Planethic Group: Großauftrag für „Mililk“ – 60-Millionen-Liter-Wette auf den US-Pflanzendrinkmarkt

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Planethic Group, vielen Anlegern noch unter dem früheren Namen Veganz Group AG bekannt, meldet einen wichtigen Schritt für ihren Pflanzendrink-Ableger Mililk: Der Rahmenvertrag mit dem US-Partner Jindilli Beverages Inc. wurde deutlich nachgeschärft – zugunsten verbindlicher Mindestbestellmengen.

Jindilli verpflichtet sich, im ersten vollen Betriebsjahr der US-Produktionsanlage ein Mindestvolumen von 10 Millionen Litern Mililk abzunehmen, im darauffolgenden Jahr sollen es bereits 50 Millionen Liter sein. Für ein Unternehmen der Größenordnung Planethic ist das ein massiver Hebel – und de facto eine Abnahmegarantie, die die Planungssicherheit im US-Markt deutlich erhöht.

10 Mio., dann 50 Mio. Liter: Wachstum in Stufen – mit Hafer, Mandel, Soja

Die Belieferung der US-Partner soll stufenweise erfolgen: Den Anfang machen Hafer- und Mandelmilch, Sojamilch folgt, sobald die laufenden Entwicklungsarbeiten abgeschlossen sind. Damit deckt Planethic genau die Segmente ab, die im Pflanzendrinkmarkt seit Jahren zu den stärksten Treibern gehören.

Die Logik dahinter: Erst Volumen mit etablierten Sorten aufbauen, dann das Portfolio erweitern und über Sortenvielfalt und Markenstärke im Regal und in der Gastronomie wachsen. Nach Erreichen der anfänglichen Volumenziele sollen neue Abnahmemengen sowie ein langfristiger Liefervertrag verhandelt werden – der jetzige Deal ist also ausdrücklich als Einstieg in eine potenziell viel größere Partnerschaft gedacht.

US-Werk im Mittleren Westen: Ohne Mindestmengen kein Hochfahren

Klar ist auch: Ohne klare Abnahmezusagen wäre der Aufbau einer eigenen Produktionsstätte in den USA ein riskanter Ritt. Die jetzt erweiterten Mindestbestellmengen sind laut Planethic eine wesentliche Voraussetzung für den Aufbau des ersten Mililk-Werks in den Vereinigten Staaten.

Der Standort im Mittleren Westen soll innerhalb von drei bis vier Monaten ausgestattet und in Betrieb genommen werden – ein straffer Zeitplan, aber typisch für kapitalleichtere Foodtech-Setups. Mit fixierten Volumina im Rücken können Investitionen in Anlagen, Rohstoffbeschaffung und Logistik deutlich besser kalkuliert werden.

Planethic Group Strategische Positionierung: Von der Nische zur skalierbaren Plattform

Für Planethic ist die Vereinbarung mehr als nur ein schöner Einzelauftrag. Sie stärkt die strategische Position im US-Markt und legt die Grundlage für skalierbares Wachstum im Pflanzendrinksegment. Wer einmal eine eigene, skalierbare Infrastruktur auf einem Markt wie den USA stehen hat, kann später zusätzliche Volumina – etwa über weitere Partner oder eigene Marken – vergleichsweise kosteneffizient andocken.

Gelingt es Planethic, Mililk in den kommenden Jahren als verlässliche, industrielle Plant-Based-Plattform zu etablieren, könnte der Schritt mit Jindilli im Rückblick als der Moment gelten, in dem aus der ehemals bekannten Vegan-Marke Veganz eine international ernstzunehmende B2B-Wachstumsstory geworden ist. Bis dahin bleibt allerdings klar: Die jetzt zugesagten 60 Millionen Liter sind erst der Anfang – aber ein Anfang mit deutlich mehr Verbindlichkeit als nur schönen Absichtserklärungen.

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