschlechterte sich die Schaden-/Kostenquote im Gesamtjahr auf 109,1 (108,5) Prozent. Zwar fiel die Belastung durch Naturkatastrophen trotz des Starkregens in Kolumbien, des Wintersturms Friederike oder des Hurrikans Florence mit 96 (232) Millionen EUR deutlich geringer aus. Gleichzeitig sorgte die Häufung so genannter Man-made-Schäden in der Feuerversicherung für einen Anstieg der Belastung auf 281 (249) Mio. EUR. Das versicherungstechnische Ergebnis verschlechterte sich in der Folge auf -240 (-207) Mio. EUR.

Die Umsetzung des Mitte vergangenen Jahres gestarteten Programms „20/20/20“ zur Sanierung der Feuerversicherung kommt schneller als geplant voran. So sind per Anfang März bereits knapp 90 Prozent der bis 2020 mindestens angestrebten Preiserhöhungen mit den jeweiligen Kunden fix vereinbart. Positive Effekte auf die Geschäftsentwicklung werden sich bereits im laufenden Jahr zeigen – 2019 rechnet die Industrieversicherung mit einem in etwa ausgeglichenen versicherungstechnischen Ergebnis.

Das Kapitalanlageergebnis ging hingegen um 13 Prozent auf 242 (276) Mio. EUR zurück. Im Gesamtjahr erzielte die Industrieversicherung ein EBIT von 11 (109) EUR. Der Beitrag zum Konzernergebnis lag bei -16 (91) Mio. EUR.

Viertes Quartal: Vergleichsbasis des Vorjahres stark durch positiven Einmaleffekt verzerrt

Von Oktober bis Dezember verzeichnete der Bereich einen leichten Anstieg der gebuchten Bruttoprämien auf 930 (918) Mio. EUR. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote sank um 2 Prozentpunkte auf 102,3 (104,3) Prozent. Das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich um 44 Prozent auf -16 (-29) Mio. EUR, war jedoch weiter von der anhaltend hohen Großschadenlast und Frequenzschäden geprägt. Das Kapitalanlageergebnis verringerte sich um 20 Prozent auf 59 (73) Mio. EUR. Das EBIT im Quartal halbierte sich auf 42 (84) Mio. EUR. Ausschlaggebend hierfür war insbesondere ein positiver Einmaleffekt aus Abrechnungssalden in der Rückversicherung im Vorjahr. Der Beitrag des Bereichs zum Konzernergebnis sank aufgrund einer im Jahresvergleich höheren Steuerbelastung um 74 Prozent auf 20 (78) Mio. EUR

Privat- und Firmenversicherung Deutschland: Erfolge aus „KuRS“-Programm werden immer deutlicher sichtbar

Der Prämienabrieb im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland konnte nahezu gestoppt werden. Bei der Umsetzung des Wachstums- und Effizienzprogramms „KuRS“ liegt der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland weiter deutlich über Plan. Sichtbar wird dies unter anderem an der kombinierten Schaden-/Kostenquote, die mit 99,3 (101,6) Prozent unter die wichtige Marke von 100 Prozent fiel. Bereinigt um die 2018 ergebnisbelastenden Investitionen im Zusammenhang mit „KuRS“, ergibt sich sogar eine Quote von 97,1 (98,6) Prozent. In der Folge stieg das operative Ergebnis signifikant um annähernd ein Drittel auf 180 (137) Mio. EUR. Aufgrund der normalisierten und damit erhöhten Steuerquote lag der Beitrag zum Konzernergebnis mit 102 (102) Mio. EUR jedoch auf Vorjahresniveau. 2017 hatte der Bereich signifikant von einem steuerlichen Einmaleffekt profitiert.

Segment Schaden/Unfallversicherung: Kombinierte Schaden-/Kostenquote fällt unter wichtige Marke von 100 Prozent

Im Segment Schaden/Unfallversicherung setzte sich der erfreuliche Wachstumstrend fort: Hier stiegen die Prämieneinnahmen um 3 Prozent auf 1,6 (1,5) Mrd. EUR. Maßgeblich dafür verantwortlich waren neben Beitragserhöhungen die Wachstumsstrategie bei kleinen und mittelständischen Firmen sowie Freiberuflern. Das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich mit 11 (-21) Mio. EUR deutlich. Das Kapitalanlageergebnis erreichte mit 89 (91) Mio. EUR in etwa das Vorjahresniveau. Der deutliche Anstieg des EBIT auf 69 (52) Mio. EUR spiegelt positive Wachstums- und Skaleneffekte sowie die immer deutlicher sichtbar werdenden Ergebnisse des „KuRS“-Programms wider.

