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mdax news nebenwerte magazin17.03.2020 - Der Technologiekonzern GEA Group AG (ISIN: DE0006602006) stellt sich neu auf und setzt seine Strategie Schritt für Schritt um. Genau so zeigt sich in 2019 die Bilanz: Umbau, Verkauf von nebentätigkeiten, Prognose eingehalten, teilweise leicht überschritten: Umsatz und Auftragseingang sind im Berichtsjahr gestiegen - trotz eines sich insgesamt abschwächenden wirtschaftlichen Umfeldes für den Maschinenbau. Der Auftragseingang erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,3 Prozent auf 4.931,1 Mio. EUR und erreichte damit einen neuen Höchstwert für GEA. Im Auftragseingang enthalten sind auch 17 Großaufträge, hauptsächlich aus dem Molkerei- und Getränkebereich (Vorjahr: 13 Großaufträge). Der Umsatz legte um 1,1 Prozent auf 4.879,7 Mio. EUR zu. Das EBITDA vor Restrukturierungsaufwand reduzierte sich um 11,1 Prozent auf 479,2 Mio. Euro, lag jedoch am oberen Ende des ursprünglichen und bestätigten Prognosekorridors von 450 bis 490 Mio. EUR.

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GEA konnte 2019 diverse Restrukturierungsmaßnahmen schneller als erwartet umsetzen. Dafür nötige Aufwendungen in Höhe von rund 47 Mio. EUR, die ursprünglich für 2020 geplant waren, konnte der Konzern daher schon auf Ende 2019 vorziehen. Gegenüber dem ursprünglich angenommenen Betrag von bis zu 55 Mio. EUR betrugen die Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen im abgelaufenen Geschäftsjahr nunmehr insgesamt 105 Mio. EUR. Die Differenz resultiert fast ausschließlich aus diesem vorgezogenen Restrukturierungsaufwand für die bis Ende 2020 geplante Reduzierung von insgesamt rund 800 eigenen Mitarbeitern und Leiharbeitnehmern. Davon haben bis zum Jahresende 2019 bereits etwa die Hälfte GEA verlassen.

Dividende bleibt bei 0,85 EUR - Prognose unter - wie soll es anders sein - Coronavorbehalt

"Seit dem 1. Januar 2020 arbeitet das Unternehmen in der neuen divisionalen Konzernstruktur. In dieser tragen die einzelnen Divisionen volle Umsatz- und Ergebnisverantwortung. Weiterhin arbeitet GEA nachdrücklich an der Stärkung und verbesserten Steuerung des Servicegeschäfts, das sich durch attraktive Margen auszeichnet und langfristige Kundenbeziehungen ermöglicht."

"Vor dem Hintergrund der aktuell nur sehr schwer abschätzbaren Auswirkungen durch Covid-19 haben wir uns dazu entschieden, einen Ausblick zu geben, der die zum jetzigen Zeitpunkt wahrscheinlichsten Szenarien berücksichtigt. Dementsprechend erwarten wir eine leicht rückläufige Umsatzentwicklung. Aufgrund dieser nachteiligen Umsatzentwicklung gehen wir - auch unter Berücksichtigung der eingeleiteten Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung - zum jetzigen Zeitpunkt von einem leichten Ergebnisrückgang aus: Das EBITDA vor Restrukturierungsaufwand soll bei 430 bis 480 Mio. EUR liegen, der ROCE bei 9 bis 11 Prozent. Trotz der derzeit aufgrund des Coronavirus bestehenden großen und weltweiten Herausforderungen sind wir im Hinblick auf die Erreichung unserer mittelfristigen Finanzziele 2022 angesichts der eingeleiteten Optimierungsmaßnahmen und weiterhin attraktiver Endmärkte nach wie vor sehr zuversichtlich", erläutert Stefan Klebert.

