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Die Stabilus S.A. (ISIN: LU1066226637), ein weltweit führender Anbieter von Gasfedern, Dämpfern und elektromechanischen Antrieben zur Bewegungssteuerung,

konnte sich in ihrem am 31. Dezember 2018 geendeten ersten Quartal von der allgemeinen Entwicklung der globalen Automobilindustrie nicht entkoppeln und verzeichnete einen leichten Umsatzrückgang.

Der Konzernumsatz verringerte sich im ersten Quartal GJ2019 gegenüber dem Vorjahresquartal um 2,4 Prozent auf 225,0 Millionen Euro (Q1 GJ2018: 230,6 Millionen Euro). Bereinigt um USD/EUR-Währungseffekte belief sich der Rückgang des Konzernumsatzes auf 3,6 Prozent.

Dr. Stephan Kessel, CEO von Stabilus, sagte: "Unser Geschäftsjahresauftakt wurde insbesondere von der schwächeren Entwicklung der Automobilbranche in Deutschland und China negativ beeinflusst. Die verringerten Erwartungen für das Gesamtgeschäftsjahr berücksichtigen die aktuellen Trends in wichtigen Absatzmärkten. Allerdings gehen wir davon aus, dass wir einen Teil der entgangenen Umsätze in den kommenden Quartalen aufholen können."

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Heterogene Entwicklung in den Regionen

In der Region Europa sank der Umsatz im Q1 GJ2019 um 2,9 Prozent auf 112,6 Millionen Euro, was insbesondere auf einen schwächeren Automobilmarkt (u.a. Umstellung auf den WLTP-Prüfzyklus) zurückzuführen war. In der NAFTA-Region war der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal nahezu unverändert bei 83,7 Millionen Euro, wobei hier der starke US-Dollar unterstützend wirkte (durchschnittlicher Wechselkurs von 1,14$/EUR im Q1 GJ2019 vs. 1,18$/EUR im Q1 GJ2018). Bereinigt um USD/EUR-Währungseffekte lag die Wachstumsrate in NAFTA im Q1 GJ2019 bei -3,0 Prozent. In Asien / Pazifik und RoW (Rest of World) verzeichnete das Unternehmen einen Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahresquartal von 7,4 Prozent auf 28,7 Millionen Euro. Verantwortlich waren hier insbesondere schwächere Märkte in China, die zu einem Rückgang von Automotive Gas Springs und Vibration & Velocity Control geführt haben.

Marktfaktoren beeinflussen Automotive- und Industrial-Geschäft

Nach Märkten verzeichnete Stabilus sowohl im Automotive- als auch im Industriegeschäft einen Umsatzrückgang im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2019. Im Automotive-Segment, das für 64 Prozent der Konzernumsätze stand, gingen die Erlöse um 2,8 Prozent auf 143,4 Millionen Euro zurück (Q1 GJ2018: 147,6 Millionen Euro). Bereinigt um USD/EUR-Währungseffekte lag der Umsatzrückgang bei 4,1 Prozent und konnte sich somit nicht vom Automotive-Markt entkoppeln, in dem die Anzahl der weltweit produzierten Leichtfahrzeuge im Q1 GJ2019 um 3,4 Prozent auf 24,4 Millionen Stück zurückging. Die schwächere Entwicklung der globalen Automobilindustrie ist insbesondere auf die Unsicherheiten aus der Umstellung auf den WLTP-Prüfzyklus, der Brexit-Debatte und des schwelenden Handelskonfliktes zwischen den USA und China zurückzuführen. Diese Entwicklung hatte sowohl bei Automotive Powerise als auch bei Automotive Gas Springs einen spürbaren Effekt. Auf das Industriegeschäft, das mit einem Umsatz von 81,6 Million Euro im Q1 GJ2019 einen moderaten Rückgang von 1,7 Prozent zum Vorjahresquartal (Q1 GJ2018: 83,0 Millionen Euro) verzeichnete, entfielen 36 Prozent des Konzernumsatzes. Währungsbereinigt ging der Umsatz in dem Segment um 2,7 Prozent zurück. Das Wachstum in den Segmenten Baumaschinen, Maschinenbau-/Produktionstechnologie sowie eine Verbesserung des Solardämpfergeschäftes reichten dabei nicht aus, die Schwäche in den Märkten Landmaschinen und Transport auszugleichen.

Bereinigte EBIT-Marge von 13,7 Prozent im ersten Quartal

Das bereinigte betriebliche Ergebnis (bereinigtes EBIT) sank im Q1 GJ2019 um 9,1 Prozent auf 30,8 Millionen Euro. Dies entspricht einer bereinigten EBIT-Marge von 13,7 Prozent, nach 14,7 Prozent im Vergleichsquartal Q1 GJ2018.

Im Q1 GJ2019 lag der Gewinn bei 17,7 Millionen Euro, nach 21,7 Millionen Euro im Vorjahresquartal, wobei im Q1 GJ2018 ein positiver Einmaleffekt in Höhe von 4,1 Millionen Euro aus der Neubewertung der US-Steuerverbindlichkeiten enthalten waren. Der freie Cashflow (FCF) lag bei 12,4 Millionen Euro, nach 14,7 Millionen Euro im Q1 GJ2018.

Prognose an Marktentwicklung angepasst

Aufgrund des aktuellen Marktumfelds passt Stabilus seine im Geschäftsbericht 2018 veröffentlichte Prognose an und erwartet nun für das Gesamtgeschäftsjahr 2019 ein Umsatzwachstum von rund 2 Prozent auf ca. 980 Mio. Euro (unter Annahme eines im Vorjahresvergleich konstanten USD/EUR-Kurses von 1,19), gegenüber einer vorherigen Wachstumserwartung von 5 Prozent. Die bereinigte EBIT-Marge wird bei ca. 15 Prozent erwartet, gegenüber einer vorherigen Prognose von 15,5 Prozent. Die Anpassung liegt in der Schwäche des chinesischen Automobilmarktes, der anhaltenden WLTP- und Dieselproblematik in Deutschland, den zunehmenden Unsicherheiten durch den Brexit sowie in dem schwelenden Handelskonflikt zwischen den USA und China begründet.

Aktuell (04.02.2019 / 09:10 Uhr) notieren die Aktien Stabilus S.A. im Xetra-Handel mit einem Minus von -3,65 EUR (-6,71 %) bei 50,75 EUR.


Chart: Stabilus S.A. | Powered by GOYAX.de

Weitere Informationen

  • ISIN: LU1066226637

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