Rheinmetall: Strategische Kooperation mit der Ukraine

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Rheinmetall und KMW gründen Joint Venture zur Wartung von NATO-Fahrzeugen im Baltikum
Die Rheinmetall AG und die Ukraine, vertreten durch den Minister für strategische Industrien, Oleksandr Kamyschin, haben während der „Ukraine Recovery Conference“ in Berlin ein Memorandum of Understanding zum Ausbau ihrer strategischen Zusammenarbeit unterzeichnet. Die Vereinbarung zielt darauf ab, weitere Bereiche für eine vertiefte Kooperation zwischen der ukrainischen Verteidigungs­industrie und dem Düsseldorfer Technologie­konzern zu identifizieren und zu entwickeln.

Armin Papperger, Vorstands­vorsitzender der Rheinmetall AG: „Mit dieser Vereinbarung bekräftigen wir unsere Absicht zur Zusammenarbeit auch in den kommenden Jahren und schaffen einen entsprechenden Rahmen. Konkret sind wir bereits in Gesprächen zur Gründung eines Joint Ventures zur Herstellung von Artillerie­munition in der Ukraine. Zudem wollen wir dem Land noch  in diesem Jahr erste Lynx-Schützenpanzer übergeben und zeitnah in die Fertigung dieser Systeme in der Ukraine einsteigen.“

Oleksandr Kamyschin, Minister für strategische Industrien der Ukraine: „Die ukrainische Rüstungsindustrie war jahrzehntelang im Niedergang begriffen. Aber heute lebt sie wieder auf und leistet einen wichtigen Beitrag zum wirtschaftlichen Aufschwung der Ukraine – auch dank Partnern wie Rheinmetall. Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung Rheinmetalls und das Vertrauen in die ukrainische Rüstungsindustrie. Und natürlich werden wir die gemachten Erfahrungen mit unseren Partnern teilen. Eines Tages wird die Ukraine der EU und der NATO beitreten – beide Organisationen werden damit einen starken Partner mit einer starken Verteidigungsindustrie haben, die nicht konkurriert, sondern sich ergänzt. Lassen Sie uns gemeinsam das Arsenal der freien Welt aufbauen.“

Im Rahmen der Zusammenarbeit soll neben möglichen Direktlieferungen durch Rheinmetall auch die (Re-)Industrialisierung von nationalem Fertigungs-Know-how einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Verteidigungsfähigkeit der Ukraine bilden.

Bestandteil eines noch zu schließenden Rahmenvertrags zur Lieferung von mehreren hundert Gefechtsfahrzeugen vom Typ Lynx an die Ukraine, wären auch Ausbildungs- sowie Wartungs- und Instandsetzungsleistungen.

Bereits im Februar 2024 hatten die beiden Partner erklärt, künftig in einem „Ukrainischen Kompetenz-zentrum für Munition“ eine sechsstellige Anzahl an 155mm-Geschossen, inklusive entsprechender Treibladungen pro Jahr fertigen zu wollen. An dem Gemeinschaftsunternehmen soll Rheinmetall 51 Prozent der Anteile halten, 49 Prozent sollen auf den ukrainischen Partner entfallen.

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