Mensch und Maschine, der CAD/CAM/BIM-Spezialist Mensch und Maschine Software SE (MuM, ISIN DE0006580806) hat im Geschäftsbericht 2025 nachgelegt: Rekordergebnisse trotz hoher Zukunftsinvestitionen – und trotz nicht-operativer Belastungen aus der Personal-Konsolidierung. Das eigentlich spannende Signal für Anleger steckt aber zwischen den Zeilen: Die geplante Gewinnverdoppelung bis 2030 soll nun mit weniger Rohertragswachstum erreichbar sein. Heißt: mehr Ergebnishebel pro Euro Wachstum.
Rekord bestätigt: EPS sogar leicht über den vorläufigen Zahlen
Die bereits am 11. Februar gemeldeten vorläufigen Rekordergebnisse wurden bestätigt – beim Gewinn pro Aktie (EPS) sogar leicht übertroffen: 191 Cent.
Für Investoren ist das ein klassisches Vertrauenssignal: MuM liefert nicht nur im Rahmen der Erwartungen, sondern setzt im Detail noch einen drauf.
Autodesk-Umstellung: Weniger „Umsatz“, mehr Rendite – und plötzlich springt die EBIT-Marge
Der große strukturelle Treiber 2025 ist die Autodesk-Umstellung von Wiederverkauf auf Provision. Dadurch fallen nicht-wertschöpfende Umsatzanteile weg. Das kann auf den ersten Blick nach „weniger Größe“ aussehen – führt aber zu einem Effekt, den der Markt meist mag: sprunghaft bessere Umsatzrenditen.
MuM nennt dafür ein plakatives Beispiel: Die EBIT-Marge steigt von 14,3% auf 20,6%. Das ist ein echter Sprung – und macht die Story einfacher: weniger Durchlaufgeschäft, mehr Profitabilität.
Bilanz wird schlanker: erste Anzeichen – bis Ende 2026 soll es deutlicher werden
Neben der Margenstory spricht MuM auch von einer Verschlankung der Konzernbilanz, deren Effekt sich bis zum Jahresende 2026 noch klarer zeigen soll. Für Anleger ist das relevant, weil eine schlankere Bilanz in der Regel auf bessere Kapitalbindung, weniger Komplexität und oft auch mehr Cashflow-Qualität hinweist.
Dividende rauf: 2,00 Euro – und die Hälfte potenziell steuerfrei
MuM will Aktionäre weiter sichtbar beteiligen: Der Verwaltungsvorschlag für die Hauptversammlung am 12. Mai 2026 lautet auf 200 Cent Dividende (Vorjahr 185 Cent; +8,1%), erneut wahlweise in bar oder als Aktiendividende.
Zusätzlicher Pluspunkt für viele Privatanleger: 100 von 200 Cent stammen aus dem steuerlichen Einlagenkonto (§27 KStG) und können damit ohne Steuerabzug ausgeschüttet werden.
Der Knackpunkt für die Bewertung: Ergebnisverdoppelung bis 2030 – mit weniger Wachstum erreichbar
MuM-Gründer/Chairman Adi Drotleff und CFO Markus Pech verweisen auf eine gesenkte Kostenbasis. Dadurch werde das Hauptziel – Ergebnisverdoppelung in 5 Jahren (bis 2030), also +15% p.a. – nun schon mit mittlerem Rohertragswachstum von +8% p.a. erreichbar (statt +10% p.a. in früheren Plänen).
Für Investoren ist das ein starkes Signal: Wenn ein Unternehmen sein Ziel mit weniger Wachstum schaffen kann, bedeutet das meist höhere operative Hebel, mehr Effizienz – und oft eine stabilere Planbarkeit.
Mensch und Maschine Ausblick 2026: Rohertrag 193–200 Mio. Euro, EPS 211–226 Cent, Dividende 220–240 Cent
Für 2026 formuliert MuM konkrete Zielkorridore:
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Rohertrag: +6–10% auf 193–200 Mio. Euro
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EPS: +11–19% auf 211–226 Cent
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EBIT: 54,5–58,5 Mio. Euro
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Dividende: geplant 220–240 Cent
Das ist eine typische MuM-Ansage: konservativ genug für Glaubwürdigkeit, aber mit klarer Aufwärtsspanne – und mit dem Fokus auf die Kennzahlen, die an der Börse zählen.















