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Die VARTA AG (ISIN: DE000A0TGJ55) der Short-Liebling - hält dagegen mit operativ überzeugenden Quartalsergebnissen: Umsatz plus 68% (nur "Altgeschäft") mit den übernommenen "Consumer Batteries" sogar plus 170,3% - mit einer um 2,3% erhöhten Marge.

Und die Rekorde gehen weiter: Das bereinigte EBITDA steigt in den ersten drei Monaten 2020 um 197,0% auf 51,7 Mio. Euro (+135,0% ohne Akquisition VARTA Consumer). Überzeugend. Hinzu kommt die bestätigung der Prognose für das gesamte Jahr: Konzern-Umsatz wird zwischen 780 Mio. und 800 Mio. Euro erwartet; Bereinigtes Konzern-EBITDA soll zwischen 175 Mio. und 185 Mio. Euro liegen. Und dass mit einem ambitionierten Kapazitätsausbauprogramm - auch getrieben von dem Wunsch nicht durch Lieferengpässe Marktanteile an die lauernde Konkurrenz zuu verlieren. Technologieführerschaft hat nur solange Bedeutung, solange man die Nachfrage auch befiredigen kann.

Herbert Schein, Vorstandsvorsitzender (CEO) der VARTA AG: "Zusammen mit VARTA Consumer sind wir sehr gut in das neue Geschäftsjahr gestartet und haben unsere hohe Wachstumsdynamik nochmals beschleunigt. Das erfreuliche Ergebnis ist vor allem auf die anhaltend hohe Nachfrage nach unseren Lithium-Ionen-Zellen zurückzuführen. Durch den zügigen Ausbau der Produktionskapazitäten konnten wir unseren Absatz deutlich erhöhen. Zudem erweist sich unser Geschäftsmodell als sehr robust: Unsere Disziplin bei der Umsetzung der Covid-19 Schutzmaßnahmen ist sehr hoch; wir konnten daher uneingeschränkt weiter produzieren."

Finanzvorstand (CFO) Steffen Munz ergänzt: "Wir bestätigen unseren Ausblick für das Geschäftsjahr 2020. Unsere äußerst gesunde Bilanz mit hoher Eigenkapital-Quote und geringer Verschuldung, kombiniert mit dem erwarteten steigenden operativen Cash Flow, ermöglichen die Finanzierung von weiteren Investitionen in den Ausbau der Produktionskapazitäten."

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Zukunft mit einer vergrößerten Angebotspalette

Die VARTA AG hat am 02. Januar 2020 die Übernahme des in Europa angesiedelten VARTA Consumer Batteries Geschäfts von der US-amerikanischen Energizer Holdings, Inc. erfolgreich abgeschlossen. Die Consumer Batteries einheit bringt zwar nicht die Margen des ursprünglichen Kerngeschäfts, erreicht aber deutlich über 10% dennoch - eine Cash Cow die die Finanzierung des "zukunftsgeschäfts" unterstützen kann. Seit Varta am 17.02.2020 überraschend gute Jahresergebnisse für 2019 präsentierte und so der Markt geradezu euphorisch die Aktie "nach oben zog" ist einiges passiert. Corona. Mitte März markierte die aktie ein - gemeinsam mit dem Gesamtmarkt errreichtes Tief aus dem sie sich seitdem wieder erholt hat - aktuell auf 79,20 EUR (08:24 Uhr, Frankfurter Handel) mit einem Plus von derzeit 5,73% (+4,30 EUR). Dem Markt gefallen die Zahlen offensichtlich, aber was amchen die "anderen"?

Shortstand - gestern

Seit der letzten Positions-Erhöhung am 16,04.2020 durch Tiger Global Management auf 1,30 % des Aktienkapitals (Bundesanzeigermeldung für den Tag, plus 0,14%) herrscht Ruhe. RUHE VOR DEM STURM oder beginnende Kapitulation? Oder stiller Rückzug oder zumindest Gedankenspiele? Jedenfalls helfen die quartalsergebnisse dem Unternehmen und den Longs.