Fünf Divisionen mit klarer GuV-Verantwortung

Die derzeitige Organisationsstruktur von GEA umfasst die beiden Business Areas Equipment und Solutions. Die in diesen beiden Bereichen zusammengefassten Geschäfte bündeln jedoch unterschiedliche Technologien mit begrenztem Synergiepotential. Sie werden daher seit dem 1. Oktober 2019 durch eine klare divisionale Struktur ersetzt, in der die Bereiche ähnliche oder komplementäre Technologien umfassen und auf Basis des Geschäftsjahres 2018 (z.T. pro-forma) die folgenden Kennzahlen aufweisen:

Separation & Flow Technologies

Separation & Flow Technologies umfasst sämtliche Aktivitäten, die mit der Herstellung von verfahrenstechnischen Komponenten insbesondere Separatoren, Dekantern, Ventilen, Pumpen und Homogenisatoren verbunden sind.

  • Umsatz: ca. 1,2 Mrd. EUR
  • EBITDA vor Restrukturierungsaufwand: ca. 255 Mio. EUR (21% Marge)
  • Return on Capital Employed (ROCE)1,2: ca. 33%
  • Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente): rund 4.300

Liquid & Powder Technologies

Liquid & Powder Technologies ist führend in der Konstruktion und Entwicklung von Prozesslösungen für die Milch- und Brauereiwirtschaft, für die Nahrungsmittelindustrie sowie die chemische Industrie. Der Technologiefokus liegt in der Flüssigkeitsverarbeitung, Konzentration, Trocknung, Pulververarbeitung und -behandlung sowie dem Emissionsschutz.

  • Umsatz: ca. 1,6 Mrd. EUR
  • EBITDA vor Restrukturierungsaufwand: ca. 85 Mio. EUR (5% Marge)
  • ROCE: ca. 11%
  • Mitarbeiter: rund 5.300

Food & Healthcare Technologies

Das Angebotsspektrum der Division Food & Healthcare Technologies umfasst verschiedene Kompetenzen im Bereich Nahrungsmittel und Pharma. Hierzu zählen die Kundenlösungen zur Nahrungsmittelverarbeitung und -verpackung, Lösungen in den Bereichen Bäckereiwirtschaft, Extrusions- und Müllereitechnologie sowie Prozesstechnologie für die pharmazeutische Industrie.

  • Umsatz: ca. 1,0 Mrd. EUR
  • EBITDA vor Restrukturierungsaufwand1,2:ca. 80 Mio. EUR (8% Marge)
  • ROCE: ca. 1%
  • Mitarbeiter: rund 3.400

Refrigeration Technologies

Refrigeration Technologies ist einer der Marktführer im Bereich industrieller Kältetechnik. Die Division entwickelt, fertigt und installiert technische Kundenlösungen und innovative Schlüsselkomponenten wie Hubkolben- und Schraubenverdichter sowie Ventile.

  • Umsatz: ca. 800 Mio. EUR
  • EBITDA vor Restrukturierungsaufwand1,2: ca. 70 Mio. EUR (9% Marge)
  • ROCE: ca. 18%
  • Mitarbeiter: rund 3.000

Hier wird zukünftig mit 300 Mitarbeitern weniger und 90 Mio. weniger Umsatz zu rechnen sein wegen der geplanten Veräußerung der GEA Block

Farm Technologies

Farm Technologies vereint alle Aktivitäten, die mit integrierten Kundenlösungen für eine rentable Milchproduktion und Nutztierhaltung einhergehen.

  • Umsatz: ca. 650 Mio. EUR
  • EBITDA vor Restrukturierungsaufwand: ca. 70 Mio. EUR (10% Marge)
  • ROCE: ca. 13%
  • Mitarbeiter: rund 2.300

{Jede Division wird künftig von einer dreiköpfigen Geschäftsführung geführt, der ein Division CEO, ein Division Chief Service Officer (CSO) und ein Division CFO angehören. Die Einführung der CSO-Funktion für jede Division unterstreicht die Bedeutung des attraktiven und stabilen Service-Geschäfts für GEA, das im Jahr 2018 rund 31 Prozent zum Konzernumsatz beitrug.

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Aktuell (17.03.2020 / 09.05 Uhr) notieren die Aktien der GEA Group AG im Tradegate-Handel mit einem Plus von +0,54 EUR (+3,06 %) bei 18,33 EUR.


Chart: GEA Group AG | Powered by GOYAX.de

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  • ISIN: DE0006602006