Die Windkraftbranche bleibt einer der großen Profiteure der globalen Energiewende – und Nordex Group setzt jetzt ein weiteres deutliches Ausrufezeichen. Mit dem Produktionsstart einer neuen Rotorblattfabrik in der Türkei baut der Turbinenhersteller seine internationale Fertigungskapazität massiv aus und reagiert damit auf die anhaltend hohe Nachfrage nach modernen Onshore-Windenergieanlagen.
Für Anleger ist die Botschaft klar: Nordex positioniert sich immer stärker als einer der zentralen Gewinner des europäischen Windkraft-Ausbaus.
Neue Mega-Fabrik in der Türkei gestartet
Im türkischen Menemen bei Izmir hat Nordex im Mai 2026 offiziell die Produktion in seiner neuen Rotorblattfertigung aufgenommen. Der Standort ist beeindruckend dimensioniert: Auf rund 130.000 Quadratmetern Gesamtfläche sollen künftig bis zu 1.200 Rotorblätter pro Jahr produziert werden.
Bei voller Auslastung beschäftigt das Werk rund 1.200 Mitarbeiter und zählt damit zu den wichtigsten Produktionsstandorten des Konzerns in der Region.
Produziert werden dort unter anderem Rotorblätter für die neuesten Turbinentypen N163 und N175 – Anlagen, die speziell für mittlere bis starke Windbedingungen entwickelt wurden und besonders hohe Energieerträge liefern sollen.
Gerade diese leistungsstarken Turbinen gelten aktuell als entscheidend, um die Wirtschaftlichkeit moderner Windparks weiter zu verbessern.
Türkei wird für Nordex immer wichtiger
Die Türkei entwickelt sich zunehmend zu einem strategischen Kernmarkt für Nordex. Bereits seit 2009 ist das Unternehmen dort aktiv, seit 2017 konnte sich der Konzern sogar als Marktführer etablieren.
Mit einem Marktanteil von rund 34 % gehört Nordex inzwischen zu den dominierenden Akteuren im türkischen Windenergiemarkt.
Die neue Fabrik soll zunächst Rotorblätter für Projekte liefern, die im Rahmen der staatlichen YEKA-Ausschreibungen vergeben wurden. Diese Programme gelten als zentrale Säule des türkischen Ausbaus erneuerbarer Energien.
Besonders interessant für Investoren: Der Standort ist nicht nur auf den türkischen Markt ausgelegt. Nordex plant ausdrücklich auch Exporte nach Europa, um von der weiterhin hohen Nachfrage nach Windkraftanlagen in der EU zu profitieren.
Europa braucht mehr Windkraft – Nordex profitiert
Der Ausbau erneuerbarer Energien bleibt europaweit eines der wichtigsten politischen und wirtschaftlichen Großthemen. Vor allem der Onshore-Windmarkt gewinnt weiter an Dynamik, da viele Staaten ihre Ausbauziele beschleunigen.
Für Hersteller wie Nordex eröffnet das enorme Chancen. Gleichzeitig versuchen europäische Unternehmen zunehmend, Lieferketten zu stabilisieren und Produktionskapazitäten näher an die Kernmärkte zu bringen.
Die neue Fabrik könnte daher gleich mehrere strategische Vorteile bieten: geringere Transportkosten, schnellere Lieferzeiten und eine bessere Wettbewerbsposition bei europäischen Ausschreibungen.
Anleger setzen weiter auf den Windkraft-Sektor
Die Nachricht dürfte auch deshalb Aufmerksamkeit an der Börse erzeugen, weil Investoren wieder verstärkt auf erneuerbare Energien setzen. Nach schwierigen Jahren mit hohen Kosten, Lieferkettenproblemen und steigenden Zinsen stabilisiert sich die Branche zunehmend.
Nordex zeigt mit der neuen Investition, dass das Unternehmen trotz des anspruchsvollen Marktumfelds weiter offensiv expandiert.
Sollte die Nachfrage nach Windenergieprojekten in Europa und der Türkei weiter anziehen, könnte sich die neue Rotorblattfertigung langfristig als wichtiger Wachstumstreiber für den Konzern erweisen.















