MDAX | Uniper will nach Q3-Zahlen Jahresziele erreichen

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07.11.2017 – Die Uniper SE (ISIN: DE000UNSE018) blickt nach dem dritten Quartal zuversichtlich auf das Gesamtjahr 2017: Das bereinigte EBIT erreichte 952 Mio. Euro in den ersten neun Monaten nach rund 1,3 Mrd. im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang von 300 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr resultiert vor allem aus dem Wegfall hoher Einmaleffekte aus dem Jahr 2016.

Dazu zählen der hohe positive Effekt aus der Einigung mit Gazprom über angepasste Lieferkonditionen bei den langfristigen Gasverträgen ebenso wie die außergewöhnlich hohen Erträge aus Optimierungsaktivitäten im Gasgeschäft. Profitiert hat das Ergebnis des Neunmonatszeitraums vom Wegfall der im Vorjahr getätigten Abschreibung auf den beschädigten russischen Kraftwerksblock Berjosowskaja 3 sowie von der hierfür in diesem Jahr erhaltenen Versicherungsleistung.

Jahresziele sollen erreicht werden

Finanzvorstand Christopher Delbrück sagt: „Uniper hat sich in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2017 in einem nach wie vor herausfordernden Marktumfeld operativ stabil entwickelt. Der Erfolg einer unabhängigen Uniper spiegelt sich zudem einmal mehr in einer weiterhin positiven Aktienkursentwicklung sowie einer starken Bilanz wider. Wir setzen weiter alles daran zu liefern, was wir versprochen haben und sind im Endspurt zur Erreichung unserer Jahresziele. Unseren Ausblick für das Geschäftsjahr 2017 bestätigen wir heute noch einmal, so wie wir ihn Anfang August kommuniziert haben.“

Trotz niedrigerer realisierter Margen zeigte das Segment Europäische Erzeugung einen weiterhin robusten Ergebnistrend: Das bereinigte operative Ergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 127 Mio. Euro auf 280 Mio. Euro (9M 2016:153 Mio. Euro), wobei dafür teilweise Einmaleffekte verantwortlich waren. Dazu zählt beispielsweise der Wegfall von Ergebnisbelastungen aus Rückstellungsbildungen im Vorjahr. Weiterer Treiber für den Ergebnisanstieg waren geringere Abschreibungen nach den hohen außerplanmäßigen Wertberichtigungen auf fossile Kraftwerke im Vorjahr. In Schweden profitierte Uniper zudem von einer niedrigeren Besteuerung für Wasser- und Kernkraftwerke sowie der Wiederinbetriebnahme des Kernkraftwerks Ringhals 2.

Das bereinigte EBIT des Segments Globaler Handel sank in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2017 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum deutlich um 1,0 Mrd. Euro auf 278 Mio. Euro (9M 2016: 1,3 Mrd. Euro). Der Rückgang ist vor allem darin begründet, dass sich der im Vorjahr durch Einmaleffekte geprägte, extrem starke Ergebnisbeitrag des Midstream-Gasgeschäfts in 2017 wie erwartet normalisiert hat.


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Das bereinigte EBIT des Segments Internationale Stromerzeugung verbesserte sich in den ersten neun Monaten um 554 Mio. Euro auf 537 Mio. Euro (9M 2016: -17 Mio. Euro). Gegenüber dem Neunmonatszeitraum 2016 entfiel vor allem die Ergebnisbelastung durch die Abschreibung auf Teile des 800-MW-Blocks des russischen Kraftwerks Berjosowskaja 3. Positiv wirkten sich die vollständige Auszahlung der Versicherungsleistung, höhere Tarifzahlungen für neue Kapazitäten sowie eine günstige Wechselkursentwicklung beim russischen Rubel aus.

Deutliche Verbesserung

Uniper hat in den ersten neun Monaten 2017 einen Konzernüberschuss in Höhe von 782 Mio. Euro erzielt (9M 2016: -4,2 Mrd. Euro). Der den Uniper-Aktionären zurechenbare Konzernüberschuss erreichte 683 Mio. Euro. Die deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr reflektiert den Wegfall der hohen außerplanmäßigen Wertberichtigungen, die Uniper im europäischen Erzeugungs- und Speichergeschäft vornehmen musste.

Unipers operativer Cashflow erreichte zum 30. September 2017 950 Mio. Euro. Der Rückgang gegenüber dem Halbjahresstichtag hat in erster Linie saisonale Gründe: Um eine ausreichende und sichere Gasversorgung in den Wintermonaten sicherstellen zu können, nimmt Uniper im dritten Quartal üblicherweise höhere Einspeicherungen von Gas vor. Die wirtschaftliche Nettoverschuldung lag per 30. September 2017 bei 4,1 Mrd. Euro und damit leicht unter dem Niveau zum Ende des Geschäftsjahres 2016.

Finanzvorstand Christopher Delbrück sagt: „Im dritten Quartal ist besonders augenscheinlich, wie stark die Betrachtung unserer wirtschaftlichen Nettoverschuldung abhängig von stichtagsbezogenen Effekten ist. Insbesondere die Entwicklung unseres operativen Cashflows unterliegt naturgemäß starken saisonalen Schwankungen.

Per 30. September 2017 wurde der operative Cashflow durch die Dividendenzahlung und die zahlungswirksamen Investitionen beansprucht. Daher liegt unsere wirtschaftliche Nettoverschuldung nicht wesentlich unter dem Level per Jahresende 2016. Bis Ende 2017 rechnen wir weiterhin mit einem erfolgreichen Abschluss der Yushno-Russkoje-Transaktion, wovon unsere wirtschaftliche Nettoverschuldung noch einmal entsprechend profitieren wird.“

Unipers zahlungswirksame Investitionen lagen in den ersten neun Monaten bei 512 Mio. Euro und damit etwa auf Vorjahresniveau (9M 2016: 511 Mio. Euro).

Der bereinigte Funds from Operations[1] (Adjusted FFO) für die ersten neun Monate 2017 beträgt 727 Mio. Euro und ist im Vorjahresvergleich um 545 Mio. Euro gestiegen (9M 2016: 182 Mio. Euro) – im Wesentlichen wegen des Wegfalls der Inanspruchnahme von Rückstellungen.

Uniper ist ein führendes internationales Energieunternehmen mit Aktivitäten in mehr als 40 Ländern und rund 13.000 Mitarbeitern. Sein Geschäft ist die sichere Bereitstellung von Energie und damit verbundenen Dienstleistungen. Zu den wesentlichen Aktivitäten zählen die Stromerzeugung in Europa und Russland sowie der globale Energiehandel. Der Hauptsitz des Unternehmens ist Düsseldorf, Deutschland.

Aktuell (07.11.2017 / 10:51 Uhr) notieren die Aktien der Uniper SE im Xetra-Handel mit einem Minus von -0,10 EUR (-0,40 %) bei 23,80 EUR.


Chart: Uniper SE | Powered by GOYAX.de

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