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Die Grenkeleasing AG (ISIN: DE000A161N30) hat die im letzten Jahr bereits mehrmals erhöhte Gewinnprognose für 2015 übertroffen.

Vor allem das anhaltende Wachstum beim hochmargigen Neugeschäft und die weiterhin günstigen Refinanzierungsbedingungen aufgrund der niedrigen Zinsen waren dafür ausschlaggebend.

Der Vorstand will den Aktionären auf der Hauptversammlung am 3. Mai nun eine Dividende von 1,50 EUR je Aktie vorschlagen, 0,40 EUR mehr als noch im Vorjahr.


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Jahresgewinn über den Erwartungen

Grenkeleasing schaut auf ein positives Geschäftsjahr 2015 zurück. Das Unternehmen aus Baden Baden konnte den Gewinn am Ende von 65,04 Mio. EUR (2014) um +24,3% auf 80,85 Mio. EUR steigern.

Mit diesem Ergebnis übertraf man sogar die im Oktober 2015 erhöhte Prognose. Im Herbst letzten Jahres hob man die Gewinnziele für das Gesamtjahr nach den guten Q3-Zahlen ein weiteres Mal von zuvor 74 Mio. EUR bis 78 Mio. EUR auf 78 Mio. EUR bis 80 Mio. EUR an. Der Rest des Jahres verlief offensichtlich abermals besser, als man das erwartet hatte.

Positiven Einfluss auf das Ergebnis hatte dabei unter anderem das weiterhin niedrige Zinsniveau. Grenkeleasing konnte bei der Refinanzierung 6,3 Mio. EUR an Zins-Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr einsparen, wodurch das Zinsergebnis von Grenkeleasing um +21,4% auf 191,2 Mio. EUR verbessert werden konnte.


Neugeschäft legt in allen drei Segmenten deutlich zu

Ein weiterer wichtiger Faktor, der sich ergebniswirksam niederschlug, war das wachsende Neugeschäft. Die gestern veröffentlichten Zahlen belegen, dass es in den drei Segmenten Leasing, Factoring und Grenke Bank im letzten Jahr zu einem kräftigen Zuwachs gekommen ist. Das Unternehmen hatte diese Entwicklung bereits Anfang Januar in einer Meldung bekannt gegeben.  

Mit 1,36 Mrd. EUR wies das Kerngeschäft Leasing beim Neugeschäft ein Wachstum von +20% aus. Deutschland bleibt hier mit einem Anteil von 24,88% wichtigster Einzelmarkt für Grenkeleasing. International legten alle Regionen zweistellig zu. Besonders hervor stach hier Südeuropa mit einem Zuwachs von +31,6% auf 347,66 Mio. EUR.

Der Bereich Factoring (inklusive Inkassodienstleistungen) legte derweil um +55,5% auf 324,63 Mio. EUR zu. Ein Jahr zuvor waren es noch 208,78 Mio. EUR. Das Geschäft in Deutschland bleibt hier ebenfalls mit 38,22% am gesamten Neugeschäft wichtigster Markt. Allerdings wuchs das Auslandgeschäft im Segment Factoring in 2015 um starke +118,5% auf 154,64 Mio. EUR und reduzierte damit gleichzeitig den Anteil des deutschen Markts am gesamten Neugeschäft um rund 13% gegenüber dem Vorjahr.

Das Neugeschäft der Grenke Bank aus der Existenzgründung inklusive vergebener Mikrokredite stieg mit +72,8% auch deutlich an, wenngleich das Volumen mit nunmehr 19,61 Mio. EUR mit Blick auf die beiden anderen Segmente weiterhin gering ist.


Deutliche Korrektur nach Erreichen des Allzeithochs 

„Endet die Rally nun oder geht sie weiter?“, diese Frage stellte sich bereits Ende Juli 2015 nach den Halbjahreszahlen. Denn bereits zu diesem Zeitpunkt hatte das Papier in den neun Monaten zuvor in einem steilen Anstieg 88% zugelegt und notierte seinerzeit bei 137 EUR.

Dass die Aktie im Weiteren bis zum 11. Januar auf ein neues Allzeithoch von 190 EUR steigen würde, war jedoch so sicher nicht abzusehen. Damit stieg der Kurs in sechs Monaten noch einmal um +38,69%.

Seither ging es in den folgenden Wochen jedoch wieder um -17,90% auf aktuell 156 EUR herunter. Eine Korrektur und Gewinnmitnahmen waren nach dem anhaltenden und kräftigen Kursanstieg auch wenig überraschend und zu erwarten. An dieser Stelle stellt sich nun die Frage, ob die Aktie von Grenkeleasing in den kommenden Monaten wieder genug Dynamik entwickeln kann, um noch einmal nachhaltig zu steigen.

Können die Aussicht auf eine deutlich erhöhte Dividende von 1,50 EUR je Aktie und die ausgegebene Gewinnprognose von 93 Mio. EUR bis 98 Mio. EUR für das Jahr 2016 dem Kurs vielleicht noch einmal ein wenig Antrieb verleihen?

Hinsichtlich der Dividende ist zu beachten, dass bei einem Aktienstückpreis von derzeit 156 EUR die Dividendenrendite nicht sonderlich hoch ausfällt. Bedenken sollte man zudem, dass das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf Basis der für 2016 erwarteten Gewinne aktuell schon zwischen 23,49 und 24,72 liegt. Bei einem Kurs von 190 EUR läge das KGV dann jenseits von 30.

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