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Die Commerzbank AG (ISIN: DE000CBK1001) ist bekanntlich im Umbau - die Comdirect kann für einen Aufpreis schneller per Squeeze Out die Bank digitalisieren, der Verkauf der m Bank wird aufgegeben- wäre derzeit nur mit großen Zugeständnissen möglich gewesen - und heute ernüchternde Ergebnisse für das erste Quartal - Risikovorsorge ergibt ein kräftiges MINUS.

Die Dividendenzahlung sparte man sich ja bereits - auf "Empfehlung" der EZB, also durchaus sinnvoll und wohl auch nicht vermeidlich.Und das erste Quartal ist - wie bereits spekuliert worden ist - kräftig ins Minus gelaufen. Die Commerzbank hat im ersten Quartal 2020 infolge der Corona-Krise ein Operatives Ergebnis von minus 277 Millionen EUR verbucht. Hier wirkten sich temporäre Bewertungseffekte und eine aufgrund der Corona-Pandemie gebuchte höhere Risikovorsorge negativ aus. Lichtblick: Im Kundengeschäft verzeichnete die Bank jedoch eine gute Entwicklung und steigerte damit ihren Zins- und Provisionsüberschuss im Vergleich zum Vorjahresquartal insgesamt um 10 %. Der operative Aufwand konnte um 4% weiter reduziert werden. Ohne die Corona-bedingten Belastungen von insgesamt 479 Millionen EUR hätte die Bank operativ einen Gewinn von 202 Millionen EUR erzielt.

"Wir befinden uns in einer historischen Ausnahmesituation. Die Corona-Pandemie stellt die Welt und unser Wirtschaftssystem auf eine Belastungsprobe, wie wir sie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht gesehen haben. Bei der Bewältigung dieser Krise kommt Banken eine Schlüsselrolle zu, indem sie Liquidität bereitstellen und ihren Kunden so durch diese schwere Zeit helfen. Dieser Verantwortung stellen wir uns und haben bereits rund 11 Milliarden Euro an zusätzlicher Liquidität bereitgestellt", sagte Martin Zielke, Vorstandsvorsitzender der Commerzbank. "Mit unserer starken Bilanz sowie unserer komfortablen Liquiditäts- und Kapitalposition sind wir gut aufgestellt, die deutsche Wirtschaft mit voller Kraft zu unterstützen."

Man hofft auf eine sanfte Landung

"Dank der sehr weitreichenden Maßnahmen der Bundesregierung rechnen wir damit, dass deutsche Unternehmen, die einen Großteil unseres Geschäfts ausmachen, vergleichsweise gut durch die Krise kommen werden", sagte Bettina Orlopp, Finanzvorständin der Commerzbank. "Wir haben ein gesundes Kreditbuch und der Anteil gefährdeter Kredite liegt seit Jahren unter dem deutschen und europäischen Durchschnitt. So können wir auch weitere Auswirkungen der Pandemie abfedern. Zugleich werden wir unser Kostenmanagement in diesem Jahr intensivieren. Denn Kosteneffizienz und leistungsfähige digitale Strukturen sind gerade in diesen Zeiten essenziell."

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Der Verkauf der polnischen Tochter m Bank musste am 11.05.2020 abgeblasen werden; eigentlich wollte man ja den Verkaufserlös für den weiteren Umbau der Deutschen Kernbank, deren Digitalisierungsprojekt oder wie es schön im Marketingdeutsch heisst: Für das Projekt "Commerzbank 5.0" verwenden. Die hierfür dringend notwendige Comdirect Expertise wird gemäß 99,5536% Mehrheit auf deren HV am 05.05.2020 per Squeeze Out komplett an die Commerzbank AG übertragen und dann eingegliedert, verschwindet als eigenständige Aktiengesellschaft.

Es gab bereits bei der ersten Mitteilung der Commerzbank im letzten Jahr über den geplanten Verkaufsprozess der polnischen Tochter häufig geäußerte Bedenken. Dass die polnische Beteiligung zum Gewinn der schwächelnden Mutter gute Beiträge liefere und es "schade sei sie zu verkaufen". Dass ungewisse Streitigkeiten über Hypotheken den eventuellen Verkaufspreis zu sehr drücken würden. Und nachdem jetzt durch Covid 19 die Fiannzbranche sowieso unter kritischer Beobachtung steht, war wahrscheinlich gar kein Käufer mehr zu motivieren oder zu finden, einen wenigstens akzeptablen Kaufpreis zu zahlen. Insgesamt also möglicherweise auch eine Chance für die Commerzbank auf Dauer mit der polnischen Tochter und einer digitaleren Commerzbank 5.0  schneller in der Lage zu sein, die Gewinnerwartungen des Marktes zu erfüllen, als ohne...

Reicht das Geld denn ohne den Verkauf?

Die EK-Ausstattung der Bank war vor der Covid 19-Krise eigentlich zufriedenstellend (13,4% EK-Quote). Trotz des heute gemeldeten Quartalsverlustes bleibt die Kernkapitalquote bei starken 13,2% (angestrebte  Mindestquote liegt für die Commerzbank bei 12,5%) - der Verkauf der polnischen Tochter macht auf jeden Fall in Form eines Notverkaufs keinen Sinn und es besteht derzeit dafür auch kein zwingender Grund. Die erhöhten Aktienankauf-Kosten, die die Commerzbank für den schnellen Squeeze Out bei der Tochter Comdirect zahlen musste/wollte, sollten wohl auch so "zu stemmen sein". Wichtiger als ein Verkauf oder Nicht-Verkauf der m Bank wird es sein, dass die Commerzbank die Digitalisierung und die Chancen der hochprofitabel arbeitenden Comdirect durch die Übernahme für eine "Rundumerneuerung" nutzen kann und endlich wieder nachhaltig wächst mit auskömmlichen Margen.

