MHP Hotel AG knackt Rekordmarke: Umsatzstärkstes Quartal ever – und Wien wird zum Game Changer!

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MHP Hotel AG liefert zum Jahresende 2025 ein beeindruckendes Ausrufezeichen: Mit 52,6 Millionen Euro Umsatz im vierten Quartal stellt der Betreiber von Premium- und Luxushotels im deutschsprachigen Raum einen neuen Quartalsrekord auf. Während andere Branchen mit konjunkturellen Gegenwind kämpfen, zeigt sich das obere Hotelsegment erstaunlich resilient. Die Botschaft an Anleger ist klar: Wer Geld hat, gibt es auch aus – und zwar gerne für exklusive Übernachtungen.

Das ratenfokussierte Revenue-Management zahlt sich aus: Statt auf Masse setzt MHP konsequent auf höhere Zimmerpreise. Eine Strategie, die im Luxussegment perfekt aufgeht und die Margen schont. Für Small-Cap-Investoren, die nach profitablen Wachstumsstorys abseits des Mainstreams suchen, könnte dieser Nebenwert zunehmend auf den Radar rücken.

Koenigshof München explodiert mit 40 Prozent Wachstum – Sheraton Düsseldorf legt 20 Prozent zu

Die Performance auf Einzelhotelebene liest sich wie ein Lehrbuch für erfolgreiches Hotelmanagement. Das Koenigshof, a Luxury Collection Hotel, Munich, schießt den Vogel ab: Satte 40 Prozent Umsatzplus im Vergleich zum ohnehin starken Vorjahresquartal. Höhere Zimmerpreise kombiniert mit steigender Belegung – diese Kombination lässt Hotelmanager und Aktionäre gleichermaßen jubeln. Die Stabilisierungsphase des Münchner Flaggschiffs ist offenbar erfolgreich abgeschlossen.

Auch das Sheraton Düsseldorf Airport Hotel zeigt Stärke: Mit einem Umsatzplus von rund 20 Prozent im vierten Quartal profitiert das Haus von einem besonders starken Oktober und November. Geschäftsreisende und Tagungsgäste scheinen zurück zu sein – ein wichtiges Signal für die gesamte Branche.

In Wien beweisen Le Méridien Vienna und MOOONS Vienna ihre Robustheit: Trotz dynamischem Marktumfeld steigerten die Häuser ihren Umsatz im Dezember um rund 20 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Ein starkes Zeichen in einem zunehmend kompetitiven Markt.

Wien wird zum strategischen Gamechanger – vier Hotels in Europas Top-Destination

Strategisch wird es jetzt richtig interessant: MHP baut seine Präsenz in Wien massiv aus und wird künftig vier Hotels in der österreichischen Hauptstadt betreiben. Das Andaz Vienna am Belvedere, by Hyatt (künftig Hyatt Regency Vienna) kam bereits am 2. Februar 2026 ins Portfolio, das künftige Sheraton Vienna folgt ab 2027.

Die Wien-Offensive ist alles andere als zufällig: Die Donaumetropole verzeichnete 2025 erstmals über 20 Millionen Übernachtungen und gehört zu den stärksten europäischen Städtetourismus-Märkten. Für MHP bedeutet das nicht nur Umsatzdiversifizierung, sondern auch verbesserte Skalierungseffekte und Verhandlungsmacht. Gerade in Zeiten hoher Kosten ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Zum Vergleich: Während andere Hotelketten wie die Steigenberger-Mutter Deutsche Hospitality oder kleinere börsennotierte Player wie die Eyemaxx Real Estate AG noch mit Portfoliobereinigungen beschäftigt sind, geht MHP in die Offensive. Eine mutige Strategie, die sich auszahlen könnte.

Zimmerpreise klettern auf 249 Euro – RevPAR steigt um 10 Prozent

Die Kennzahlen belegen eindrucksvoll, dass MHP nicht nur wächst, sondern auch profitabel wächst. Der durchschnittliche Zimmerpreis (ADR) kletterte im vierten Quartal auf 249 Euro – ein deutlicher Sprung von 227 Euro im Vorjahreszeitraum. Das entspricht einem Plus von fast 10 Prozent und zeigt: Die Zahlungsbereitschaft im Premium- und Luxussegment ist ungebrochen hoch.

