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Die im SDAX notierte Capital Stage AG (ISIN: DE0006095003) hat im ersten Halbjahr weniger Umsatzerlöse erzielt als geplant. Schuld daran – und das ist kein Scherz – war vor allem das Wetter.

So sorgten eine unter dem langjährigen Durchschnitt liegende Sonneneinstrahlung und ein unterdurchschnittliches Windaufkommen für weniger Einnahmen als zuvor prognostiziert. Genauer gesagt, blieb man 3 Mio. EUR hinter den eigenen Erwartungen zurück.


Schlechtes Wetter lässt Ergebniszuwachs durch Akquisitionen verpuffen

Auf Basis der Nicht-IFRS-Zahlen, welche die operative Ertragskraft widerspiegeln sollen, konnte Capital Stage den Umsatz von 56,4 Mio. EUR (1. HJ 2015) um 8,5 Mio. EUR auf 64,9 Mio. EUR steigern.

Das EBITDA stieg von 41,8 Mio. EUR (1. HJ 2015) um +21,53% auf 50,8 Mio. EUR und das EBIT von 27,6 Mio. EUR (1. HJ 2015) auf  31,9 Mio. EUR. Der Vorsteuergewinn (EBT) allerdings blieb mit 14,6 Mio. EUR auf dem Niveau des ersten Halbjahrs 2015.

Und das, obwohl das Portfolio fleißig ausgebaut wurde. Wie bereits erwähnt, waren dafür die im Vergleich zu den Vorjahren verschlechterten Wetterbedingungen verantwortlich. Diese haben den akquisitionsbedingten Ergebniszuwachs in Höhe von rund 20% kompensiert und damit verpuffen lassen.

Ohne diese „abnormen“ meteorologischen Verhältnisse wäre demnach ein EBT von rund 17,5 Mio. EUR erreicht worden. Ausgehend davon, dass sich die Wetterverhältnisse in Zukunft wieder den Durchschnittswerten annähern, ist damit zu rechnen, dass das Ergebnis sich durch die bereits gemachten und kommenden Akquisitionen weiter deutlich verbessert.

So wundert es auch nicht, dass der Vorstand seine Prognose für das Gesamtjahr trotz des widrigen Wetters bestätigte: Man rechnet weiterhin mit einem Umsatzwachstum auf über 130 Mio. EUR (2015: 112,8 Mio EUR), einem operativen EBITDA von über 100 Mio EUR (2015: 86,8 Mio. EUR) und einem operativen EBIT von über 60 Mio. EUR (2015: 55,4 Mio. EUR). Der operative Cashflow soll auf das Gesamtjahr gesehen über 93 Mio. EUR (2015: 74,5 Mio. EUR) betragen.

 

Capital Stage AG
Chart: Capital Stage AG | Powered by GOYAX.de


Ausbau des Solar- und Windparkportfolios im Fokus

Capital Stage hat im ersten Halbjahr in Italien, Großbritannien und in Deutschland insgesamt sieben Solarparks mit einer Leistung von zusammengerechnet rund 50 MW erworben. Darüber hinaus kaufte das Hamburger Unternehmen zwei weitere Windparks von der Energiekontor AG. Damit setzte man seine bisherige Wachstumsstrategie fort.

Die Gesamterzeugerleistung aller Solarparks liegt zum 30. Juni 2016 bei über 600 MW, die aller Windparks liegt zum selben Stichtag bei fast 140 MW. Der Vorstand kündigte zudem erneut an, in den nächsten Wochen und Monaten, das Portfolio durch Zukäufe weiter zu stärken.

Vor allem ein Deal steht seit Ende Mai im Fokus: Die avisierte Übernahme der nun ebenfalls im SDAX notierten Chorus Clean Energy AG (ISIN: DE000A12UL56). Beide Unternehmen versprechen sich durch den Zusammenschluss weitreichende Vorteile.


Capital Stage meldet Zwischenstand in Sachen Chorus Clean Energy

Mit den vorläufigen Zahlen für das erste Halbjahr lieferte der Vorstand von Capital Stage zudem eine Wasserstandsmeldung bezüglich der beabsichtigten Übernahme des Solar- und Windparkbetreibers Chorus Clean Energy.

Seit dem 28. Juli 2016 läuft die Angebotsfrist an die Aktionäre von Chorus Clean Energy. Capital Stage muss bis zum 16. September 2016, 24 Uhr (MEZ), eine Annahmequote von mindestens 50% plus 1 Aktie erreichen, um die Übernahme perfekt zu machen. Bei ca. 27,7 Mio. Chorus-Aktien entspricht das etwa 13,85 Mio. Aktien. Auf der Hauptversammlung am 8. Juli hatten die Aktionäre der Capital Stage den Weg für den Deal frei gemacht. Damit stimmten sie der dafür notwendigen Sachkapitalerhöhung zu. Das Angebot seitens Capital Stage beinhaltet den Tausch von 5 Capital Stage-Aktien für je 3 Chorus-Aktien. Somit werden bei erfolgreicher Übernahme mindestens rund 46,17 Mio. neue Aktien benötigt. Bei einem aktuellen Kurs der Capital Stage-Aktie von 6,18 EUR entspricht dies einem Wert von rund 285 Mio. EUR. Nehmen mehr als 50% zu, erhöht sich die Anzahl der Aktien und der Wert entsprechend.

Bis zum 18. August wurden bisher rund 21% (ca. 5,81 Mio. Aktien) der Chorus-Aktien eingetauscht. Allerdings sind in den 21% auch bereits die Aktienpakete des Hauptaktionärs sowie der Vorstandsmitglieder, die für sich schon knapp 15% umfassen, enthalten. Diese hatten mit der Ankündigung der Übernahme Ende Mai von Beginn an zugesagt, ihre Aktien umzutauschen.

Im Umkehrschluss heißt das, dass binnen der ersten 22 Tage bisher 6-7% der Aktien aus dem Streubesitz umgetauscht wurden. In den verbleibenden 29 Tagen (vom 18. August aus gerechnet) müssten somit noch 29% (ca. 8,03 Mio. Aktien) zum Tausch eingereicht werden.

 


Chart: Chorus Clean Energy AG | Powered by GOYAX.de

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