Nordex legt nach: Neue Aufträge über 228 MW sichern langfristiges Servicegeschäft

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Nordex Group setzt ihre starke Auftragsentwicklung in Europa fort. Ende September erhielt der Windkraftanlagenbauer mehrere neue Bestellungen über die Lieferung und Errichtung von insgesamt 35 Windenergieanlagen. Zusammen kommen die Turbinen auf eine Leistung von rund 228 MW.

Besonders interessant ist, dass Nordex nicht nur das Geschäft mit der Lieferung und Installation der Anlagen gewinnt. Die Verträge beinhalten zusätzlich Serviceleistungen mit Laufzeiten von bis zu 25 Jahren. Damit baut das Unternehmen seine installierte Basis weiter aus und sichert sich gleichzeitig langfristiges Servicegeschäft. Die Namen der Kunden und der einzelnen Windparks werden nicht veröffentlicht.

Drei Turbinentypen kommen zum Einsatz

Für die verschiedenen europäischen Projekte werden Anlagen der Typen N175/6.X, N163/6.X und N149/4.X eingesetzt. Die unterschiedlichen Modelle ermöglichen Nordex, die Turbinen an die jeweiligen Wind- und Standortbedingungen anzupassen.

Vor allem die N175/6.X taucht inzwischen regelmäßig bei neuen Nordex-Aufträgen auf. Damit gewinnt eine der neueren Anlagen innerhalb der Delta4000-Plattform zunehmend an Bedeutung im Auftragseingang des Konzerns.

Die Kombination verschiedener Turbinentypen zeigt zugleich die Breite des Nordex-Portfolios. Nicht an jedem Standort ist automatisch die größte verfügbare Anlage die wirtschaftlich beste Lösung. Entscheidend sind unter anderem Windverhältnisse, Genehmigungen und projektspezifische Anforderungen.

Anti-Icing-Technologie soll Winterverluste deutlich reduzieren

Ein Teil der bestellten Anlagen wird zudem in einer speziellen Kaltklima-Ausführung geliefert und mit dem Nordex Advanced Anti-Icing System, kurz AIS, ausgestattet.

Das System soll verhindern, dass Vereisung die Stromproduktion im Winter unnötig stark beeinträchtigt. Nach Angaben von Nordex können dadurch verursachte Produktionsverluste um bis zu 80 Prozent reduziert werden.

Das ist insbesondere an Standorten mit häufigen Vereisungsbedingungen wirtschaftlich relevant. Die Anlagen können länger in Betrieb bleiben und auch während der Wintermonate Strom produzieren – also gerade in einer Jahreszeit, in der die Energienachfrage und teilweise auch die Marktpreise vergleichsweise hoch sein können.

Serviceverträge mit bis zu 25 Jahren Laufzeit

Für Anleger ist neben den 228 MW vor allem die lange Laufzeit der Serviceverträge interessant.

Bis zu 25 Jahre soll Nordex die entsprechenden Anlagen betreuen. Dadurch endet die wirtschaftliche Beziehung zum Kunden nicht mit der Errichtung des Windparks.

Mit jeder neu installierten und langfristig betreuten Turbine wächst die Servicebasis des Konzerns. Das kann über viele Jahre wiederkehrende Erlöse generieren und ergänzt das stärker projektabhängige Geschäft mit dem Verkauf und der Errichtung von Windenergieanlagen.

Fazit: Nordex sammelt weiter europäische Aufträge ein

Mit den neuen Bestellungen setzt Nordex seine jüngste Auftragsserie fort. 35 Windenergieanlagen mit rund 228 MW Gesamtleistung stärken den Auftragsbestand und sorgen gleichzeitig für zusätzliches langfristiges Servicegeschäft.

Interessant ist dabei die Mischung aus moderner Turbinentechnologie, standortspezifischen Lösungen und Serviceverträgen mit Laufzeiten von bis zu 25 Jahren.

Das Auftragsvolumen in Euro nennt Nordex zwar nicht. Für die weitere Geschäftsentwicklung zählt jedoch vor allem die Kontinuität: Wenn der Konzern seine Auftragsbücher weiter füllt und gleichzeitig immer mehr Anlagen langfristig im Service betreut, wächst neben dem Neuanlagengeschäft auch die Basis für wiederkehrende Erlöse.

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