Nordex baut ihre starke Stellung in Skandinavien weiter aus: Der Windturbinenhersteller erhält von OX2 den Auftrag zur Lieferung und Errichtung von 27 Anlagen des Typs N163/6.X für den Windpark Fageråsen in Schweden. Insgesamt entsteht damit eine Kapazität von 189 MW – ein Projekt, das sowohl technologisch als auch strategisch in die Kernstory von Nordex passt: Kaltklima-Kompetenz plus langfristiges Servicegeschäft.
Kaltklima als Wettbewerbsvorteil
Der Standort südwestlich von Malung in der Region Dalarna gilt als anspruchsvolles Terrain: lange Winter, tiefe Temperaturen, Vereisungsgefahr an den Rotorblättern. Genau hier setzt Nordex seine Spezialisierung auf Kaltklima-Märkte in Szene.
Die Turbinen werden in einer speziellen Kaltklimakonfiguration ausgeliefert und mit dem Advanced Anti-Icing-System ausgestattet. Dieses System reduziert Eisbildung an den Rotorblättern und sorgt dafür, dass die Anlagen auch bei typischen nordischen Winterbedingungen durchlaufen können. Für Betreiber bedeutet das weniger Stillstand, bessere Planbarkeit und ein höheres Ertragsniveau über die gesamte Laufzeit.
Mit den 119 Meter hohen Stahlrohrtürmen zielt Nordex zudem auf eine optimale Nabenhöhe für die Windverhältnisse vor Ort und damit auf möglichst niedrige Stromgestehungskosten (LCOE).
25 Jahre Service – ein Projekt mit Langfristcharakter
Der Auftrag endet nicht mit der Errichtung der 27 Turbinen. Nordex übernimmt den Premium-Service für die gesamte Windfarm mit einer produktionsbasierten Verfügbarkeitsgarantie über bis zu 25 Jahre.
Für Nordex ist das doppelt attraktiv: Einerseits erhöhen langfristige Serviceverträge die Visibilität wiederkehrender Umsätze. Andererseits stärken sie die Bindung zum Kunden und schaffen die Basis für mögliche Folgeprojekte in der Region. OX2 und Nordex arbeiten schon länger in Nordeuropa zusammen – Fageråsen ist ein weiterer Baustein in dieser Partnerschaft.
Zeitplan: Bau ab 2026, Strom ab 2028
Die ersten Arbeiten vor Ort beginnen bereits 2026, wenn die Fundamente erstellt werden. 2027 folgt die Installation der Turbinen. Der kommerzielle Betrieb ist für Anfang 2028 geplant. Ab dann dürfte der Windpark einen relevanten Beitrag zur Versorgung mit regenerativem Strom in Schweden leisten.
Vor dem Hintergrund steigender Nachfrage nach verlässlicher, wetter- und systemstabiler Onshore-Windenergie in Nordeuropa zahlt Fageråsen direkt auf das Nordex-Profils ein: technologisch robuste Turbinen, ausgelegt für kaltes Klima, kombiniert mit langfristigen Servicepaketen – genau dort, wo andere Hersteller an ihre Grenzen stoßen.
Strategische Einordnung
Mit dem Auftrag von OX2 festigt Nordex seine Position als einer der führenden Anbieter im Kaltklima-Segment. Der Fokus auf N163/6.X mit Kaltklima- und Anti-Icing-Paket zeigt, wohin die Reise geht: weniger experimentelle Prototypen, mehr skalierbare Plattformen mit klarem Einsatzprofil.
Fageråsen ist damit nicht nur ein weiterer Punkt auf der Projektliste, sondern ein Beispiel dafür, wie Nordex in Nordeuropa Marktanteile über Technologie, Lokalerfahrung und Servicebindungsmodelle verteidigt und ausbaut.