Noch aussagekräftiger ist der RevPAR (Revenue per Available Room), der Umsatz pro verfügbarem Zimmer. Bereinigt um die Anlaufphase des im September 2025 eröffneten Conrad Hamburg stieg dieser auf 203 Euro – satte 10 Prozent über Vorjahresniveau. Die bereinigte Belegungsquote lag bei soliden 82 Prozent (Vorjahr: 81 Prozent).

Diese Kombination aus Preissteigerung und stabiler Auslastung ist der heilige Gral im Hotelgeschäft. Inklusive der Anlaufeffekte des Conrad Hamburg liegt der RevPAR bei 195 Euro und die Belegungsquote bei 78 Prozent – immer noch respektable Werte für ein neu eröffnetes Luxushaus.

CEO Frehse sieht MHP als aktiven Player bei Marktkonsolidierung

Dr. Jörg Frehse, Vorstandsvorsitzender der MHP Hotel AG, gibt sich selbstbewusst: „Mit dem Zugang zum Kapitalmarkt und unseren starken Performance-Kennzahlen sind wir bestens positioniert, um die laufende Marktkonsolidierung aktiv mitzugestalten und daraus strategische Wachstumschancen zu nutzen.“

Übersetzung für Anleger: MHP sieht sich als Konsolidierer im fragmentierten deutschen Hotelmarkt. Der Börsengang verschafft dem Unternehmen Zugang zu Kapital für weitere Akquisitionen. Gerade im Nebenwerte-Segment sind solche Aussagen hochinteressant, denn sie deuten auf mögliche M&A-Aktivitäten hin. Wer früh dabei ist, könnte von künftigen Übernahmen und Synergieeffekten profitieren.

Prognose 2025 bestätigt – 2026 kommt der große Sprung auf 225 Mio. Euro Umsatz

Die Zahlen für 2025 entsprechen den Erwartungen: MHP rechnet mit einem Konzernumsatz von rund 180 Millionen Euro und einem Konzern-EBITDA von rund 15 Millionen Euro. Der finale Konzernabschluss soll Anfang Mai 2026 veröffentlicht werden, vorbehaltlich der laufenden Abschlussprüfung.

Richtig spannend wird es 2026: MHP erwartet eine Umsatzsteigerung um satte 25 Prozent auf rund 225 Millionen Euro. Treiber sind der volle Jahresbeitrag des Conrad Hamburg sowie die Übernahme des Andaz Vienna (künftig Hyatt Regency Vienna) im Februar 2026. Zusätzlichen Rückenwind liefert der internationale Tourismus: Die UN Tourism prognostiziert für 2026 ein weltweites Wachstum von 3 bis 4 Prozent, wobei Europa eine der stärksten Zielregionen bleibt.

Beim EBITDA wird MHP für 2026 vorsichtiger: Erwartet werden über 10 Millionen Euro – und damit weniger als 2025. Der Grund sind Einmaleffekte: 2025 profitierte das EBITDA von Key Money und Eröffnungszuschüssen für das Conrad Hamburg. 2026 schlagen dagegen Due-Diligence-Kosten, Transaktionskosten, Rebrandingaufwendungen sowie Renovierungen im Le Méridien Stuttgart und Le Méridien Hamburg zu Buche. Eine ehrliche Kommunikation, die bei Investoren gut ankommen dürfte.

Fazit: MHP Hotel AG auf Wachstumskurs – Luxussegment als Anleger-Chance?

Die MHP Hotel AG liefert mit dem Rekordquartal einen überzeugenden Beweis für die Stärke des Premium- und Luxussegments. Während günstigere Hotelketten unter Preisdruck leiden, zeigt MHP: Im oberen Segment sind Preissteigerungen durchsetzbar und die Nachfrage robust.

Die Wien-Expansion verschafft dem Unternehmen zusätzliche Wachstumsperspektiven in einem der attraktivsten europäischen Märkte. Die angekündigte Rolle als aktiver Player bei der Marktkonsolidierung könnte weitere Übernahmen und damit Wachstum bringen.

Für Anleger, die im Small-Cap-Bereich nach aussichtsreichen Wachstumswerten suchen, könnte die MHP-Aktie eine nähere Betrachtung wert sein. Das Unternehmen profitiert vom strukturellen Trend zu höherwertigen Reiseerlebnissen und hat mit dem Börsengang die finanzielle Basis für weiteres Wachstum gelegt. Allerdings sollten Investoren die relativ geringe Marktkapitalisierung und damit höhere Volatilität im Blick behalten – typisch für Nebenwerte in der Wachstumsphase.

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