Viertes Quartal: Geringere Belastungen aus Naturereignissen

Im Schlussquartal verbuchte das Segment einen Prämienanstieg um 5 Prozent auf 252 (241) Mio. EUR. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote sank unter anderem aufgrund geringerer Großschäden auf 102,7 (106,9) Prozent. Bereinigt um „KuRS“-Aufwendungen betrug sie 101,4 (102,4) Prozent. Das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich auf -10 (-25) Mio. EUR. Das Kapitalanlageergebnis erhöhte sich um 20 Prozent auf 24 (20) Mio. EUR. Das EBIT im Quartal blieb mit 3 (3) Mio. EUR stabil.

Segment Lebensversicherung: EBIT steigt deutlich

In der Lebensversicherung setzte die Talanx 2018 diszipliniert ihre Strategie fort, das Geschäft im Bereich nicht-kapitaleffizienter Produkte zurückzufahren. Dennoch erreichte das Prämienvolumen mit 4,5 (4,6) Mrd. EUR annähernd das Vorjahresniveau. Das Neugeschäft bei den Lebensversicherungsprodukten – gemessen in der international verwendeten Größe Jahresbeitragsäquivalent (Annual Premium Equivalent, APE) – erhöhte sich durch höheres Neugeschäft um 1 Prozent auf 389 (385) Mio. EUR. Der Anteil der kapitaleffizienten Produkte, gemessen an der Beitragssumme im Neugeschäft, blieb im Geschäftsjahr konstant bei 72 Prozent.

Das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich um rund ein Viertel auf -1,4 (-1,9) Mrd. EUR. Es wird weiter durch die Aufzinsung der versicherungstechnischen Rückstellung sowie die Beteiligung der Versicherungsnehmer am Kapitalanlageergebnis bestimmt. Aufgrund der vom Bundesfinanzministerium angeordneten Änderung der Kalkulation der Zinszusatzreserve (ZZR) ist das Kapitalanlageergebnis von einer deutlich geringeren Realisierung stiller Reserven geprägt. In der Folge sank das Kapitalanlageergebnis auf 1,6 (2,0) Mrd. EUR. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr der ZZR 301 (809) Mio. EUR zugeführt – deutlich weniger als in den Vorjahren. Bis zum Jahresende belief sich die ZZR insgesamt auf rund 3,4 Mrd. EUR. Das EBIT im Segment verbesserte sich 2018 signifikant um 30 Prozent auf 111 (85) Mio. EUR.

Viertes Quartal: Operatives Ergebnis über Vorjahr

Im vierten Quartal verzeichnete Talanx in der Lebensversicherung eine positive Prämienentwicklung: Die gebuchten Bruttoprämien stiegen um 2 Prozent auf 1,2 (1,2) Mrd. EUR an. Das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich signifikant auf -270 (-572) Mio. EUR, während das Kapitalanlageergebnis bei 329 (608) Mio. EUR lag. Das EBIT übertraf mit 21 (18) Mio. EUR den Vorjahreswert.

Privat- und Firmenversicherung International setzt profitablen Wachstumskurs fort

Der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International setzte im vergangenen Geschäftsjahr das dynamische Wachstum fort und steigerte dabei das Ergebnis deutlich. Zu Letzterem trugen insbesondere die Aktivitäten in Polen, Italien und Mexiko bei. Mit dem Erwerb von Generali Colombia Seguros Generales in Kolumbien sowie der Übernahme einer Mehrheit an Liberty Sigorta in der Türkei konnte der Bereich sein Geschäft erneut auch anorganisch ergänzen. Darüber hinaus wurde mit Banco Santander in Brasilien ein Joint-Venture im Kfz-Versicherungsgeschäft vereinbart (geplante Geschäftsaufnahme im dritten Quartal 2019).

