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Bis Ende Februar lagen die Auftragseingänge der RATIONAL-Gruppe (ISIN: DE0007010803) noch leicht über dem Vorjahr und im Wesentlichen im Rahmen unserer eigenen Erwartungen.

Lediglich in China und Italien zeichneten sich bereits die ersten Folgen des Corona-bedingten Shutdowns ab. Ab Anfang März wirkten sich dann die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus in immer mehr Märkten spürbar aus. Und danach wurde es schlimm - schlimm für Rationals Kunden und so auch für den Küchenlieferantem: Umsatzrückgang um 43 Prozent im zweiten Quartal von 205,1 Millionen Euro auf 116,8 Millionen Euro war die Folge. Dies hatte sich bereits zum Ende des ersten Quartals bzw. zu Beginn des zweiten Quartals anhand deutlicher rückläufiger Auftragseingänge angedeutet. Getrieben wurden die Auftrags- und Umsatzeinbußen durch die Maßnahmen der Regierungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie und die deshalb fehlende Geschäftsgrundlage für viele Kunden von Rational. Dies war in allen Regionen der Welt spürbar, insbesondere aber in den wirtschaftlich schwächeren Märkten wie beispielsweise Südamerika. Je umfassender die Maßnahmen in den jeweiligen Märkten ausfielen, umso mehr waren die Investitionsbereitschaft und -fähigkeit der Kunden beeinträchtigt. Für das erste Halbjahr resultiert daraus ein Umsatz von 298,0 Millionen Euro nach 399,4 Millionen Euro im Vorjahresvergleichszeitraum. Der Umsatzrückgang beträgt somit 25 Prozent.

Gegenmittel: Sortimentserneuerung und Durchhalten

"Im zweiten Quartal 2020 hat COVID-19 unser Unternehmen mit voller Wucht getroffen", so leitet der Vorstandsvorsitzende seinen Brief an die Aktionäre im heute erschienenen Halbjahresbericht ein. Die Kunden von Rational aus der Gastronomie- und Tourismusbranche gehören zu den am härtesten von den Regierungsmaßnahmen betroffenen Bereichen. Viele Restaurants und Hotels sind geschlossen oder laufen mit sehr geringer Auslastung, mit der sie nicht wirtschaftlich betrieben werden können. Airline-, Event oder Kreuzfahrtcatering finden derzeit faktisch nicht statt, auch Kantinen laufen häufig auf geringem Niveau bzw. sind geschlossen.

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Ein wichtiger Grund, dass der Umsatz nicht noch mehr eingebrochen ist, ist nach Ansicht von Stadelmann die Neueinführung beider Gerätegenerationen, die zu vielen Erstbestellungen von Kunden, Händlern und Einkaufsverbänden geführt hat und nicht zuletzt auch zu einem Nachholeffekt. Insbesondere in Deutschland war dies der Fall.

Immer noch positiv

Trotz des drastischen Umsatzeinbruchs ist es Rational im zweiten Quartal gelungen, ein leicht positives EBIT (Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern) von 1,6 Millionen Euro und eine EBIT-Marge von 1,4 Prozent zu erwirtschaften. Nach sechs Monaten erreichte Rational trotz eines Umsatzeinbruchs von 25 Prozent eine EBIT-Marge von 9 Prozent (Vj. 25 Prozent) oder ein EBIT von 28 Millionen Euro (Vj. 98 Millionen Euro). Nachdem das Unternehmen bereits mit großer Kostensensibilität ins Jahr gestartet war, wurde ab März ein umfangreiches Kosteneinsparprogramm gestartet.

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Nach sechs Monaten lagen die Umsatzerlöse um 25 Prozent unter Vorjahr. Die Auftragseingänge in den Monaten Juni und Juli lagen in einer ähnlichen Größenordnung unter den Vorjahreswerten. Aufgrund der in diesen Tagen sehr unklaren Nachrichtenlage sieht sich das Unternehmen dennoch auch jetzt noch nicht in der Lage, mittelfristige Prognosen darüber zu machen, wie sich relevante Lebensbereiche dauerhaft verändern werden, welchen Einfluss diese Änderungen auf die Entwicklung der Kunden und damit auf RATIONAL selbst haben werden.

"Alle aktuellen und zukünftigen Einschränkungen des öffentlichen Lebens beeinflussen das Geschäft unserer Kunden und damit auch unseres in erheblichem Maße. Wir sind aufgrund dieser sich schnell ändernden Situation weiterhin nicht in der Lage, eine Prognose für das laufende Jahr abzugeben", führt Dr. Stadelmann aus.

Aktuell (06.05.2020 / 07:46 Uhr) notieren die Aktien der Rational AG im Xetra-Handel zum Schluss gestern mit einem Plus von +1,00 EUR (+0,19 %) bei 529,00 EUR. Diese Aktie können Sie bereits ab 0,00 EUR auf Smartbroker handeln


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  • ISIN: DE0007010803

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