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Der Technologiekonzern GEA Group AG (ISIN: DE0006602006) stellt sich neu auf und setzt seine Startegie Schritt für Schritt um..

Nachdem am 15.10.2019 die Trennung von Nicht-mehr-Core-Aktivitäten mit dem angekündigten, möglichen Verkauf  "im Rahmen der weiteren Fokussierung des Konzerns auf die strategischen Kernmärkte Nahrungsmittel-, Chemie und Pharmaindustrie"  von GEA Bock mitgeteilt wurde,  geht es jetzt um die Umsetzung der neuen Unternehmensstruktur:

Bei GEA werden die bisher sehr dezentral geführten Einkaufsaktivitäten zukünftig in einer globalen Einkaufsorganisation gebündelt. Darüber hinaus will GEA sein Produktionsnetzwerk weiter optimieren sowie mehr Flexibilität durch zum Beispiel Multifunktionsstandorte, an denen je nach Nachfrage unterschiedliche Produkte gefertigt werden können, schaffen. Dazu passt, dass der Aufsichtsrat der GEA Group Aktiengesellschaft Johannes Giloth (49) mit Wirkung zum 20. Januar 2020 in den Vorstand der Gesellschaft berufen hat. Dort verantwortet er zukünftig das neu geschaffene Ressort Einkauf, Produktion und Logistik. Johannes Giloth kommt vom Telekommunikationskonzern Nokia, wo er zuletzt mehrere Jahre als Chief Procurement and Chief Supply Chain Officer tätig war und unter anderem die Digitalisierung der Einkaufsorganisation sowie der Lieferketten des Konzerns erfolgreich umgesetzt hat.

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Dazu die Verantwortlichen mit netten Worten

Dr. Helmut Perlet, Vorsitzender des GEA Aufsichtsrats, sagte: "Mit Johannes Giloth haben wir einen international erfahrenen Manager für GEA gewinnen können, der mit seiner umfassenden Fachkenntnis, auch in den Bereichen Prozessoptimierung und Digitalisierung, hervorragend geeignet ist, das neue Vorstandsressort aufzubauen. Darüber hinaus hat er im Rahmen unterschiedlichster Projekte bewiesen, dass eine optimierte Lieferkette bzw. Einkaufsorganisation das operative Geschäft nachhaltig unterstützt und damit zusätzliches Wachstum schaffen kann."

Stefan Klebert, Vorstandsvorsitzender der GEA Group Aktiengesellschaft, ergänzte: "Ich freue mich, dass der Aufsichtsrat Johannes Giloth zum COO der Gesellschaft bestellt hat. Mit seiner ausgesprochenen Expertise ist er die richtige Besetzung, um bei GEA das aktuell noch nicht voll genutzte Synergiepotenzial - insbesondere in den Bereichen Einkauf und Produktionsnetzwerk - zu heben und durch eine neue einheitliche Managementstruktur weiter zu optimieren."

Fünf Divisionen mit klarer GuV-Verantwortung

Die derzeitige Organisationsstruktur von GEA umfasst die beiden Business Areas Equipment und Solutions. Die in diesen beiden Bereichen zusammengefassten Geschäfte bündeln jedoch unterschiedliche Technologien mit begrenztem Synergiepotential. Sie werden daher seit dem 1. Oktober 2019 durch eine klare divisionale Struktur ersetzt, in der die Bereiche ähnliche oder komplementäre Technologien umfassen und auf Basis des Geschäftsjahres 2018 (z.T. pro-forma) die folgenden Kennzahlen aufweisen:

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Separation & Flow Technologies

Separation & Flow Technologies umfasst sämtliche Aktivitäten, die mit der Herstellung von verfahrenstechnischen Komponenten insbesondere Separatoren, Dekantern, Ventilen, Pumpen und Homogenisatoren verbunden sind.

  • Umsatz: ca. 1,2 Mrd. EUR
  • EBITDA vor Restrukturierungsaufwand: ca. 255 Mio. EUR (21% Marge)
  • Return on Capital Employed (ROCE)1,2: ca. 33%
  • Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente): rund 4.300

Liquid & Powder Technologies

Liquid & Powder Technologies ist führend in der Konstruktion und Entwicklung von Prozesslösungen für die Milch- und Brauereiwirtschaft, für die Nahrungsmittelindustrie sowie die chemische Industrie. Der Technologiefokus liegt in der Flüssigkeitsverarbeitung, Konzentration, Trocknung, Pulververarbeitung und -behandlung sowie dem Emissionsschutz.

  • Umsatz: ca. 1,6 Mrd. EUR
  • EBITDA vor Restrukturierungsaufwand: ca. 85 Mio. EUR (5% Marge)
  • ROCE: ca. 11%
  • Mitarbeiter: rund 5.300

Food & Healthcare Technologies

Das Angebotsspektrum der Division Food & Healthcare Technologies umfasst verschiedene Kompetenzen im Bereich Nahrungsmittel und Pharma. Hierzu zählen die Kundenlösungen zur Nahrungsmittelverarbeitung und -verpackung, Lösungen in den Bereichen Bäckereiwirtschaft, Extrusions- und Müllereitechnologie sowie Prozesstechnologie für die pharmazeutische Industrie.

  • Umsatz: ca. 1,0 Mrd. EUR
  • EBITDA vor Restrukturierungsaufwand1,2:ca. 80 Mio. EUR (8% Marge)
  • ROCE: ca. 1%
  • Mitarbeiter: rund 3.400

Refrigeration Technologies

Refrigeration Technologies ist einer der Marktführer im Bereich industrieller Kältetechnik. Die Division entwickelt, fertigt und installiert technische Kundenlösungen und innovative Schlüsselkomponenten wie Hubkolben- und Schraubenverdichter sowie Ventile.

  • Umsatz: ca. 800 Mio. EUR
  • EBITDA vor Restrukturierungsaufwand1,2: ca. 70 Mio. EUR (9% Marge)
  • ROCE: ca. 18%
  • Mitarbeiter: rund 3.000

Hier wird zukünftig mit 300 Mitarbeitern weniger und 90 Mio. weniger Umsatz zu rechnen sein wegen der geplanten Veräußerung der GEA Block

Farm Technologies

Farm Technologies vereint alle Aktivitäten, die mit integrierten Kundenlösungen für eine rentable Milchproduktion und Nutztierhaltung einhergehen.

  • Umsatz: ca. 650 Mio. EUR
  • EBITDA vor Restrukturierungsaufwand: ca. 70 Mio. EUR (10% Marge)
  • ROCE: ca. 13%
  • Mitarbeiter: rund 2.300

Die verbleibenden Aufwendungen des Global Corporate Centers nach Weiterverrechnung der Dienstleistungen an die Divisionen führten in 2018 zu einer Belastung des EBITDA vor Restrukturierung in Höhe von ca. 30 Mio. EUR.

Jede Division wird künftig von einer dreiköpfigen Geschäftsführung geführt, der ein Division CEO, ein Division Chief Service Officer (CSO) und ein Division CFO angehören. Die Einführung der CSO-Funktion für jede Division unterstreicht die Bedeutung des attraktiven und stabilen Service-Geschäfts für GEA, das im Jahr 2018 rund 31 Prozent zum Konzernumsatz beitrug.

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Aktuell (17.10.2019 / 10:28 Uhr) notieren die Aktien der GEA Group AG im Xetra-Handel mit einem Plus von +1,05 EUR (+3,98 %) bei 27,41 EUR.


Chart: GEA Group AG | Powered by GOYAX.de

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  • ISIN: DE0006602006

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