Insgesamt besitzen derzeit 5 Parteien Shortpositionen von mindestens 0,50% an Varta (Meldegrenze beim Bundesanzeiger) mit insgesamt 6,55% - bis zu den von S3 Partners zuletzt am 16.04.2020 gemeldeten 30,32 % also eine Vielzahl weiterer Parteien, die an einen weiteren Kursverfall der Aktie glauben. Wieso? Die - endgültigen am 31.03.2020 - veröffentlichten Zahlen für 2019 waren sehr gut, die am gleichen Tage gemeldete Förderung von BIS ZU 198 MIO EUR im Rahmen der "europäischen Initiative zum Aufbau einer Batteriezellfertigung" im Rahmen eines sog. IPCEI (Important Project of Common European Interest) ist ebenfalls ein großer Erfolg für VARTA. Die Förderung bezieht sich auf Batterieforschung und -entwicklung und deren erste industrielle Anwendungen; sie ist auf mehrere Jahre angelegt und besteht aus zwei Teilprojekten. Die VARTA AG geht im Rahmen des IPCEI in Vorleistung und bekommt einen Teil ihrer Ausgaben über den Förderzeitraum erstattet.Neben dem Land Baden-Württemberg fördert auch das Bundeswirtschaftsministerium das IPCEI. Die konkrete Höhe der Gesamtförderung für die VARTA AG steht noch nicht fest, jedoch geht VARTA derzeit über die gesamte Laufzeit eines Teilprojekts von einem Gesamtbetrag von bis zu 198 Mio. Euro aus. Davon stellt das Land Baden-Württemberg für das Förderprojekt im Rahmen der "Europäischen Batterieallianz" einen Betrag von 59 Mio. Euro zur Verfügung.

Und es kann ja noch mehr werden

Über einen weiteren Förderantrag der VARTA AG im Rahmen des zweiten Teilprojekts unter der Beteiligung der bayerischen Staatsregierung wurde noch nicht entschieden. Die Höhe dieser Förderung steht noch nicht fest. Leider bei den Shortpositionen auch - die aktuell 5,11 Mio. Stück bewegen sich seit Monaten auf einem sehr hohen Niveau - seit seinerzeit die Aktie um den 08.01. unter doppelten Druck geriet - Commerzbank stufte den Wert herunter und es wurde über chinesische Konkurrenz berichtet, die Varta's Technologievorsprung egalisiert hätte und nun imme rmehr von deren Marktanteilen übernehmen würde. Wann hier eine Entspannung zu erwarten ist? Schwierig einzuschätzen. eigentlich sollte man meinen, dass der Rückschlag der Aktie des ehemaligen Highflyers ausreichend sein sollte für die shorts, abe rman will wohl noch mehr - wenn dass mal nicht "nach hinten losschlägt".

Ihor Dusaniwsky's Überblick (S3 Partners LLC, 16.04.2020): "VAR1 GR short int is $380MM; 5.11MM shs shorted; 30.32% of float; 8.50% borrow fee & rising.Shs shorted up +166K shs,+3.34%, over last 30 days as price rose +17% & up +56K shs,+1.1%, last week. Shorts up +$122MM in 2020 mark-to-market profits; -$12MM on today's +3.14% move"

Aufgrund der ungebrochen sehr hohen Nachfrage

nach Lithium-Ionen Zellen für Hightech-Consumerprodukte, insbesondere für kabellose Premium-Kopfhörer (Hearables) werden die Produktionskapazitäten weiter massiv ausgebaut. Die Produktionskapazität wird noch einmal erheblich, und schneller als ursprünglich geplant auf 200 Millionen Zellen jährlich bis 2021 ausgebaut. Die Auszahlungen für Investitionen (CAPEX) werden in 2020 in einem Korridor zwischen 300 und 330 Mio. Euro erwartet. AUCH EINE REAKTION AUF DIE CHINESISCHE KONKURRENZ; DIE DURCH LIEFERENGPÄSSE VARTAS ERST AUF DEN PLAN GERUFEN WURDE und deren Produkte - trotz technologischem Rückstand (Varta unterstellt auch bei einigen Wettbewerbern Plagiate) auch bei eigentlich reinen Varta-Kunden Abnehmer fanden.

Das Investitionsvolumen soll größtenteils aus dem Mittelzufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit, aus erhaltenen und weiteren Kundenanzahlungen sowie mittelfristig auch aus dem attraktiven Cash Flow des akquirierten VARTA Consumer Geschäftes finanziert werden. Darüber hinaus steht dem Konzern eine revolvierende Kreditlinie über 80 Mio. Euro zur Verfügung.

NOTWENDIGER WARNHINWEIS des VARTA Managements:

"Angesichts der anhaltenden Covid-19 Krise können negative Einflüsse auf den VARTA AG Konzern nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Dies könnte die Produktionsmöglichkeiten und den Ausbau der Produktionskapazitäten an unseren Standorten betreffen, aber auch die Transportmöglichkeiten zu unseren Kunden und von unseren Lieferanten. Nicht auszuschließen ist ebenso, dass unsere Kunden durch eigene Produktionsunterbrechungen zeitweise keine Produkte von uns abnehmen können. Zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung lagen allerdings keine Hinweise auf ein Eintreten dieser Risiken vor. Daher geht die VARTA in ihrem Ausblick von keinen Beeinträchtigungen aus."

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Aktuell (15.05.2020 / 08:24.00 Uhr) notieren die Aktien der Varta AG im Frankfurter-Handel mit einem Plus von 4,30 EUR (5,73 %) bei 79,40  EUR. Auch diese Aktie können Sie für nur 4,00 EUR auf Smartbroker handeln


Chart: VARTA AG | Powered by GOYAX.de

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