Ottobock hat 2025 nach vorläufigen, noch nicht testierten Zahlen ein echtes Ausrufezeichen gesetzt: Umsatzerlöse im Kerngeschäft von 1,6 Mrd. € bedeuten +11,7% (organisch +10,6%). Gleichzeitig steigt das bereinigte EBITDA im Kerngeschäft auf 415,3 Mio. € – die EBITDA-Marge klettert auf 26,0%, ein Plus von 3,6 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr.
CEO Oliver Jakobi spricht von einem „Profitabilitätssprung“ und betont: „Wir sind sehr zufrieden mit unseren im Geschäftsjahr 2025 erzielten Ergebnissen…“
Wachstumstreiber: Produkt-Offensive, neue Erstattungen, mehr Patient-Care
Der Kern der Story ist nicht nur Umsatzwachstum – sondern warum es wächst. Ottobock führt eine ganze Reihe neuer Innovationen ins Feld: neue Generation eines marktführenden Kniegelenks für hochaktive Nutzer, eine vollständig überarbeitete Produktgeneration bei Arm- und Handprothetik sowie stärkere Exoskelett-Lösungen.
Ein besonders starker Hebel: neu etablierte Erstattungen für hochwertige prothetische Komponenten und mikroprozessorgesteuerte Orthesen in USA, Frankreich und Japan – genau diese „Payor“-Themen entscheiden im Medtech-Alltag oft über Tempo und Skalierung.
Parallel erweitert Ottobock das Patient-Care-Netzwerk (u. a. durch Akquisitionen in Belgien und Australien). Dass beide Welten zusammen funktionieren, zeigt der Split:
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Patient Care (B2C): +8,3% (organisch +4,9%)
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Produkte & Komponenten (B2B): +14,5% (organisch +15,2%)
Marge rauf, Schulden runter: Der Kapitalmarkt liebt genau diese Kombination
Das wirklich Beeindruckende ist die Ergebnis-Qualität: Das bereinigte EBITDA wächst überproportional um 29,5% (auf 415,3 Mio. €). Dazu kommt ein Free Cashflow von 228,0 Mio. € (+23,7%). Und: Der dynamische Verschuldungsgrad sinkt deutlich auf 2,3x (Vorjahr 3,5x).
Das ist die Art Kennzahlenmix, den Anleger typischerweise als „sauberes Wachstum“ einsortieren: Skaleneffekte + Cashflow + Deleveraging.
CFO Dr. Arne Kreitz bringt die Erwartungshaltung auf den Punkt: „… hervorragend gerüstet für weiteres deutliches Umsatzwachstum und überproportionale Ertragssteigerungen“.
Ausblick 2026 und 2029: Wachstum bleibt – Margenziel wird noch ambitionierter
Für 2026 stellt Ottobock im Kerngeschäft:
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Wachstum: 5,0–8,0%
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bereinigte EBITDA-Marge: >26,5%
Und mittelfristig (bis 2029) bleibt das Unternehmen offensiv:
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organisches Wachstum: 7,0–9,0%
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bereinigte EBITDA-Marge: 29,0–30,0%
Das ist eine klare Ansage: Nicht nur „weiter wachsen“, sondern die Profitabilität strukturell nach oben schieben.
Was Anleger aus der Meldung mitnehmen sollten
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Der Case ist stärker als „nur Medtech“: Ottobock zeigt, wie Innovation + Erstattung + Plattform (B2B/B2C) Wachstum verstetigen können.
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Marge ist der Star: +3,6 Prozentpunkte in einem Jahr ist ein Statement – und macht den Unterschied zwischen „gutes Geschäft“ und „Premium-Profil“.
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2026 wird das Prüfjahr für >26,5% Marge: Wenn das klappt, wird aus dem Rekordjahr eine Serie.
Hinweis wie im Text: Zahlen sind vorläufig und untestiert.














