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Die VTG AG (ISIN: DE000VTG9999) hat mit der Veröffentlichung des Geschäftsberichts für 2015 die vorläufigen Zahlen vom 23. Februar bestätigt.

Das Hamburger Unternehmen für Waggonvermietung und Schienenlogistik profitierte vor allem von der Akquisition der Althaus Alstätter Eisenbahn Holding AG (AAE). Durch die Übernahme des Geschäfts sowie der 29.300 Waggons der AAE konnte man im letzten Geschäftsjahr einen Umsatz von über 1 Mrd. EUR erwirtschaften.


Umsatz, EBITDA und Gewinn steigen kräftig an

VTG erzielte in 2015 – wie bereits im Februar mit den vorläufigen Zahlen bekannt gegeben – einen Umsatz von knapp 1,03 Mrd. EUR (2014: 818,3 Mio. EUR) und steigerte diesen im Vergleich zum Vorjahr somit um +25,6%. Etwa 73,54% des Zuwachses entfielen dabei auf AAE, deren Geschäft 193,9 Mio. EUR zum Gesamtumsatzergebnis beitrug.

Der Bereich der Waggonvermietung, zu dem auch das Geschäft der AAE gehört, steuerte insgesamt 537,2 Mio. EUR (2014: 345,4 Mio. EUR) bei. Damit wuchs das Kernsegment um +55,5%. Der Bereich Schienenlogistik erreichte einen um +0,6% leicht verbesserten Umsatz von 324 Mio. EUR (2014: 322 Mio. EUR). Im kleinsten Segment der Tankcontainerlogistik steigerte VTG den Umsatz von 150,9 Mio. EUR in 2014 um +10,2% auf nunmehr 166,3 Mio. EUR.

Das EBITDA konnte auf Konzernebene um +76,2% auf 336,5 Mio. EUR (2014: 191 Mio. EUR) verbessert werden. Auch dies hatte VTG bereits mit den vorläufigen Zahlen bekannt gegeben. Bei der Waggonvermietung steigerte das Unternehmen das EBITDA um 72,5% auf 335,4 Mio. EUR, nach 194,4 Mio. EUR im Vorjahr. Bei der Tankcontainerlogistik belief sich das EBITDA auf 13,6 Mio. EUR (2014: 128 Mio. EUR), was einem Zuwachs von +10,2% entspricht und im Bereich Schienenlogistik schaffte es VTG mit 3,4 Mio. EUR (2014: -0,2 Mio. EUR) wie geplant wieder schwarze Zahlen zu schreiben.

Ebenfalls deutlich besser fiel der Konzerngewinn aus. Dieser verbesserte sich von 18,8 Mio. EUR in 2014 um +56,7% auf 29,4 Mio. EUR. 


Vorstand rechnet weiterhin mit positiver Entwicklung

Weiterhin bestätigt hat der Vorstand der VTG auch die Prognose für 2016. Demnach liegt der Zielkorridor beim Umsatz im laufenden Geschäftsjahr zwischen 1,03 Mrd. EUR und 1,07 Mrd. EUR. Darüber hinaus hat man sich vorgenommen, ein EBITDA zwischen 345 Mio. EUR und 355 Mio. EUR zu erzielen. Der Vorstand um den Vorsitzenden Dr. Heiko Fischer rechnet für das Jahr 2016 insgesamt mit einer guten Geschäftsentwicklung.  

Im Januar verkündete Refinanzierung bringt deutliche Zinsersparnisse

Dass sich das Geschäft der VTG weiterhin profitabel entwickelt, dazu wird sicherlich unter anderem die Refinanzierung von 1,2 Mrd. EUR beitragen, über welches das Unternehmen am 12. Januar berichtet hat. In der Meldung hieß es seinerzeit, dass man den Zinssatz signifikant senken konnte und daraus resultierend jährlich 10 Mio. EUR einsparen wird.

Die mit dem Konsortium aus zwölf internationalen Banken getroffenen Konditionen beinhalten dabei eine Tranche von 500 Mio. EUR mit einer Laufzeit von sieben Jahren, eine Tranche von 400 Mio. EUR mit einer Laufzeit von bis zu fünf Jahren und eine Kreditlinie von 300 Mio. EUR über eine Laufzeit von drei Jahren.

Die beiden ersten Tranchen im Volumen von insgesamt 900 Mio. EUR sollten dazu verwendet werden, große Teile der Altfinanzierungen, inklusive der von AAE, abzulösen. Die zusätzliche Kreditlinie soll derweil für weitere Flexibilität in Sachen Wachstumsinvestitionen sorgen.


Neue Aktionärsstruktur durch Anteilsverkäufe seitens Wilbur Ross

Mitte März hatte VTG darüber informiert, dass der Großaktionär Compagnie Européenne de Wagons S.à r.l., deren Anteilseigner wiederum von Wilbur Ross gemanagte Fonds sind, 15% seiner Anteile an die Joachim Herz Stiftung aus Hamburg (10%) und an die Hamburger Bank M.M. Warburg (5%) verkauft hat.

Das Luxemburger Unternehmen hatte die VTG im Jahr 2005 von der TUI AG übernommen und zwei Jahre später an die Börse gebracht.

Die VTG hat nun vier Großaktionäre: Andreas Goer, ehemaliger Inhaber der AAE, hält 29% der Anteile, Compagnie Européenne de Wagons S.à r.l nun noch 20%, Joachim Herz Stiftung 10% und M.M. Warburg 5%. Die restlichen Aktien sind im Streubesitz.


Geplante Erhöhung der Dividende könnte den Aktienkurs stützen

Aktuell notiert die Aktie der VTG bei 26,01 EUR. Damit liegt sie -8,54% unter dem letzten Kurs aus 2015. Im vergangenen Jahr erreichte das Papier aufgrund der positiven Entwicklung eine starke Performance von +58,13%.

Wie die meisten Aktien, musste jedoch auch die VTG-Aktie in den ersten beiden Monaten des neuen Jahres zunächst einmal Verluste in Höhe von -8,93% hinnehmen. Im März lief sie wieder mit +3,76% in den grünen Bereich. Doch mit der heutigen Veröffentlichung der endgültigen Zahlen wurde das im März erzielte Kursplus nun fast vollständig wieder aufgefressen.

Dennoch haben von fünf Analysten, die ihre Einschätzung zur Aktie in 2016 gemacht haben, vier eine Kaufempfehlung abgegeben. Nur die Berenberg Bank hatte Ende Februar mit einem Kursziel von 27,50 EUR eine Halteempfehlung ausgesprochen. Die Kursziele der Analysten bewegen sich zwischen 26 EUR und 39,50 EUR, wobei das rechnerische Mittel bei 31,80 EUR liegt. Warburg Research hatte mit 39,50 EUR das höchste Kursziel ausgegeben.

Positiv könnte die avisierte Dividendenerhöhung auf 0,50 EUR je Aktie bei Anlegern ankommen. Sie soll der Hauptversammlung (HV) am 31. Mai 2016 vorgeschlagen werden.

 

VTG AG
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