Die gebuchten Bruttoprämien im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International stiegen 2018 um 2 Prozent auf 5,6 (5,5) Mrd. EUR, wobei sich hier deutlich negative Währungseffekte insbesondere beim brasilianischen Real sowie der türkischen Lira widerspiegeln. Bereinigt um Wechselkurseffekte ergab sich ein Anstieg in der Sachversicherung um 10,7 Prozent. In Europa lag das wechselkursbereinigte Wachstum insgesamt bei 4 Prozent, in Lateinamerika bei mehr als 15 Prozent. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote verbesserte sich nochmals auf 94,3 (95,4) Prozent. Haupttreiber hierfür waren Kostenoptimierungen und Skaleneffekte, insbesondere in Polen und Brasilien. Zugleich sank die Schadenquote. In der Folge lag das versicherungstechnische Ergebnis mit 91 (53) Mio. EUR deutlich über dem Vorjahr und überkompensierte das aufgrund rückläufiger Zinsen in Brasilien und Italien rückläufige Kapitalanlageergebnis von 321 (329) Mio. EUR. In der Folge erhöhte sich das EBIT im Gesamtjahr um 13 Prozent auf 268 (238) Mio. EUR. Ferner stieg aufgrund einer verbesserten Steuerquote der Beitrag zum Konzernergebnis überproportional auf 161 (137) Mio. EUR an.

Viertes Quartal: Signifikante Wechselkurseffekte bremsen Wachstumsdynamik

Im Schlussquartal blieben die Prämieneinnahmen des Bereichs aufgrund signifikanter Wechselkurseffekte mit 1,4 (1,4) Mrd. EUR leicht unter Vorjahr. Währungsbereinigt ergab sich hingegen ein erneutes Wachstum von 3 Prozent. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote blieb mit 94,0 (93,7) Prozent auf Vorjahresniveau. Das versicherungstechnische Ergebnis erhöhte sich aufgrund des stabilen Wachstums deutlich auf 34 (23) Mio. EUR. Das Kapitalanlageergebnis stieg um 5 Prozent auf 79 (75) Mio. EUR. Das EBIT erhöhte sich um 13 Prozent auf 68 (60) Mio. EUR, während der Beitrag zum Konzernergebnis mit 37 (28) Mio. EUR rund ein Drittel über dem Wert des Vorjahresquartals lag.

Rückversicherung steigert Beitrag zum Konzernergebnis

Der Geschäftsbereich Rückversicherung hat 2018 trotz erheblicher Großschäden und Einmalbelastungen seine Wachstums- und Ertragsziele erreicht. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg nach einer besonders überdurchschnittlich hohen Belastung aus Naturkatastrophen im vorherigen Geschäftsjahr um 19 Prozent auf 1,6 (1,4) Mrd. EUR. Begünstigt wurde dies trotz der Sonderbelastung aus dem US-amerikanischen Mortalitätsgeschäft durch die gute unterliegende Qualität des Geschäfts sowohl in der Schaden- als auch in der Personen-Rückversicherung. Zudem entwickelte sich das Kapitalanlageergebnis bereinigt um Sondereffekte im Jahr 2017 überaus erfreulich. Der Beitrag zum Konzernergebnis erhöhte sich auf 540 (480) Mio. EUR.

Segment Schaden-Rückversicherung: Hohe Schadenlast im zweiten Halbjahr

Nach einem sehr moderaten Schadenverlauf im ersten Halbjahr war die zweite Jahreshälfte in der Schaden-Rückversicherung durch ein deutlich erhöhtes Großschadenaufkommen geprägt. Die gebuchten Bruttoprämien in dem Segment stiegen um 12 Prozent auf 12,0 (10,7) Mrd. EUR. Bei konstanten Wechselkursen hätte der Zuwachs 16 Prozent betragen. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote lag mit 96,6 (99,8) Prozent deutlich unter Vorjahr. Grund ist, dass die Nettobelastung aus Großschäden geringer als 2017 ausfiel, dem Jahr mit der höchsten Großschadenlast – hauptsächlich aus Naturkatastrophen – in der Geschichte der Hannover Rück. In der Folge verbesserte sich das versicherungstechnische Ergebnis signifikant auf 333 (1) Mio. EUR. Das Kapitalanlageergebnis im Segment lag bei 1,1 (1,2) Mrd. EUR. Das EBIT übertraf mit 1,4 (1,1) Mrd. EUR den Vorjahreswert deutlich.

