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Die Software AG (ISIN: DE000A2GS401) hat keine Angst vor Corona - außer auf der HV, die verschoben wird, sondern erhöht sogar die Dividende für 2019, keine Angst vor einer Verschlechterung 2020, Bechtle AG (ISIN: DE0005158703) meldet sich auch selbstbewust zu Wort diese Woche - Wachstum auch durch Corona wohl nicht nachhaltig gestört.

Die Software AG verkündete Freitag nach Handelsschluss, dass die Dividende auf 0,76 EUR für 2019 erhöht wird (0,71 EUR 2018) - offensichtlich keine Angst vor negativen Auswirkungen der Coronakrise auf die Ertragschancen für 2020. Die Prognose 2020 steht. "Aufgrund der erwarteten Geschäftsentwicklung geht der Vorstand der Software AG für das Geschäftsjahr 2020 von einer operativen Ergebnismarge (EBITA, Non-IFRS) zwischen 20 und 22 Prozent aus. Für den Auftragseingang im Bereich Digital Business Platform (exkl. Cloud & IoT) werden 10 bis 15 Prozent Wachstum gegenüber Vorjahr erwartet. Im Bereich Cloud- & IoT soll der Auftragseingang das Vorjahr um 40 bis 60 Prozent übersteigen. Das Ziel für den Auftragseingang im Adabas & Natural-Datenbankgeschäft liegt zwischen -3 und +3 Prozent gegenüber Vorjahr."

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Konkret: Umsatzziele für Digitalgeschäft wurden von Plus 10% auf Plus 15 % angehoben - mittelfristig, während weiterhin ein Anteil von 80-85% an wiederkehrenden Umsätzen im Produktgeschäft angestrebt wird. Vorsichtiger wurde man bereits Anfang Januar bei der Marge: Von fixen 30%+ ging man auf einen Zielkorridor von 25-30%, Etwas enttäuschend, wenn man bedenkt, das vor dem Helixprogramm bereits eine EBIT-Marge von über 26% erreicht werden konnte, aber mal schauen, Mittelfristplanungen können auch wieder erhöht werden... Jedenfalls Wachstumszahlen die gerade während einer immer hitzigeren Coronadiskussion nicht hoch genug eingeschätzt werden können.

UND NICHT VERGESSEN trotz der grundsätzlichen Neuausrichtung der Software AG, um zukunftsfähiger zu werden und für die nächsten 10 Jahre die Gewinnmaschine nochmals zu beschleunigen: Die Software AG ist kein Sanierungsfall, sondern ein Unternehmen das trotz grundsätzlicher Umstellung seinen Umsatz hält und den Gewinn nur wenig verringert hat - mit der Basislegung für Wachstum und zukünftig berechenbarere Umsätze und höhere Gewinne - nicht übel. Konkret: Gesamtumsatz von 890,6 (Vj. 865,7) Millionen Euro.

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Der Lizenzumsatz des Konzerns sank um 4 Prozent auf 245,1 (Vj. 249,4) Millionen Euro. Der Konzern-Wartungsumsatz belief sich auf 435,0 (Vj. 415,4) Millionen Euro, das entspricht einem Wachstum von 3 Prozent. Der Gesamtproduktumsatz (Lizenzen + Wartung + SaaS) der Software AG erreichte im Geschäftsjahr 2019 702,7 (Vj. 682,3) Millionen Euro. Der Gewinn des Unternehmens vor Zinsen und Steuern, EBIT, lag bei 214,8 (Vj. 231,6) Millionen Euro. Das entspricht einer EBIT-Marge von 24,1 (Vj. 26,8) Prozent. Mit 260,3 (Vj. 272,9) Millionen Euro erreichte die Software AG auch ein gutes operatives Ergebnis ( EBITA, Non-IFRS). Die entsprechende Marge lag bei 29,2 Prozent.

Zahlen von denen andere nur träumen können und es soll ja anders - besser werden.

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Bechtle vielleicht noch besser - jedenfalls will man noch mehr wachsen als Software AG

Man ist nach vorläufigen Zahlen im Geschäftsjahr 2019 das dritte Jahr in Folge zweistellig gewachsen. Der Umsatz wuchs um 24,3 % auf 5.374,5 Mio. EUR. Das ist die zweithöchste Steigerungsrate der letzten 15 Jahre. Das Vorsteuerergebnis (EBT) erhöhte sich um 22,3 % auf 236,3 Mio. EUR. Die EBT-Marge liegt trotz höherer Abschreibungen bei sehr guten 4,4 %. Die Kapitalbindung konnte Bechtle 2019 deutlich reduzieren, sodass der Free Cashflow zum Jahresende bei 109,5 Mio. EUR lag. Zum 31. Dezember waren 11.487 Mitarbeiter bei Bechtle beschäftigt, das sind 1.482 Menschen bzw. 14,8 % mehr als im Vorjahr. Organisches Wachstum über 15% in 2019 - "2019 ist das dritte Jahr in Folge, in dem wir zweistellige Steigerungsraten präsentieren können. Wir haben uns in den vergangenen Jahren strategisch zielgerichtet verstärkt - davon profitieren wir heute", so Dr. Thomas Olemotz, Vorstandsvorsitzender der Bechtle AG am 19.03.2020 - Mitten in der Corona-Krise, während andere Prognosen zusammenstreichen, Dividendenzahlungen widerrufen und nach Staatshilfe rufen.

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Selbstbewust weist man bei Bechtle zwar auf noch nicht absehbare Coronaauswirkungen hin, aber: Bechtle verfolgt ungeachtet dessen für das laufende Jahr das Ziel, den Umsatz und das Ergebnis deutlich zu steigern. Die EBT-Marge soll mindestens auf Vorjahresniveau liegen. "Die Rahmenbedingungen sind derzeit alles andere als positiv. Aufgrund des Produktionsstillstands in China wird es im Jahresverlauf voraussichtlich spürbare Lieferengpässe bei einigen Produkten geben, und in Europa droht aufgrund der Coronapandemie eine deutliche wirtschaftliche Abkühlung. Inwieweit es Bechtle vor diesem Hintergrund gelingen kann, die gesetzten Ziele zu erreichen, hängt entscheidend von dem weiteren Verlauf der Krise ab. Allerdings macht die derzeitige Situation auch den hohen Stellenwert von IT wieder offensichtlich. Wir gehen davon aus, dass nach dem Abebben der Coronapandemie die Investitionsneigung unserer Kunden unverändert hoch sein wird", so Dr. Thomas Olemotz, Vorstandsvorsitzender der Bechtle AG.

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Aktuell (21.03.2020 / 14:34 Uhr) notieren die Aktien der Software AG im Xetra-Handel zum Handelsschluß gestern um 17:35 Uhr mit einem Plus von +0,93 EUR (+4,11 %) bei 23,53 EUR. Die Aktien von Bechtle im Plus mit 8,27% (+7,30 EUR) auf 95,55 EUR.


Chart: Software AG | Powered by GOYAX.de

Chart: Bechtle AG | Powered by GOYAX.de

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  • ISIN: DE000A2GS401, DE0005158703

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