2019 konnte man Kunden gewinnen, jetzt muss man zeigen, dass man auch mehr kann

Die Bank gewann in Deutschland netto rund 473.000 Privat- und Unternehmerkunden hinzu und baute das Kredit- und Wertpapiervolumen um 16 % auf 261 Milliarden Euro aus. Das Segment Firmenkunden steigerte das Kreditvolumen um 6 Milliarden auf 88 Milliarden Euro und verbesserte im direkten Kundengeschäft seine Erträge. Insgesamt erhöhte die Bank dank ihrer Wachstumsinitiativen den Zinsüberschuss und kompensierte so den Gegenwind aus dem negativen Zinsumfeld. Auf der Kostenseite erreichte die Bank ihr Kostenziel für 2019 von unter 6,8 Milliarden Euro. Dem stand ein aufgrund von Einzelfällen im Firmenkundengeschäft höheres negatives Risikoergebnis gegenüber - Minus 620 Mio. EUR (VJ: 446 Mio. EUR) - generell bessere Portfolioqualität mit einer Quote für Problemkredite (NPE-Quote) von 0,9 % - davon können italienische Banken nur träument.

"Wir haben das Geschäftsjahr 2019 mit einem besseren Operativen Ergebnis abgeschlossen als zwischenzeitlich erwartet. Zusammen mit der starken Kapitalquote haben wir eine gute Absprungbasis für 2020 geschaffen. Diesen Spielraum werden wir nutzen", sagte Martin Zielke, Vorstandsvorsitzender der Commerzbank bei Vorlage der Jahreszahlen. "Bei der Strategie ,Commerzbank 5.0' haben wir bereits greifbare Fortschritte erzielt und kommen schneller als geplant voran. Das stimmt mich mit Blick auf unsere Renditeerwartung optimistischer, als ich es im vergangenen Herbst war."

Am 28.04.2020 zeigte die Comdirect nochmals eindrücklich, was die Commerzbank von ihr lernen kann

Da wurde nämlich das Quartalsergebnis für die ersten drei Monate des Jahres 2020 veröffentlicht: Rekorde trotz bereits reduzierten Marketingaufwendungen. Da kommt ein erfolgreicher, neuer Wind in die Commerzbank. Hoffentlich nimmt die "alte Dame" etwas davon auf und wird wirklich den Weg zur Commerzbank 5.0 so stemmen können. "Die comdirect Gruppe hat das erste Quartal 2020 mit einem Vorsteuerergebnis in Höhe von 77,9 Millionen Euro abgeschlossen und liegt damit deutlich über dem Ergebnis des Vorjahres (12,5 Millionen Euro**). Grund für das außerordentlich starke Quartalsergebnis ist eine marktbedingt ungewöhnlich hohe Handelsaktivität der Kunden. "Unsere Kunden haben im ersten Quartal 2020 so viel gehandelt wie nie zuvor", sagt Frauke Hegemann, Vorstandsvorsitzende der comdirect bank AG. "Entsprechend ist der Provisionsüberschuss stark gestiegen, während wir unsere Verwaltungsaufwendungen dank der erhöhten Skalierbarkeit unseres digitalen Geschäftsmodells stabil gehalten haben." Die Kundenzahl belief sich zum Ende des ersten Quartals 2020 auf 2,83 Millionen. Mit 87 Tausend Neukunden liegt das Wachstum damit leicht über dem des sehr starken Vorjahresquartals (84 Tausend). "Im Vergleich zum Vorjahr haben wir im ersten Quartal 2020 weniger in das Wachstum mit Neukunden investiert und trotzdem das stärkste Neukundenwachstum seit mehr als zehn Jahren erreicht", sagt Hegemann. Insbesondere die Zahl der Depots stieg mit 102 Tausend Neueröffnungen kräftig - auf 1,66 Millionen zum Quartalsende. Die Anzahl der Girokonten erhöhte sich um 29 Tausend auf 1,72 Millionen.
Das betreute Kundenvermögen sank von 80,2 Milliarden Euro zum Jahresende auf 75,1 Milliarden Euro. Während das Einlagenvolumen um 2,2 Milliarden Euro auf 31,1 Milliarden Euro zulegte, nahm das Depotvolumen ab - um 7,3 Milliarden Euro auf 44,0 Milliarden Euro. Grund für die Abnahme sind negative Kurseffekte in Höhe von 10,2 Milliarden Euro. Die gesamten Nettomittelzuflüsse lagen bei 5,2 Milliarden Euro - 3,0 Milliarden Euro davon entfielen auf die Depots.
"Die Zahlen zeigen, dass wir unsere Position als erste Adresse für Sparen, Anlegen und Handeln mit Wertpapieren in diesem aktuell sehr dynamischen Markt weiter ausbauen konnten. Der beschleunigte Trend zur Digitalisierung zahlt verstärkt auf unser Geschäftsmodell ein", so Hegemann. "Banking und Brokerage sollen sich in die Lebenswelt der Kunden einfügen und so einfach, schnell und bequem wie möglich sein. Als Bank im Handy arbeiten wir daher konsequent an der Erweiterung unserer mobilen Services. " Als Beispiel nennt sie den Ausbau der mehrfach ausgezeichneten comdirect App, die unter anderem um mehrere neue Trading-Funktionalitäten erweitert wird."

Aktuell (13.05.2020 / 09.55 Uhr) notieren die Aktien der Commerzbank AG im Xetra-Handel im Minus mit 3,89% bei 3,09 EUR. Auch diese Aktie können Sie für nur 4,00 EUR auf Smartbroker handeln.

Weitere Informationen

  • ISIN: DE000CBK1001

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