Mutares hat eine Vereinbarung unterzeichnet, das Fußbodengeschäft der Hamberger Industriewerke GmbH zu übernehmen. Die Transaktion soll – vorbehaltlich üblicher behördlicher Genehmigungen – im zweiten Quartal 2026 abgeschlossen werden und dient als neue Plattforminvestition im Segment Goods & Services.
Für Anleger ist das typisch Mutares: Carve-out/Plattform kaufen, operativ schärfen, Wert heben – und später über Exit oder Strukturmaßnahmen monetarisieren.
HARO im Überblick: Premiummarke, zwei Werke, Vertrieb in 70+ Ländern
Beim Zielobjekt handelt es sich um das bekannte Fußboden-Geschäft unter der Marke HARO: Parkett und weitere Hartbodenbeläge, produziert an Standorten in Deutschland und Bulgarien mit zwei hochautomatisierten Produktionsstätten und globalem Vertriebsnetz in mehr als 70 Ländern. Das Unternehmen beschäftigt über 700 Mitarbeiter und erzielt rund 150 Mio. € Umsatz.
Das ist eine Größenordnung, die im Mutares-Portfolio als Plattform Sinn ergibt: genug Substanz, um Einkauf/Produktion/Vertrieb zu optimieren – und gleichzeitig international skalierbar.
Warum das Timing spannend ist: Renovierung, Bauzyklen – und Asien als Wachstumshebel
Mutares betont eine starke Position im deutschen Parkettmarkt sowie Wachstumsdynamik in Asien.
Gerade im Flooring-Markt hängt vieles am Bau- und Renovierungszyklus. Für Mutares zählt deshalb weniger die „schöne Story“, sondern ob sich Wertschöpfungspotenziale (z. B. Automatisierungsvorteile, Produktmix, Konditionen im Handel, Working Capital) in Cashflows übersetzen lassen.
Ein Satz aus der Mitteilung zeigt, wie Mutares das Paket einordnet. Johannes Laumann spricht von einer „außergewöhnlichen Gelegenheit“, Deutschlands führenden Parketthersteller mit einer global anerkannten Premiummarke zu erwerben.
Was Aktionäre daraus ableiten können: Kurzfristig ruhig, mittelfristig Exit-Fantasie
Kurzfristig ist der Deal vor allem ein Portfolio-Baustein: Closing erst in Q2 2026, operative Effekte kommen nicht über Nacht.
Mittelfristig kann so eine Plattform aber gleich mehrere Hebel liefern:
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Skalierung & Internationalisierung (insb. Asien-Expansion)
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Effizienzprogramme (Werke, Logistik, Einkauf, Produktmix)
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Späterer Exit (Trade Sale/IPO/Teilverkauf) – das ist bei Mutares regelmäßig der Werttreiber
Wichtig: Solche Carve-outs sind nicht risikofrei (Integrations- und Marktzyklusrisiko). Aber die Daten (Automatisierung, Marke, Größe) passen in das „Mutares-Handbuch“.
Der nächste Termin für Anleger
Jetzt wird der Markt vor allem auf Details schauen: Kaufpreis/Struktur, mögliche Ergebnisbeiträge, Closing-Fortschritt und – entscheidend – wie Mutares den Werthebel konkret ansetzt. Die Grundlage ist gelegt, der Rest ist Execution.