Viertes Quartal: Rückläufiges versicherungstechnisches Ergebnis

Im Schlussquartal gingen die Prämieneinnahmen um 8 Prozent auf 2,3 (2,5) Mrd. EUR zurück. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote erhöhte sich aufgrund des deutlich über dem anteiligen Großschadenbudget liegenden Schadenaufkommens sowie eines außergewöhnlich hohen Abwicklungsergebnisses im Vorjahresquartal auf 96,0 (87,0) Prozent. Das versicherungstechnische Ergebnis reduzierte sich in der Folge auf 102 (308) Mio. EUR. Das Kapitalanlageergebnis erreichte mit 259 (269) Mio. EUR annähernd das Vorjahresniveau. Das EBIT betrug im Quartal 339 (529) Mio. EUR.

Segment Personen-Rückversicherung: Einmaleffekte belasten EBIT

Dank eines guten zugrunde liegenden Geschäftsverlaufs konnte das Segment den Gewinn ausbauen, obwohl es planmäßig erhebliche Einmalbelastungen zu verkraften hatte. Die Prämien stiegen im Gesamtjahr um 2 Prozent auf 7,2 (7,1) Mrd. EUR, bereinigt um Währungseffekte hätte das Plus 5 Prozent betragen. Das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich auf -416 (-493) Mio. EUR. Das Kapitalanlageergebnis erreicht 491 (560) Mio. EUR. Mit 262 (229) Mio. EUR übertraf das EBIT den Vorjahreswert, obwohl Vertragsrückzüge aufgrund der Ratenerhöhungen im US-Mortalitäts-Bestandsgeschäft belasteten. Unter Anrechnung der Auflösung einer nicht mehr benötigten Kostenreserve ergaben sich Einmalbelastungen von rund 185 Mio. EUR vor Steuern, die allerdings für die künftigen Geschäftsjahre zu einer deutlich vorteilhafteren Ertragsperspektive beitragen.

Viertes Quartal: Deutlicher Anstieg des operativen Ergebnisses

Von Oktober bis Dezember stiegen die gebuchten Bruttoprämien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4 Prozent auf 1,9 (1,8) Mrd. EUR. Das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich deutlich auf -59 (-130) Mio. EUR, das Kapitalanlageergebnis lag mit 122 (128) Mio. EUR in etwa auf Vorjahresniveau. Das EBIT verdreifachte sich auf 117 (36) Mio. EUR.

Ausblick 2019: Deutlicher Ergebnisanstieg erwartet

Die bereits im Herbst vergangenen Jahres veröffentlichten Prognosen für 2019 und die Folgejahre bekräftigt Talanx vollumfänglich. Der Konzern erwartet im laufenden Geschäftsjahr einen Anstieg der Bruttoprämien (währungsbereinigt) von rund 4 Prozent. Die vor dem Hintergrund eines wieder verschärften Niedrigzinsumfeldes ambitionierte IFRS-Kapitalanlagerendite sollte bei rund 2,7 Prozent liegen. Talanx strebt 2019 ein Konzernergebnis von rund 900 Mio. EUR an. Damit dürfte die Eigenkapitalrendite im Jahr 2019 bei rund 9,5 Prozent liegen, womit die Gesellschaft ihr strategisches Ziel von 800 Basispunkten über dem durchschnittlichen risikofreien Zins übertreffen würde.

Dieses Ergebnisziel steht unter dem Vorbehalt, dass Großschäden im Rahmen der Erwartungen bleiben und an den Währungs- und Kapitalmärkten keine Verwerfungen auftreten. Erklärtes Ziel von Talanx ist es weiterhin, einen Anteil von 35 Prozent bis 45 Prozent vom Konzernergebnis als Dividendenzahlung auszuschütten, mindestens jedoch eine Dividende in Höhe des Vorjahres.

Aktuell (18.03.2019 / 12:55 Uhr) notieren die Aktien der Talanx AG im Xetra-Handel mit einem Plus von +0,76 EUR (+2,22%) bei 35,02 EUR.


Chart: Talanx AG | Powered by GOYAX.de

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