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Die Aktie der Stabilus S.A. (ISIN: LU1066226637) notiert nach der gestrigen Veröffentlichung der Q1-Zahlen aktuell bei 56,27 EUR und legte damit bisher +8% zu.

Der Spezialist für Gasfedern, Dämpfer und elektromechanische Antriebe zur Bewegungssteuerung hat in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2016/2017 ordentlich zulegen können.

Dabei haben vor allem die in 2016 akquirierten vier Unternehmen für ein sehr starkes Umsatzwachstum innerhalb des Industriegeschäfts gesorgt. Im Automotive-Segment war es allen voran die Powerise-Technologie zum automatischen Öffnen und Schließen von Fahrzeugklappen, die zum Umsatzwachstum beitrug.


Umsatz steigt um knapp 26 Prozent

Der Umsatz im Q1 2016/2017 stieg von 167,30 Mio. EUR um +25,94% auf 210,70 Mio. EUR. Die im letzten Jahr erworbenen Tochtergesellschaften ACE, Hahn Gasfedern, Fabreeka und Tech Products waren mit 26,60 Mio. EUR daran beteiligt, d.h. mit einem Anteil von 12,63% am Gesamtumsatz.

Das Industriegeschäft legte im ersten Quartal von 46,70 Mio. EUR  (Q1 2015/2016) um +58,67% auf 74,10 Mio. EUR zu. Abzüglich der 26,60 Mio. EUR Umsatz der vier hinzugekauften Gesellschaften hätte der Umsatz hier mit 47,50 Mio. EUR nur leicht über dem Vorjahresniveau gelegen.

Das Automotive-Geschäft blieb mit 136,50 Mio. EUR weiterhin umsatzstärkstes Segment. Das Umsatzwachstum betrug hier +13,18% (Q1 2015/2016: 120,60 Mio. EUR). Bemerkenswert ist, dass Stabilus allein mit der Powerise-Technologie einen Umsatz von 53,40 Mio. EUR generierte (Q1 2015/2016: 42,50 Mio. EUR). Das bedeutet, dass 39,12% des Automotive-Umsatzes auf dem Absatz von Powerise-Produkten basierte.  

Wie der Automobilzulieferer weiter ausführt, war die Geschäftsentwicklung in allen Regionen positiv. Wichtigste Region blieb Europa mit einem Umsatz von 102,20 Mio. EUR und einem Umsatzzuwachs von +26,96% (Q1 2015/2016: 80,50 Mio. EUR). Die Region NAFTA folgte mit einem Umsatz von 81,60 Mio. EUR und einem Zuwachs von +21,25% (Q1 2015/2016: 67,30 Mio. EUR). Die Region Asien/Pazifik und Rest of World (RoW) kam auf einen Umsatz von 26,80 Mio. EUR und verzeichnete damit das stärkste regionale Wachstum von +36,74% (Q1 2015/2016: 19,60 Mio. EUR).


Gestiegener Umsatzanteil des Industriegeschäfts wirkt sich positiv auf EBIT-Marge aus

Auch auf Ergebnisseite zeigte sich bei Stabilus eine erfreuliche Entwicklung zu Beginn des neuen Geschäftsjahres. So steigerte man das bereinigte EBIT von 20,70 Mio. EUR (Q1 2015/2016) um +42,03% auf 29,40 Mio. EUR. Dabei konnte man die bereinigte EBIT-Marge von 12,40% deutlich auf 14% anheben. Grund dafür war in erster Linie der gestiegene Anteil des margenstärkeren Industriegeschäfts am Gesamtumsatz. Der Gewinn nach Steuern konnte von 13,50 Mio. EUR auf 29,80 Mio. EUR mehr als verdoppelt werden.


Reicht der Ausblick für 2016/2017 für den Sprung über die 57 EUR-Marke

Die Aktie befindet sich nach dem neuerlichen Anstieg von gestern aktuell wieder in Reichweite der Höchststände aus Januar 2017. Bereits zweimal startete das Papier in den letzten Wochen einen Anlauf in Richtung 57 EUR, scheiterte jedoch beide Male.

Klappt es im dritten Versuch? Das ist die Frage, die sich an dieser Stelle charttechnisch aufdrängt. Fundamental erhält die Aktie durchaus die notwendige Unterstützung in Form der guten Q1 Zahlen.

 

Stabilus S.A.
Chart: Stabilus S.A. | Powered by GOYAX.de
 

Und auch die Bestätigung der Jahresprognose könnte den weiteren Kursverlauf positiv stützen. Stabilus hat sich vorgenommen, den Umsatz im laufenden Geschäftsjahr von 737,50 Mio. EUR (2015/2016) um +17,29% auf 865 Mio. EUR zu steigern.

Weiteres Ziel ist es, eine bereinigte EBIT-Marge von 13% bis 14% zu erzielen. Dies würde unseren Berechnungen nach ein bereinigtes EBIT von 112,45 Mio. EUR bis 121,10 Mio. EUR erwarten lassen. Im letzten Geschäftsjahr belief sich das bereinigte EBIT auf 98,8 Mio. EUR. Die Ziele sind allerdings maßgeblich vom Wechselkurs USD/EUR abhängig. Das Unternehmen kalkuliert mit einem auf das Jahr gesehen durchschnittlichem Wechselkurs von 1,15 USD.

 

Mit Material von Stabilus S.A.

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Das Nebenwerte Magazin richtet seinen Fokus auf die Welt der deutschen Nebenwerte und hat sich zum Ziel gesetzt, Mid-Caps und Small-Caps aus Deutschland mehr in den Blickpunkt zu rücken.

Noch immer stehen deutsche Nebenwerte weitestgehend im Schatten der sogenannten 30 Blue Chips aus dem DAX, dem deutschen Leitindex. Doch so mancher Wert aus dem DAX kam ja einst aus der zweiten und dritten Reihe und war somit selbst einmal ein Mid-cap oder Small-Cap. SDAX, TECDAX und MDAX sind daher sozusagen die Wiege des DAX.

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